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Mann ersticht Schwester – knapp sechs Jahre Freiheitsstrafe

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Von: Elias Bartl

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Der Angeklagte (mit Ordner vor dem Gesicht) sitzt im Gerichtssaal neben seinem Anwalt Robert A. Funk (r) kurz vor der Urteilsverkündung.
Der Angeklagte (mit Ordner vor dem Gesicht) sitzt im Gerichtssaal neben seinem Anwalt Robert A. Funk (r) kurz vor der Urteilsverkündung. © Georg Wendt/DPA

Mit dem Küchenmesser hat ein 54-Jähriger seine Schwester im gemeinsamen Elternhaus erstochen. Das Hamburger Landgericht verurteilte ihn zu fast sechs Jahren Haft.

Hamburg – Weil er seine Schwester mit Dutzenden Messerstichen getötet hatte, ist ein 54-Jähriger in Hamburg zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt worden. „Das, was hier passiert ist, ist etwas Furchtbares“, sagte die Vorsitzende Richterin Birgit Woitas am Mittwoch. Nach Überzeugung des Landgerichts stach der Angeklagte am Morgen des 17. Februar mit einem Küchenmesser wuchtig und in schneller Folge auf die 55-Jährige ein.

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Das Opfer war am Tatort im früheren Elternhaus in Hamburg-Bergedorf verblutet. Wegen der Immobilie, die die Geschwister geerbt hatten, kam es immer wieder zu Streitigkeiten. Kurz vor der Tat hatten sie das Haus verkauft. Nach den Messerstichen war der Bruder geflüchtet und hatte sich vor ein fahrendes Auto geworfen, woraufhin er verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Vater fand die Leiche seiner Tochter im Wohnzimmer. Nebenkläger sind die Kinder der getöteten Frau.

Der Deutsche hatte die Tat bereits vor Gericht eingeräumt und Reue gezeigt. Es handele sich um einen einfachen Totschlag, weil keine Mordmerkmale vorlägen, sagte Woitas. Laut Gericht ist der 54-Jährige vermindert schuldfähig. Er habe im Affekt gehandelt. Zudem stellte ein psychiatrischer Gutachter eine krankhafte Persönlichkeitsstörung fest.

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