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Mahnwache in Hamburg: Teilnehmer gedenken getötetem Radfahrer

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Von: Anika Zuschke

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Dutzende Menschen haben an einem „Die-In“ für den am vergangenen Freitag von einem Lastwagen überrollten und dabei tödlich verletzten Radfahrer teilgenommen und sich mit ihren Fahrrädern für fünf Minuten auf die Unfallkreuzung gelegt.
Bei einer Mahnwache in Hamburg gedenken die Teilnehmer einem getöteten Fahrradfahrer. © Jonas Walzberg/dpa

Vor zwei Tagen starb ein Radfahrer nach dem Zusammenstoß mit einem Lkw in Barmbek. Heute gedenken knapp 70 Personen dem Verunfallten mit einer Mahnwache.

Hamburg – Am vergangenen Freitag, 29. Oktober ist es in Barmbek zu einem schrecklichen Unfall zwischen einem Fahrradfahrer und einem 40-Tonnen-Sattelzug gekommen. Dieser endete für den 47-jährigen Radfahrer tödlich. Am heutigen Sonntag, 31. Oktober gedenken fast 70 Menschen dem Verstorbenen mit einer Mahnwache in Barmbek und blockieren im Zuge dessen für kurze Zeit den Verkehr an der Unfallstelle.

Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord:Barmbek-Nord
Fläche:3,9 km²
Vorwahl:040
Bezirk:Hamburg-Nord

Regungslos liegen die Beteiligten in der Habichtstraße in Barmbek-Nord auf dem Asphalt – neben sich drapierten sie ihre Fahrräder, als wären sie in einen Unfall verwickelt gewesen. Am Straßenrand neben der Unfallstelle wurden Kerzen aufgestellt und Blumen abgelegt. Auf diese Weise wollen die Mahnwachen-Beteiligten dem verstorbenen Fahrradfahrer gedenken und ein Zeichen setzen.

Mahnwache in Barmbek-Nord für getöteten Radfahrer wurde von ADFC initiiert

Zu der „Die In“ genannten Mahnwache hat NDR zufolge der Fahrradclub ADFC aufgerufen. Rund 65 Menschen beteiligten sich und blockierten für fünf Minuten den Verkehr, teilte die Polizei mit. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb der ADFC Hamburg: „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freund*innen des Opfers.“

Auch die Verkehrsbehörde zeigte sich in einem Gespräch mit der Hamburger Morgenpost erschüttert: „Wir sind zutiefst bestürzt über den tragischen Unfall, der sich am vergangenen Freitag ereignet hat und sind nun zusammen mit der Verkehrsdirektion um die Aufklärung der genauen Umstände bemüht, die zur Zeit noch andauert“, äußerte Sprecher Dennis Krämer.

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Tödlicher Unfall in Hamburg-Barmbek: Reanimation am Unfallort bleibt erfolglos

Der 47-jährige Radfahrer ist am Freitag gegen 14:00 Uhr auf einem Fahrradstreifen unterwegs gewesen, als der Lkw-Fahrer ihn ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge bei einem Spurenwechsel übersah und von hinten überfuhr. Zunächst waren Rad und Fahrer unter dem Wagen eingeklemmt, Helfern gelang es aber, den Schwerverletzten auf den Fußweg zu ziehen.

Reanimationsversuche von Ersthelfern und Rettungskräften blieben jedoch ohne Erfolg. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lastwagenfahrer wurde von Notfallseelsorgern betreut.

In den letzten Tagen ist es in Hamburg vermehrt zu Unfällen dieser Art gekommen: Erst in der Nacht von Samstag auf den heutigen Sonntag wurde ein Mann auf St. Pauli von einem Auto erfasst. Bei einem Großeinsatz der Feuerwehr Hamburg nach einem Unfall mit einem Linienbus gab es mehrere Verletzte und auch in Billstedt krachte ein Auto in einen Linienbus – der Fahrer schwebt in Lebensgefahr. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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