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Melanie Schlotzhauer: Hamburgs neue Sozialsenatorin

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Melanie Schlotzhauer (SPD) legt durch eine Senatsumbildung ihr Amt als Staatsrätin für Gesundheit nieder und wird neue Senatorin der Sozialbehörde.

Hamburg – Eine Unbekannte ist sie in den Büros und Fluren der Sozialbehörde in Hamburg keineswegs: Als Staatsrätin für Gesundheit kennt Melanie Schlotzhauer (SPD) die Behörde und ihre Mitarbeiter in- und auswendig. Jetzt wird die Hamburgerin durch das Umbilden des Senats die neue Leiterin der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration. Diese Aufgabe wird sie ab dem 15. Dezember 2022 übernehmen. Über diese Senatsumbildung informierte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher am 28. November 2022 in der Hansestadt Hamburg die Bürgerinnen und Bürger.

Name:Melanie Schlotzhauer
Partei:SPD
Geburtsort:Hamburg
Geburtsjahr:1971

Den Job als Gesundheits-Staatsrätin übt Melanie Schlotzhauer seit dem 11. Juni 2020 aus – jetzt ist sie die designierte Sozialsenatorin in Hamburg. Hamburgs Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD) gab diese Umbildung des rot-grünen Senats zuvor bekannt. Mit der neuen Sozialsenatorin werden weitere Personen in den Senat einziehen beziehungsweise – wie bei der jetzigen Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) – in neue Positionen wechseln.

Melanie Schlotzhauer und ihre neue Aufgabe als Sozialsenatorin

Melanie Leonhard wird nämlich nach sieben Jahren als Sozialsenatorin das Amt von Michael Westhagemann (parteilos) übernehmen und Wirtschaftssenatorin werden. Karen Pein wird neue Stadtentwicklungssenatorin. Und Tim Angerer wird nun anstelle von Melanie Schlotzhauer den Posten des Staatsrates für Gesundheit übernehmen.

Senatsumbildung zum 15. Dezember 2022 im neuen Hamburger Senat

Sozialsenatorin Melanie Leonhard wird neue Wirtschaftssenatorin

Staatsrätin für Gesundheit Melanie Schlotzhauer wird neue Sozialsenatorin

Karen Pein wird die neue Senatorin für Stadtentwicklung

Tim Angerer wird der neue Staatsrat für Gesundheit

Dr. Dorothee Stapelfeldt und Michael Westhagemann geben ihre Amtsposten als Senatorin für Stadtentwicklung und Wirtschaftssenator auf eigenen Wunsch ab.

Dorothee Stapelfeldt und Michael Westhagemann geben ihre Amtsposten als Senatorin für Stadtentwicklung und Wirtschaftssenator auf eigenen Wunsch ab. Bei der Bekanntgabe über den Amtsabtritt sprach Dorothee Stapelfeldt über ihre 36 Jahre Politik in Hamburg. Auch Michael Westhagemann zog eine kurze, aber intensive Bilanz seiner Amtszeit und schloss mit dem Satz: „Für mich war es eine Ehre. Danke.“

„Gemeinsame Impulse setzen“: Melanie Schlotzhauer und ihr Team in der Sozialbehörde

Mit dem nötigen Respekt geht auch Melanie Schlotzhauer ihre neue Stelle an, wie sie in ihrem Statement im Rathaus durchklingen ließ. Sie unterstrich, dass die Themen der Sozialbehörde für alle Menschen in Hamburg wichtig seien und alle angehen, nannte dabei insbesondere: „frühkindliche Bildung, Kindestagesbetreuung, Arbeitsmarktpolitik, Integration von Geflüchteten und die gesundheitliche Versorgung“. Schlotzhauer verfügt über Erfahrungen als Staatsrätin für Gesundheit – und damit die Nummer 2 in der Behörden-Hierachie – und war zuvor unter anderem in der Arbeitsmarktpolitik tätig.

Melanie Schlotzhauer (SPD), ist Gesundheits-Staatsrätin und designierte Sozialsenatorin in Hamburg. Sie gibt bei der Bekanntgabe zur Senatsumbildung am 28. November 2022 im Rathaus ein Statement ab. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher (SPD) hat eine Umbildung des rot-grünen Senats vorher bekanntgegeben.
Melanie Schlotzhauer (SPD) ist Gesundheits-Staatsrätin und designierte Sozialsenatorin in Hamburg. © Jonas Walzberg/dpa

Sie möchte ihr bisheriges Arbeitsfeld Gesundheit jetzt mit den Herausforderungen der Arbeitsmarktpolitik vereinen und zu guten Ergebnissen mit allen Gesprächspartnern der involvierten Institutionen kommen. Sie schloss ihr Statement mit den Worten: „Ich möchte, dass wir die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortsetzen, dass wir gemeinsame Impulse setzen werden, dass Absprachen gelten und dass wir auch Kurs halten.“

Melanie Schlotzhauer wird die Sozialbehörde ab 15. Dezember 2022 weiterhin mit der Staatsrätin Petra Lotzkat leiten. Sie war in den vergangenen Jahren ihr innerbehördliches Pendant in der Abteilung Soziales. Bürgermeister Tschentscher unterstrich bei der Bekanntgabe, Lotzkat sei besonders gut für die Bereiche Soziales und Integration aufgestellt. Der neuen Senatorin Schlotzhauer bescheinigte er eine hohe Kompetenz, was vor allem durch ihre Arbeit als Staatsrätin während der Corona-Pandemie deutlich geworden wäre.

Von der Fachhochschule bis zur Senatorin: Der Werdegang von Melanie Schlotzhauer

Melanie Schlotzhauer, die nach der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung von 1991 bis 1994 mit dem Diplom Verwaltungswirtin (FH) abschloss, nahm danach verschiedene Ämter und Positionen ein. Sie war zunächst Mitarbeiterin bei der Agentur für Arbeit. Währenddessen widmete sie sich von 1995 bis 1997 einem Studium der Volkswirtschaftslehre.

Nach ein paar Jahren, in der sie sich nur für ihre Familie etwas Zeit nahm, startete sie 2002 an der Fernuniversität in Hagen und schloss drei Jahre später als Politikwissenschaftlerin B.A. (Bachelor of Arts) ab. Es folgten weitere Tätigkeiten. Unter anderem die Leitung des Berufsbildungswerkes und nach einem weiteren Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften übernahm die Hamburgerin die Geschäftsführung beim Perspektiv-Kontor Hamburg – einer gemeinnützigen Unternehmensgruppe, die mit besonderem sozialen Schwerpunkt Menschen dabei unterstützt, ihren Weg in Beruf und Beschäftigung zu finden.

Melanie Schlotzhauer ist Mitglied der SPD in Hamburg. Sie war von 2009 bis 2013 Kreisvorsitzende in Altona. Ihr Mandat in der Bezirksversammlung Altona legte sie allerdings am 31. Dezember 2011 nieder.

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