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Moin Maskenpflicht: Wie sich die Hamburger nun offiziell bedeckt halten dürfen – Coronavirus was geht?

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Erst war es nur eine hanseatische Empfehlung, jetzt ist es ein deutsches Muss: Ab Montag wird das Tragen einer Maske auch in Hamburg Pflicht. Was diese Entscheidung konkret für die Hamburgerinnen und Hamburger bedeutet und wie man jetzt noch an Masken in Hamburg kommt.

  • Mittlerweile setzen alle Bundesländer im Kampf gegen die Coronavirus-Sars-Cov-2-Pandemie auf die Maskenpflicht.
  • Gestern kündigte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher die Maskenpflicht bereits in Hamburg an.
  • Ab Montag wird das Tragen einer Maske in Hamburg also Pflicht - so reagieren Hamburger und Hamburgerinnen.

Update vom 22. April, 18:28: Mittlerweile ist es in allen deutschen Bundesländern beschlossene Sache: Die Maskenpflicht wird ab Montag deutschlandweit greifen*. Bremen war das letzte Bundesland, das am Mittwoch, dem 22. April, eine Maskenpflicht ankündigte.

Kampf gegen das Coronavirus: Die Maskenpflicht erreicht auch Hamburg

Erstmeldung vom 22. April, 15:38 Uhr: Hamburg - Es war nur eine Frage der Zeit, bis Hamburg dem Beispiel anderer Städte im Kampf gegen das Coronavirus folgt: Jetzt ist die Maskenpflicht auch in der Hansestadt angekommen. Scheinbar wurde die reine Empfehlung zum Tragen einer Maske von den Hamburgerinnen und Hamburgern nicht ernst genug genommen. „Unser Eindruck ist, dass das noch nicht so richtig durchgeschlagen hat, diese Empfehlung.“ kritisierte Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher gestern bei der Landespressekonferenz.

Maskenpflicht in Hamburg: an diesen Orten ist Mundschutz Pflicht

Grundsätzlich gilt die Mundschutzpflicht im Einzelhandel, im öffentlichen Nahverkehr und auf Wochenmärkten. Auch in Alten- und Pflegeheimen sind die Einwohner zum Tragen einer Atemschutzmaske verpflichtet. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind bisher aber Kinder bis zu drei Jahren. Draußen im Freien müssen die Masken nicht getragen werden - bei Dauerbenutzung bestünde, so Bürgermeister Peter Tschentscher, die Gefahr, dass die Masken durchfeuchten könnten. Hier sei Abstand also immer noch die sicherste Maßnahme, so berichtet die Mopo.

Schal, FFP-Maske, OP-Masken oder selbstgenäht? Diese Masken sind in Hamburg erlaubt

Nach Informationen des Nordeutschen Rundfunkts (NDR) muss beim Tragen der Atemschutzmasken beachtet werden, dass diese Mund und Nase bedecken - möglich sind dabei also auch selbst genähte Masken, Schals oder Tücher, solange diese um Mund und Nase gewickelt werden. Auch gekaufte OP-Masken oder Masken aus dem Baumarkt sind erlaubt. FFP2- und FFP3-Masken, also medizinische Masken, sollten vermieden werden, da sie größtenteils für medizinisches Personal vorgesehen sind.

Maskenpflicht in Hamburg - wo kauft man die Atemschutzmasken am besten?

Der Markt für Atemschutzmasken wächst stetig weiter - denn aufgrund vermehrter Maskenpflicht im Rahmen der Coronavirs-Krise steigt auch die Nachfrage. Immer mehr Betriebe oder Läden stellen auf die Produktion von Atemschutzmasken um - so beispiel auch der Hamburger Online-Versandhandel About You. Auch das bekannte norddeutsche Mediengesicht Fynn Kliemann stellte seine Klamottenproduktion erst kürzlich um und verkauft in seinem Online-Shop nun Masken. Ähnlich macht es das Hamburger Unternehmen Goldeimer zusätzlich zu recyceltem Toilettenpapier bietet Goldeimer nun ebenfalls Masken auf der Website an.

Auch im Hamburger Einzelhandel sollen Atemschutzmasken bald angeboten werden: „Für mich ist auch wichtig gewesen, dass wir jetzt vom Einzelhandel Signale bekommen, dass diese Masken im großen Umfang auch in das reguläre Sortiment aufgenommen werden“, sagt Tschentscher.

Maskenpflicht in Hamburg – So reagieren Hamburgerinnen und Hamburger darauf

Nach der gestrigen Ankündigung der Maskenpflicht in Hamburg reagierten die Hamburger im Netz unterschiedlich auf die verschärften Maßnahmen. Skeptiker kritisieren beispielsweise die hohen Preise der Masken - “Ich frage mich wie bitte sollen sich Leute die nicht viel Geld haben (ja die gibts)☺ täglich neue Masken kaufen?“ schreibt eine Instagram-Nutzerin unter einem Post des NDR. Andere sorgen sich darüber, dass es nicht genug Masken für alle geben könnte. „Herr Tschentscher bitte sorgen Sie dafür das jeder einen Mundschutz erhält.“, schreibt eine weitere Nutzerin. Grundsätzlich scheinen viele die Maßnahmen jedoch zu befürworten.

#maskeauf – Diese Influencer aus Hamburg plädieren für Maskenpflicht

In den sozialen Medien plädieren nicht erst seit der Maskenpflicht viele Influencer und Influencerinnen für das Tragen eines Mundschutzes. Unter dem Hashtag „Maskeauf" finden sich mittlerweise zahlreiche Beiträge von Personen, die diese Maßnahmen befürworten. Beispielsweise auch die gebürtige Hamburgerin und Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

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Leute, #maskeauf. Es hilft wirklich. Tuch, Schal, Shirt, selbstgemacht alles ist besser als nichts. Medizinische Masken gehören in die Medizin, für alle anderen also: Selber machen und nutzen wenn ihr im Kontakt mit anderen seid - genau das empfehlen Expert*innen. Es geht nicht primär darum euch vor anderen zu schützen - sondern andere vor Ansteckung durch euch zu schützen - falls ihr #corona habt. Und ja, jetzt kann man sofort denken, dass man doch nicht krank unter Leute gehen würde. Ist aber Quatsch. Einerseits weiß man oft nicht, dass man krank ist - andererseits wollt ihr ja auch, dass andere Masken tragen um euch zu schützen. Also los. Alle Infos zu DIY Masken und den medizinischen Hintergründen findet ihr auf maskeauf.de 😷 #maskeauf und dann weitersagen!

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Rubriklistenbild: © 24hamburg.de-Bildmontage/Goldeimer Hamburg

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