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Krankheitsbedingte Ausfälle beim Metronom: Weitere Züge von und nach Hamburg fallen aus

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Von: Kevin Goonewardena

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Wegen hoher Krankenstände unter den Lokführern fallen über die Feiertage zahlreiche Metronom-Züge von und nach Hamburg aus. Auch Hochbahn und erixx betroffen.

Uelzen/Hamburg – Angesichts zahlreicher Krankmeldungen beim Zugpersonal warnt der Regionalbahnbetreiber Metronom für die Weihnachtsfeiertage bis in das neue Jahr hinein vor zusätzlichen Zugausfällen. Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens könne sich der stark erhöhte Krankenstand noch verstärken, teilte das Unternehmen im niedersächsischen Uelzen mit. Dies könne dann zu weiteren, kurzfristigen Zugausfällen auf allen Metronom-Strecken führen.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD, seit 2017)

Metronom: Mehr als zehn Prozent der Lokführer aktuell krankgemeldet

Aktuell sind mehr als zehn Prozent der Lokführer des Unternehmens krankgemeldet. Zwar werde versucht, die krankheitsbedingten offenen Schichten zügig nachzubesetzen. Wegen der tagesaktuellen Planung lasse es sich aber nicht vorhersagen, welche Verbindungen wegen fehlendem Personal ausfallen werden, teilte der Metronom mit. Fahrgäste sollten sich deshalb vor einer Reise über die Fahrplanauskunft im Internet über ihre Verbindungen informieren. Der Metronom fährt etwa zwischen Bremen und Hamburg sowie zwischen Hamburg und Hannover.

Ein Zug der Metronom Eisenbahngesellschaft steht auf Gleis 13 vom Hamburger Hauptbahnhof.
Ein Zug der Eisenbahngesellschaft Metronom verlässt den Hamburger Hauptbahnhof. Bis ins kommende Jahr ist dieses Bild wohl seltener zu sehen – wegen eines erhöhten Krankenstands fallen im ganzen Streckennetz Verbindungen aus. © Hanno Bode / Imago

Hochbahn Hamburg: Hoher Krankenstand führt zu reduziertem Fahrplan

Auch bei der Hamburger Hochbahn macht sich der erhöhte Krankenstand im Fahrplan bemerkbar. Das städtische Unternehmen betreibt die Busse und U-Bahn-Linien in der Hansestadt und betreibt auf insgesamt mehreren hundert Linien mehr als eine Million Fahrgäste pro Tag. Der Krankenstand sei demnach um vier Prozentpunkte höher, als im Vorjahr und führe zu einem reduzierten Fahrplan, wie ein Sprecher der Hochbahn der Tageszeitung Hamburger Abendblatt gegenüber sagte. Einschränkungen gebe es demnach bei den stark frequentierten Buslinien 5 und 6. Diese würden allerdings nicht weiter ins Gewicht fallen, da der Takt der beiden Linien ohnehin sehr dicht sei. Die Metrobuslinie 5 ist mit 60.000 Fahrgästen täglich sogar die meist genutzte Buslinie Deutschlands überhaupt. Ob die Ausfälle Auswirkungen auf den Sonderfahrplan zu Silvester 2022 haben werden, ist nicht bekannt.

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Erixx: Weitere Ausfälle zwischen Kiel, Lübeck und Lüneburg

Weiterhin zu Ausfällen kommt es auf den Bahnstrecken Kiel – LübeckLüneburg der Linien RE83 und RB84, die erst zum Monatsanfang durch das Unternehmen erixx übernommen wurden. Erixx Stammgebiet waren bis dahin die Regionen Lüneburger Heide, Harz und Braunschweig. „Aktuell sind über 13 Prozent der Lokführer sowie zahlreiche Mitarbeiter in betriebsrelevanten Verwaltungsbereichen erkrankt“, teilte erixx Holstein bereits am vergangenen Freitag mit. Auch hier rechnet man mit einer weiteren Erhöhung des Krankheitsstandes und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Fahrplan bis in das kommende Jahr hinein. (mit Material der DPA)

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