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Maskenstreit an Winterhuder Reformschule: Polizei holt Schüler aus Unterricht

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Von: Elias Bartl

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Die Winterhuder Reformschule, an der Meerweinstraße.
Die Winterhuder Reformschule, an der Meerweinstraße. © Elias Bartl

Ein Schüler der Oberstufe an der Stadtteilschule Winterhude weigerte sich zum wiederholten Male eine Maske im Unterricht zu tragen. Erst als die Polizei kam, verließ er das Schulgelände.

Hamburg – Besonders für Schüler ist die Coronazeit keine leichte Zeit. So kam es an der Stadtteilschule Winterhude zum wiederholten Male zum Streit um das Tragen einer Maske mit einem 18-jährigen Schüler der Oberstufe. Dieses Mal eskalierte die Auseinandersetzung zwischen Schüler und Lehrer so stark, dass die Polizei Hamburg hinzugezogen werden musste.

Bereits am Dienstagvormittag, 1. Februar 2022, ereignete sich die Situation. Die Lehrer verwiesen den Schüler des Schulgeländes, da er sich trotz vorherigen Schlichtungsgesprächen mit Lehrern und der Schulleiterin zum wiederholten Male nicht an die geltende Maskenpflicht hielt. Als er dem Verweis nicht nach kam, wurde die Polizei hinzugezogen. Nur in Begleitung der Beamten verließ der 18-Jährige das Schulgelände.

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Maskenstreit an der Winterhuder Reformschule: Schüler von Polizei aus dem Unterricht geholt

Aus dem Umfeld des Schülers heißt es, dass er ein Attest hat, welches ihn von der Maskenpflicht befreit. Dies konnte weder die Schulbehörde, noch die Polizei bestätigen oder dementieren. In einem Schreiben der Schulleiterin, an den Oberstufenschüler heißt es: „hiermit teile ich Dir mit, dass ich Dich bis einschließlich 10.02.2022 nach HmbSG § 49 (9) vorläufig beurlaube, da aufgrund Deines Verhaltens die Aufrechterhaltung eines geordneten Schullebens nicht gewährleistet werden kann.“

Weiter: „Trotz unserer Vereinbarung im gemeinsamen Gütegespräch am 16.12.2021 weigerst du dich wiederholt der Maskenpflicht im Unterricht nachzukommen, sodass die Schulleitung bereits ihr Hausrecht mithilfe der Polizei ausüben musste. Auch nach diesem Vorfall verweigerst du weiterhin das ordnungsgemäße Tragen der medizinischen Maske, verlässt auf Aufforderung das Schulgebäude nicht und nimmst damit wissentlich die Gefährdung der Mitmenschen in Kauf.“

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Weil er sich weigert, eine Maske zu tragen: Schüler erwartet Bußgeld

Die Schulbehörde wollte sich zu dem Fall nicht äußern, schreibt aber: Grundsätzlich können Schülerinnen und Schüler des Geländes verweisen werden, wenn sie sich weigern, die Vorgaben des Muster-Corona-Hygieneplans zu befolgen. Wer deshalb Unterricht versäumt, begeht eine Schulpflichtverletzung, wie sie grundsätzlich mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Wie es in dem Streit um die Maskenpflicht weitergeht, entscheidet nun eine Klassenkonferenz. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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