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Michael Westhagemann (parteilos): Für Wirtschaft und Innovation

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Von: Dagmar Schlenz

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Der parteilose Michael Westhagemann treibt seit 2018 als Senator für Wirtschaft und Innovation den wirtschaftlichen Wandel in der Hansestadt Hamburg voran.

Hamburg – Michael Westhagemann wurde am 9. August 1957 in Beckum im Münsterland geboren. In seiner Jugend war er passionierter Schwimmer und bei den Pfadfindern aktiv. Nach diversen beruflichen Stationen kam Westhagemann 2003 als Siemens CEO für die Region Nord nach Hamburg. In die Politik wechselte der parteilose Manager erst im Jahr 2018, als ihm Peter Tschentscher, der erste Bürgermeister von Hamburg, die Position als Wirtschaftssenator anbot.

Name:Michael Westhagemann
Geburtstag und Geburtsort9. August 1957 in Beckum
Partei:parteilos
Amt:Senator für Wirtschaft und Innovation in Hamburg

Michael Westhagemann (parteilos): Senator für Wirtschaft und Innovation in Hamburg

Eigentlich war Michael Westhagemann schon fast im Ruhestand, als er 2018 gefragt wurde, ob er die Nachfolge von Frank Horch als Hamburger Wirtschaftssenator antreten wolle. Westhagemann war gerade bei Siemens ausgeschieden und hatte ein Beraterbüro in der Hansestadt Hamburg eröffnet. Ein Wechsel in die Politik war für ihn zu dem Zeitpunkt keine Option mehr, so Westhagemann in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Aber als das Angebot von Peter Tschentscher persönlich kam, nahm er nach kurzem Zögern an.

Michael Westhagemann mit warmer Jacke und schwarzer Mütze an der Elbe, im Hintergrund ein Containerschiff. Der parteilose Politiker ist seit 2018 Senator für Wissenschaft und Innovation in Hamburg – seine Behörde ist auch für den Hamburger Hafen zuständig.
Michael Westhagemann ist seit 2018 Senator für Wissenschaft und Innovation in Hamburg. Die von ihm geleitete Behörde ist auch für den Hamburger Hafen zuständig. © Marcus Brandt/dpa

Die von Westhagemann geleitete Behörde ist nicht nur für Wirtschaftspolitik und Innovationsförderung zuständig, sondern auch für den Hamburger Flughafen sowie für den Hafen Hamburg. Gerade für den Hafen hat die Wirtschaftsbehörde große Pläne – so soll im Rahmen des Hafenentwicklungsplans unter anderem ein Importterminal für grünen Wasserstoff gebaut werden.

Bei seinem Amtsantritt gehörte auch das Thema Verkehr zum Aufgabenbereich von Michael Westhagemann. Eines seiner Ziele war die Bekämpfung des Verkehrschaos auf Hamburgs Straßen. Diese Aufgabe hat er mittlerweile abgegeben, denn
nach der Bürgerschaftswahl 2020 wurde in Hamburg eine eigene Verkehrsbehörde geschaffen. Diese wird seitdem von dem Grünenpolitiker Anjes Tjarks geleitet, der Hamburg zur Fahrradstadt machen will.

Lebenslauf von Michael Westhagemann: Vom Starkstrom-Elektriker zum Manager bei Siemens

Michael Westhagemanns beruflicher Werdegang ist geprägt von vielen unterschiedlichen Stationen, wie auch sein Lebenslauf auf der Internetseite der Behörde für Wirtschaft und Innovation zeigt. Nach der Mittleren Reife absolvierte Westhagemann zunächst eine Ausbildung zum Starkstrom-Elektriker.

Es folgten einige Jahre auf Montage, dann wurde Westhagemann in Paderborn sesshaft, machte sein Fachabitur und studierte Informatik an der Fachhochschule in Paderborn. In der westfälischen Stadt lernte er den Unternehmer und Computerpionier Heinz Nixdorf kennen. Diese Begegnung lenkte Michael Westhagemann berufliche Laufbahn in eine neue Richtung.

Westhagemann bekam eine Stelle bei der Firma Nixdorf und verkaufte für diese einige Jahre Telekommunikationssysteme in Asien. Ab Anfang der 90er Jahre war Michael Westhagemann nach der Übernahme von Nixdorf durch Siemens in verschiedenen leitenden Positionen tätig. Als Regional-Geschäftsverantwortlicher für den Mittleren Osten und Afrika arbeitete er häufig im Ausland.

Im Jahr 2003 schickte Siemens den Manager dann als CEO Region Nord nach Hamburg, wo er für den Konzern unter anderem den Ausbau der Windkraft vorantrieb. Seine erfolgreiche Tätigkeit für Siemens beendete Westhagemann 2017 auf eigenen Wunsch und gründete ein Beraterbüro.

Politische Karriere: Wie der Michael Westhagemann Wirtschaftssenator wurde

Der Ruf aus der Politik kam für Michael Westhagemann etwas überraschend. Nach dem freiwilligen Ausscheiden von Frank Horch als Wirtschaftssenator war man in der Hansestadt auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Der Ex-Manager Westhagemann, der sich während seiner Zeit bei Siemens in der Hamburger Wirtschaft einen Namen gemacht hatte, war schon früh im Gespräch für das Amt. Doch Westhagemann, der bisher nicht in der Politik tätig war, schloss ein politisches Amt für sich zunächst aus – er hatte andere Pläne.

Kein Geringerer als Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hakte noch einmal nach, denn Michael Westhagemann galt als idealer Kandidat. Er kannte sich in den Zukunftsthemen der Wirtschaft wie der Energiewende und der Digitalisierung bestens aus. Bei einem persönlichen Treffen konnte Peter Tschentscher den Ex-Siemens-CEO schließlich doch für das Amt und eine politische Karriere gewinnen. Und so wurde Michael Westhagemann am 1. November 2018 Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg.

Michael Westhagemann: Der Hamburger Wirtschaftssenator privat

Michael Westhagemann ist verheiratet – seine Frau lernte er bereits als Jugendlicher in seiner Heimatstadt Beckum kennen. Die beiden sind seit über 30 Jahren verheiratet und haben zwei gemeinsame Töchter. Das Paar lebt seit 2003 in der Hansestadt Hamburg.

Mittlerweile sind Michael Westhagemann und seine Frau Marie-Luise zweifache Großeltern. In Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt erzählt der bodenständige Hamburger Senator, dass er privat gerne seine Familie bekocht – dann gibt es Steaks und Wein. Gemeinsame Abende mit der Familie sind seit seinem Wechsel in die Politik seltener geworden, daher genießt er sie umso mehr. Im Urlaub zieht es ihn in die Ferne, verrät Westhagemann im März 2019 gegenüber dem Pinneberger Tageblatt, am liebsten nach Asien.

Der Wirtschaftssenator ist nicht der einzige Wahl-Hamburger im Senat. So stammt beispielsweise sein Kollege Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen. Innensenator Andy Grote (SPD) zog es vom Teuteburger Wald an die Elbe und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) wurde in Bad-Oldesloe in Schleswig-Holstein geboren.

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