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Krieg in der Ukraine: Wohl auch Hamburger an Kampfhandlungen beteiligt

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Von: Kevin Goonewardena

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Auch aus Deutschland ziehen Menschen freiwillig in den Krieg in der Ukraine – so offenbar auch aus Hamburg. Freiwillige bekommen einen Schnellkurs.

Hamburg – Der Krieg in der Ukraine tobt seit Ende Februar 2022. Immer wieder heißt es, die russische Führung habe den Widerstand der ukrainischen Bevölkerung unterschätzt. Diese wehrt sich erbittert, auch mithilfe ausländischer Kräfte. Neben Neonazis, die aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, illegal in das Kriegsgebiet reisen, schließen sich Hunderte der sogenannten Ausländer-Legion der ukrainischen Streitkräfte an.

Insgesamt sind laut Presseberichten bereits annähernd 15.000 internationale Freiwillige in die Ukraine eingereist und sind der Ausländer-Legion beigetreten. Das berichtet der Nachrichtensender n-tv. Die Zeit spricht gar von 20.000 aus 52 Ländern. Darunter befinden sich neben dem Hamburger Boxer Igor Schewadsuzkij offenbar auch noch weitere Kämpfer aus Hamburg. Wie der NDR berichtet, sollen sich jeden Tag einige Menschen in Hamburg darüber informieren, wie sie sich der Ausländer-Legion anschließen können. Boxer Schewadsuzkij ist bereits in die Ukraine gereist, um seine Heimat gegen Russland zu verteidigen. Hamburgs Innensenator Andy Grote warnt derweil vor anti-russischer Stimmung.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen (Stand Dezember 2021)
StadtoberhauptErster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD, seit 2018)

Krieg in der Ukraine: Ausländische Kämpfer werden im Schnellkurs geschult

Freiwillige Kämpfer auf dem Weg in das Kriegsgebiet in der Ukraine
Bis zu 20.000 internationale Freiwillige sollen sich der Ausländer-Legion der ukrainischen Armee bereits angeschlossen haben. Auch aus Hamburg sollen sich bereits Kämpfer im Kriegsgebiet befinden. © Markus Schreiber/dpa

Während die Motive der Kampf-Interessierten unterschiedlich sind, müssen alle, die sich der Ausländer-Legion anschließen wollen, die gleichen Voraussetzungen erfüllen, um in der Ukraine zu kämpfen. Wie der NDR berichtet, müssen Interessierte etwa Ausweise und Führungszeugnis vorzeigen und würden zu ihrer Kampferfahrung befragt werden. In der Ukraine werden sie dann laut dem Bericht von der dortigen Armee empfangen und in einem Schnellkurs im Kampf geschult.

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Krieg in der Ukraine: Internationale Freiwillige sehen sich größter Armee der Welt gegenüber

Die freiwilligen Kämpfer aus Hamburg und anderswo stehen an der Seite der ukrainischen Armee im Kriegsgebiet einem zumindest nach Zahlen schier übermächtigen Gegner gegenüber. Laut dem International Institute for Strategic Studies in London stellen die russischen Streitkräfte die größte Streitmacht der Welt dar. 900.000 Soldaten und Soldatinnen und 2 Millionen Reservisten soll Heer, Marine und Luftwaffe Russlands umfassen.

Victoria Kononenko, Sprecherin der ukrainischen Botschaft, warnte bereits. Sie sagte, dass jedem klar sein müsse, wie gefährlich die gegenwärtige Lage in der Ukraine sei. *24hamburg.de, kreiszeitung.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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