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Ukraine-Krieg: Spannender Einblick – so leben Flüchtlinge in den Hamburger Messehallen

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Von: Sebastian Peters

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Der Krieg in der Ukraine tobt weiter. Auf ankommende Flüchtlinge ist Hamburg vorbereitet. 24hamburg.de durfte als Erstes in die Notunterkunft in den Messehallen blicken.

Hamburg – Der Krieg in der Ukraine* erschüttert die ganze Welt. Durch den Einmarsch russischer Kämpfer müssen immer mehr Ukrainer ihr eigenes Land verlassen. Um die Flucht vor den Bomben Putins so „einfach“ wie möglich zu gestalten, gibt es mehrere Hilfsangebote. Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass Personen mit einem ukrainischen Ausweisdokument die Fernzüge kostenlos nutzen dürfen. Der Hamburger Verkehrsverbund zog mit und übernahm kurzerhand diese Regelung für ihre Betriebsmittel. Seitdem kommen in der Hansestadt Hamburg immer mehr ukrainische Flüchtlinge an.

Krieg in der Ukraine: Das Deutsche Rote Kreuz packt an – ehrenamtlichen Helfer bauen Notunterkunft in den Messehallen auf

Notunterkunft in den Hamburger Messehallen
In den Hamburger Messehallen haben Arbeiter in wenigen Tagen eine Notunterkunft erbaut. © Sebastian Peters

Neben den Erleichterungen, die den geflohenen Ukrainer entgegenkommen, packt das Deutsche Rote Kreuz an. Dutzende Helfer sind am kompletten Wochenende dabei, eine Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine in den Hamburger Messehallen zu errichten. Darunter auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg – und das relativ spontan! Der „Marschbefehl“ zum Erbauen der Notunterkunft kam erst wenige Tage vorher. Bereits am Samstagabend, 5. März 2022, haben Helfer mehrere hundert Feldbetten in einer Halle aufgestellt. Dicht an dicht und ohne Schutz der Privatsphäre.

Unterkunft in Hamburg für Flüchtlinge
Notdürftig stehen in einer Halle Feldbetten bereit. © Sebastian Peters

Flüchtlinge aus der Ukraine in Hamburg: „Wir können bis zu 1.000 Flüchtlingen aktuell in der Halle unterbringen.“

Am Sonntag, 06. März 2022, wurde in einer weiteren Halle größer aufgefahren. Arbeitskräfte der Messe haben mit angepackt und auf einer enormen Fläche in wenigen Stunden unzählige Räume für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine erbaut. In jedem Raum können vier Personen schlafen. Der Kreisbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes, Matthias Moll, dazu: „Wir können bis zu 1.000 Flüchtlingen aktuell in der Halle unterbringen.“ Der Kreisbereitschaftsleiter weiter: „Das ist eine humanitäre Aufgabe, dafür ist man in solch ein Verein gegangen. Das ist eine ursprüngliche Rote-Kreuz-Aufgabe“, sagt er gegenüber 24hamburg.de.

Flüchtlingsunterkunft in der Messehallen in Hamburg
In jedem Raum werden vier Matratzen ausgelegt. © Sebastian Peters

Wann allerdings die ersten geflüchteten Personen in den Messehallen einziehen werden, ist auch den Helfern vor Ort unbekannt. „Das ist nicht abzuschätzen. Wir wissen im Moment nicht, wie viele mit dem ersten Schwung bei uns ankommen“, sagt Markus Kaminski, Pressesprecher DRK Kreisverband Hamburg-Altona und Mitte. Aber die Vermutung, dass in den nächsten Stunden oder Tage mehrere geflohenen Menschen in Hamburg eintreffen werden, ist hoch.

Auch für die Arbeiter der Hamburger Messe ist es kein Job, wie jeder andere. „Es ist gut, was für die Leute aus der Ukraine zu machen. Es ist aber traurig, dass es überhaupt so weit kommen musste“, sagte ein Monteur gegenüber 24hamburg.de. Fakt ist, das Deutsche Rote Kreuz ist in Hamburg bestens auf die Ankunft von mehreren geflohenen Personen vorbereitet. * 24hamburg.de, Kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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