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7,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen: Drei Männer aus Hamburg verhaftet

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Von: Jan Knötzsch

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Weil ihnen Umsatzsteuerhinterziehung im großen Stil vorgeworfen wird, sind drei Männer aus Hamburg jetzt in Haft. Es geht dabei um Millionensummen.

Hamburg – Es sollte eine normale Zugfahrt werden. Zwischen Berlin und Hamburg. Doch für zwei Männer endet sie damit, dass sie den Zug in Handschellen verlassen. Sie werden festgenommen. Auch einen dritten Mann nehmen die Beamten des Landeskriminalamtes fest – an seinem Wohnort. Er ist gerade als Freigänger unterwegs, der eine dreieinhalbjährige Haftstrafe verbüßt. Wegen Steuerhinterziehung.

Was wird ihm und den anderen beiden Männern vorgeworfen? Es geht – wie bei einem der drei Männer schon einmal – um Steuerhinterziehung. Im ganz großem Stil. Deswegen greifen die Beamten des LKA und der Steuerfahndung zu.

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Steuern im großen Stil hinterzogen: Landeskriminalamt und Steuerfahndung vollstrecken Haftbefehle

Wie die Finanzbehörde in Hamburg am Freitag, 10. Juni 2022, mitgeteilt hat, liegt die Vollstreckung der Haftbefehle gegen die beiden Männer, die im Zug zwischen Berlin und der Hansestadt Hamburg unterwegs waren, bereits rund eine knappe Woche zurück. Bei der Durchsuchung von Wohn- und Betriebsräumen seien nach Aussage der Hamburger Finanzbehörde unter anderem 70.000 Euro in bar sichergestellt worden. Zudem seien im Zuge der Verhaftungen auch Bankkonten mit rund 3,5 Millionen Euro beschlagnahmt worden.

Handschellen sind an einem Gürtel eines Polizisten befestigt.
Festnahme: Für ein Trio endet ihre eineinhalbjährige Hinterziehung von Umsatzsteuern in Haft. (Symbolbild) © Karina Hessland/imago

Der Vorwurf, der den drei Männern gemacht wird, lautet: Umsatzsteuzerhinterziehung. Wie die Finanzbehörde erklärt, hätten die drei Männer Mitte 2020 eine Firma gegründet – zum Handel von nachhaltigen Altspeiseölen und -fetten, die in der Industrie zur Herstellung von Biodiesel genutzt werden.

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Wie das Landeskriminalamt und die Steuerfahndung ermittelt haben, kauften die Männer im Alter von 41, 66 und 67 Jahren die Waren in Osteuropa, um sie dann an Biodiesel-Hersteller in ganz Deutschland weiterzuverkaufen.

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Dabei schalteten sie Scheinfirmen in die Rechnungsketten ein, um so an der Zahlung der Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent vorbeizukommen. Binnen eineinhalb Jahren machten sie rund 40 Millionen Euro Umsatz und hinterzogen dabei 7,5 Millionen Euro Steuern Doch nicht nur das: Die drei Männer sollen gegenüber den Biodiesel-Herstellern auch noch falsche Angaben gemacht haben: Statt Altspeiseöl lieferten sie billiges Soja- und Rapsöl. (mit dpa-Material)

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