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Kreuzimpfung? Wann Boostern? Wir beantworten alle Corona-Fragen

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Von: Robin Dittrich

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Die Corona-Pandemie hält ganz Deutschland in Atem. Da kann man schonmal den Überblick verlieren. Hier ist eine Übersicht über alle wichtigen Corona-Fragen.

Hamburg – Ein Leben ohne das Coronavirus ist heute gar nicht mehr vorstellbar. Wie war das nochmal vor drei Jahren? Für die meisten Menschen ist Corona seit Anfang 2020 das wichtigste Thema überhaupt. Und obwohl wir schon so lange damit zu tun haben, ergeben sich immer neue Fragen. Wann gelte ich als geimpft? Wann darf ich mich boostern lassen? Muss ich jetzt überall FFP2-Masken tragen? Wir geben Antworten! Bei einer Inzidenz von über 900 in Hamburg ist das unausweichlich.

Virus/Erkrankung:Coronavirus/Covid-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019

Kreuzimpfung oder den gleichen Impfstoff – was gilt beim Boostern?

Laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) ist eine Kreuzimpfung innerhalb der mRNA-Impfstoffe bei der Booster-Impfung möglich. Erforscht ist das aber leider noch nicht so genau. Das Problem: Studien, die von Biontech oder Moderna herausgebracht werden, befassen sich nicht mit den Impfstoffen der Konkurrenz. Biontech testet also nur mit dem eigenen Impfstoff, Moderna ebenfalls. Forscher der Universitätsklinik in Southampton haben diese Studie für beide Pharmaunternehmen übernommen.

Das Ergebnis: Kreuzimpfungen können enorm wirkungsvoll sein.

Eine Spritze in Nahaufnahme mit einem Tropfen an der Spitze. Im Hintergrund ist das Label eines Corona-Impfstoffes zu sehen. Dieser spiegelt sich auch in dem Tropfen wider.
Wir beantworten alle Fragen zum Corona-Virus © Sylvio Dittrich/Imago

Durch eine Booster-Impfung mit Moderna sollen demnach besonders viele Antikörper gebildet werden. Nach doppelter Biontech-Impfung sollen die Zahlen schon hoch gewesen sein, nach einer zweifachen Astrazeneca-Impfung noch deutlich höher. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass die Zahlen der Antikörper bei einer Kreuzimpfung nicht signifikant über denen einer einheitlichen Dreifach-Impfung liegen.

Das wichtigste ist also, überhaupt dreifach geimpft zu sein – der beim Boostern verwendete mRNA-Impfung ist dabei nebensächlich. Nur Personen unter 30 Jahren und bei Schwangeren wird zu einer Biontech-Impfung geraten.

Vollständig geimpft gilt ab 1. Februar 2022 übrigens nur, wer geboostert wurde*. Eine zweifache Impfung reicht dann nicht mehr aus.

Wann man sich Boostern lassen kann und wie oft eine Impfung in Zukunft noch nötig wird

Zunächst galt eine Booster-Impfung erst nach sechs Monaten als erforderlich. Die Zahl der Antikörper sollte dann signifikant geringer sein. Diese Einschätzung wurde von der Stiko jedoch längst angepasst. Mittlerweile wird eine Auffrischungsimpfung nach drei Monaten empfohlen. Das liegt insbesondere an der Omikron-Variante, bei der die Grundimmunisierung deutlich schlechter wirkt als bei vorherigen Varianten. Die Rechnung scheint aufzugehen. Die Zahl der Intensivpatienten nimmt langsam ab.

Die Frage, wie oft eine weitere Booster-Impfung in Zukunft noch nötig sein wird, kann bisher nicht beantwortet werden. Dazu kann es schlichtweg noch keine Studien geben. Die Erfahrung mit anderen Impfstoffen hat jedoch gezeigt, dass dritte Impfungen einen jahrelangen oder sogar jahrzehntelangen Schutz bieten können. Eine Grippeschutzimpfung ist jedoch einmal jährlich erforderlich. Wie es sich mit der Corona-Impfung verhalten wird, ist noch offen. Hier finden Sie eine Übersicht über die acht größten Corona-Mythen.

Welche Regeln gelten in Hamburg? Wann kehrt wieder Normalität ein?

Die Coronaregeln in Hamburg und ganz Deutschland ändern sich laufend. In Hamburg muss wie in den meisten anderen Bundesländern in öffentlichen Verkehrsmitteln ab sofort eine FFP2-Maske getragen werden. Zudem gilt nach wie vor die 3G-Regelung im HVV. Auch zu Kontrollen soll es zukünftig häufiger kommen. Bisher soll es rund 200.000 Kontrollen gegeben haben. Im Supermarkt gibt es seit Januar ebenfalls neue Regelungen. Alle neuen Regelungen sollen einen Weg zurück zur „Normalität“ fördern. Benötigt wird dafür eine Herdenimmunität.

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Dabei würde das Virus gar nicht mehr zirkulieren können. Ob eine solche Immunität noch zu erreichen ist, scheint seit Ausbruch der Omikron-Variante mehr als fraglich. Deshalb geht es jetzt darum, die Pandemie zu beherrschen und sich nicht beherrschen zu lassen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht diesen Status bei einer Quote von knapp 90 Prozent Geimpften in Deutschland. Auch Deutschlands mittlerweile bekanntester Virologe, Christian Drosten, glaubt an ein Leben wie vor der Pandemie. Früher oder später müsse sich jeder mit dem Virus infizieren, um ein solches Ziel zu erreichen. Ein „normales“ Leben scheint angesichts dessen, dass Hamburgs Inzidenz auf die 1000 zusteuert, jedoch noch unvorstellbar. * 24hamburg.de und 24hrein.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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