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Mehr Unterkünfte für Ukraine-Flüchtlinge: Hamburg schafft 2000 neue Plätze

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Von: Jan Knötzsch

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Die Zahl der Menschen, die vor dem Ukraine-Krieg aus ihrer Heimat geflüchtet sind, ist groß. Auch in Hamburg. Die Stadt regiert nun auf Engpässe.

Hamburg – Inzwischen ist es fast ein halbes Jahr, das seit dem Beginn des Konflikts in der Ukraine vergangen ist, den der russische Präsident Wladimir Putin heraufbeschworen hat. Tag für Tag dringen grausame Bilder und Nachrichten des Ukraine-Kriegs in die weite Welt. Bis nach Hamburg, wo der Konflikt vielleicht noch einmal eine Spur intensiver verfolgt wird – weil mit Wladimir Klitschko ein ehemaliger Wahlhamburger als Bürgermeistervon Kiew in der Ukraine vom Krieg betroffen ist. Kurz nach dem Beginn des Kriegs hat sich Klitschko in einem emotionalen Video an die Bürger gewandt, später schloss Klitschko nicht aus, selbst zur Waffe zu greifen, wenn dies im Ukraine-Krieg nötig wäre.

Doch auch an anderer Stelle ist die Hansestadt Hamburg vom Krieg betroffen. Dann, wenn es um die Flüchtlinge aus dem Krieg in der Ukraine geht. Etliche Menschen haben in Folge der Konflikte ihre Heimat verlassen und sind aus der Ukraine geflüchtet. Viele von ihnen nach Hamburg. Dort wird der Platz zur Unterbringung der Geflüchteten knapp. Darauf reagiert die Stadt Hamburg jetzt.

Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen in Hamburg: Stadt prüft bereits weitere Alternativen

In den vergangenen Wochen und Monaten ist die Zahl der Ukraine-Geflüchteten in Hamburg immer größer geworden. Die Stadt konnte viele davon unterbringen, allerdings nicht alle – neue Unterkünfte mussten und müssen noch immer geschaffen werden. Nachdem in der ersten Phase des Ukraine-Kriegs viele Ukraine-Flüchtlinge in den Messehallen untergebracht wurden, war auch die irgendwann voll. Der Platz zur Unterbringung der Flüchtlinge aus der Ukraine in Hamburg ist nicht unendlich vorhanden – daran ändert auch die Unterbringung von Ukraine-Geflüchteten in privaten Haushalten in Hamburg nichts. Zuletzt wurden dafür, dass die Ukraine-Flüchtlinge in Hamburg ein Dach über dem Kopf haben, verstärkt auch Turnhallen, Hotels und Wohnkomplexe genutzt. Klar aber ist: Es müssen weitere Alternativen zur Unterbringung der Ukraine-Flüchtlinge in Hamburg her.

Betten in einer Flüchtlingsunterkunft, auf denen Flüchtlinge aus der Ukraine liegen.
In Hamburg wird der Platz für Ukraine-Geflüchtete knapp – jetzt reagiert die Stadt. (Symbolbild) © Reichwein/imago

Das hat nun auch die Stadt Hamburg selbst erkannt – und handelt: Angesichts des anhaltenden Zuzugs von Flüchtlingen aus der Ukraine, die in der Stadt von Alster und Elbe Schutz suchen, wird Hamburg bis Ende des Jahres 2022 mindestens weitere 2000 Plätze für Flüchtlinge in öffentlicher Unterbringung schaffen. Das hat die Stadt bekannt gegeben. Diese Zahl ergebe sich allein aus den aktuell entschiedenen oder bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur Erweiterung der Unterbringungskapazität, sagte Martin Helfrich, der Sprecher der Hamburger Sozialbehörde, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

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Allerdings sei dieser Zuwachs an Plätzen „angesichts der kontinuierlichen Zugangszahlen nach wie vor nicht ausreichend“, muss auch Martin Helfrich konstatierten. Deshalb, so der Behördensprecher via dpa, arbeite die Stadt mit Hochdruck daran, weiteren Raum oder Flächen zu finden. Mehrere Dutzend Objekte würden derzeit näher geprüft, ob sie dafür infrage kommen, künftig für Geflüchtete aus der Ukraine zu einer – zumindest vorübergehenden – Heimat zu werden. (mit dpa-Material)

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