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Kritischer Wert überschritten! Corona-Lage in Hamburgs Krankenhäusern spitzt sich zu

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Von: Kevin Goonewardena

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Omikron breitet sich rasend aus, die Zahlen steigen täglich. Dazu kommt das schleppende Tempo bei den Booster-Impfungen. Wie sind die Hamburger Kliniken auf die kommenden Wochen vorbereitet?

Hamburg – Mit dem heutigen Dienstag hat die Hansestadt 1468 weitere mit dem Coronavirus infizierte Bürger zu beklagen, 145.810 haben sich somit insgesamt seit Beginn der Pandemie mit Covid19 infiziert. Der Inzidenzwert kletterte auf 463,3. Die Hospitalisierungsrate liegt aktuell bei 3,24, der kritische Wert von 3 ist damit überschritten. Kein anderes Bundesland verzeichnet aktuell je 100.000 Einwohner mehr Omikron-Fälle als Hamburg, nämlich 166. Das berichtet die Mopo. Alles Zahlen, die nichts Gutes für die kommenden Wochen erahnen lassen. Vor allem für die Krankenhäuser der Stadt, die bei einem Anstieg der Fälle auch mit einem Anstieg derer, die medizinische Versorgung benötigen, rechnen müssen. Doch wie bereiten sich das UKE und der Asklepios-Konzern eigentlich auf die immer rasantere Ausbreitung der Omikron-Variante vor?

Anzahl Krankenhäuser in Hamburg:35 (Mitglied in der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft)
Größtes Krankenhaus:Universitätsklinikum Eppendorf
Anzahl Krankenhausbetten in Hamburg:693,6 je 100.00 eionwohner (2019)
Anzahl Intensivbetten in Hamburg:565 (Stand 04.01.2022)

UKE: So ist die Lage in Hamburg größter Klinik

Intensivpfleger kümmern sich um einen Patienten
Intensivpfleger kümmern sich um einen Patienten. In Hamburg gibt es rund 560 Intensivbetten. Noch musste beispielsweise der Asklepios-Konzern keine Reservekapazitäten in seinen sieben Kliniken der Stadt antasten. Doch sind die Krankenhäuser der Stadt auch auf weitere Ausbreitung der Omikron-Variante vorbereitet? © Jens Büttner/dpa

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (kurz UKE) werden aktuell 37 Covid-Patienten behandelt, davon liegt knapp ein Drittel (12) auf der Intensivstation. „Die Bettkapazitäten für die Versorgung von Covid-19-Patienten können jederzeit durch Umwidmung ganzer Stationen aufgestockt werden“, so die Sprecherin der Klinik, Stefanie Gerling, gegenüber der Morgenpost. Man sei auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet, ließ die Klinik verlauten. Dazu sei ein Stufenplan entwickelt worden, berichtete die Tageszeitung.

Außerdem gebe es eine Taskforce, also so etwas wie eine Schnelleingreiftruppe. „Hier treffen sich Experten unter anderem aus den Bereichen Intensivmedizin, Krankenhaushygiene und Infektiologie. Sie beraten über die aktuelle Situation und passen Maßnahmen, falls nötig, der dynamischen Entwicklung und den Vorgaben der Behörden sowie den Empfehlungen des RKI an“, so Gerling gegenüber dem Blatt.

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Asklepios: Zwei Drittel aller Intensivpatienten Hamburgs in Kliniken der Kette

Der Hamburger Klinikkonzern Asklepios betreibt in seiner Heimatstadt sieben Kliniken, von Rissen bis Barmbek, von Nord bis Harburg ist der größte private Krankenhausbetreiber Deutschlands in Hamburg vertreten. Rund 400.000 Patienten werden jedes Jahr alleine an den Hamburger Standorten medizinisch versorgt.

Fast alle schwer erkrankten Covid-Patienten sind ungeimpft.

Matthias Eberenz, Sprecher Asklepios-Kliniken

Auf Nachfrage der Mopo sprach Matthias Eberenz, Sprecher der Asklepios, zwar von einer derzeit stabilen Lage in den Häusern des Konzerns. Allerdings sei derzeit eine Zunahme der Intensivpatienten zu beobachten. Zwei Drittel aller Intensivpatienten Hamburgs würden derzeit an den Standorten der Kette versorgt werden. Dennoch hätten die Reservekapazitäten der Häuser bisher nicht genutzt werden müssen, weiterhin ständen Intensivkapazitäten zur Verfügung. Eberenz sagte jedoch auch, dass das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus und damit auch für eine Entlastung des Klinikpersonals, die Impfung bleibe. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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