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Laternenumzug 2021 in Hamburg – trotz Corona wieder möglich

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Von: Anika Zuschke

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Letztes Jahr mussten singende Kinder mit Laternen wegen Corona zu Hause bleiben. 2021 können Laternenumzüge in Hamburg wieder stattfinden – unter Vorbehalt.

Hamburg – Bald werden wieder zarte Kinderstimmen durch die Straßen hallen, die voller Inbrunst „Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ zum Besten geben. Denn nach einem Jahr Corona-Pause können im Jahr 2021 Laternenumzüge von Kitas, Kindergärten und Schulen endlich wieder stattfinden. Um den 11. November 2021 gedenken dieses Jahr in Hamburg also viele Katholiken mit bunt leuchtenden Papierlaternen wieder dem heiligen Martin.

Fest des heiligen Martin von Tours:Martinstag
Datum:Donnerstag, 11. November 2021
Synonyme:Sankt-Martins-Tag oder Martinsfest
Ableitung:Grablegung des Bischofs Martin von Tours am 11. November 397

Nachdem im Jahr 2020 die meisten Laternenumzüge aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden, sind diese im November 2021 wieder erlaubt. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte der Sprecher der Hamburger Schulbehörde, Peter Albrecht: „Der Schulbehörde – ebenso wie den bezirklichen Gesundheitsämtern – ist es ein wichtiges Anliegen, dass in diesem Jahr ein gemeinsames Laternenlaufen wieder möglich ist.“ Gewisse Regeln müssen aber auch 2021 beachtet werden.

Laternenumzug 2021 in Hamburg: Bestimmte Regeln müssen zu Sankt Martin beachtet werden

Herbst und Winter gelten als besonders erkältungsstarke Jahreszeiten – außerdem steigt momentan in der Hansestadt auch die Corona-Inzidenz wieder über 100. Deswegen müsse laut Albrecht beim Laternenlaufen der Infektionsschutz beachtet werden. Dieser schließt bei Umzügen zum 11. November 2021 die gleichen Regeln ein, die auch auf Veranstaltungen draußen und auf öffentlichen Wegen gelten, berichtet ndr.de.

Dazu gehört: Abstandsregeln zwischen den Teilnehmenden müssen eingehalten werden – eine Ausnahme gilt dabei nur für Familienmitglieder. Außerdem dürfen Personen mit Corona-Symptomen nicht an einem Laternenumzug teilnehmen, berichtet die Hamburger Schulbehörde laut ndr.de.

Ein kleiner Junge zieht zusammen mit anderen Kindern beim Sankt-Martins-Umzug mit Laternen durch die Straßen.
Diesen Winter können Laternenumzüge in Hamburg wieder stattfinden. (Symbolbild) © Britta Pedersen/dpa

In Hamburg darf ein Laternenumzug 2021 bis zu 500 Personen draußen umfassen

Bezüglich der Kapazitäten sind Veranstaltungen bis zu 500 Personen gestattet, bei über 500 Teilnehmenden ist ein gesondertes Schutzkonzept beim Gesundheitsamt einzureichen.

Auch bei den Hamburger Elbkindern – eine Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten – sind Laternenfeste 2021 wieder möglich, da diese zum Konzept der Außenveranstaltungen gezählt werden können. Als solches wird der Martinstag dieses Jahr auch gefeiert, denn: „Ein Laternenumzug durch den Stadtteil soll nicht stattfinden, vielmehr ein Laternenfest auf dem Grundstück der Kita“, erklärt Sprecherin Katrin Geyer gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk (NDR).

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Auch dort müssen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden und die Gäste sollen zeitversetzt erscheinen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig aufeinandertreffen. Für Kinder stellt der Martinstag häufig den Beginn der Weihnachtszeit dar – Heiligabend könnten wir dieses Jahr eventuell sogar unter einer weißen Schneedecke verbringen. Für eine ausgelassene Weihnachtsstimmung werden in Hamburg dieses Jahr aber auch der Winterdom und Weihnachtsmärkte sorgen können.

Was steckt hinter dem Martinstag: Wer war Sankt Martin von Tours überhaupt?

Aber wer war der Heilige Martin überhaupt und was hat es mit dem Martinstag auf sich? Martin von Tours wurde im Jahr 316 im heutigen Ungarn geboren und diente zunächst als Soldat in der Armee. Nachdem er sich zum Christentum bekannt hatte, beendetet er jedoch seinen Militärdienst und wurde zum Missionar.

Später zog sich Martin als Einsiedler auf eine Insel bei Genua zurück, zu dem Zeitpunkt galt er bereits als ein Heiliger Gottes. im Jahr 371 wurde er zum Bischof von Tour in Frankreich, wo er 26 Jahre später verstarb. Seine letzte Ruhestätte fand der Heilige Martin in der Kathedrale von Tours.

Die wohl bekannteste Geschichte um den Heiligen Bischof St. Martin ist die Teilung seines Mantels. Der Legende nach schnitt er als römischer Soldat dienend seinen Mantel im Winter entzwei, um den anderen Teil einem frierenden Bettler zu reichen. Wenig später soll ihm Jesus im Traum erschienen sein, anschließend ließ Martin sich christlich taufen, wurde Priester und lebte als Eremit. Bis heute nimmt Martin von Tours eine wichtige Rolle in der katholischen Tradition ein. Der Martinstag wird am 11. November gefeiert. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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