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Kooperation mit dem HVV: Moia hält ab Januar auch an Bushaltestellen

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Von: Steffen Maas

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Fahrgäste von Moia können ab dem 1. Januar 2023 ihre Fahrten an ausgewählten Bushaltestellen beginnen und beenden. Moia kooperiert dafür mit dem HVV.

Hamburg – Der Sammeltaxi-Anbieter Moia wird in Hamburg im kommenden Jahr eine noch größere Rolle im Mobilitätskonzept einnehmen. Buchstäblich größer wird dabei zum einen das Gebiet, in dem Moia Fahrgäste befördert: Der Anbieter verstärkt sein Angebot am Hamburger Stadtrand. Größer wird aber auch die Kooperation mit dem Hamburger Senat und den Hamburger Verkehrsbetrieben (HVV), an dessen Haltestellen die vollelektronische Flotte des Mobilitätsunternehmens zukünftig halten darf.

Name:Moia
Art:Mobilitätsunternehmen
Sitz:Berlin
Aktiv in:Hamburg und Hannover

Hamburger Senat, Moia und der HVV: Zusammenarbeit für den „Hamburg Takt“

Denn in einem Pilotprojekt wurden zusammen mit der Hochbahn AG genau 29 Bushaltestellen ausgewählt, an denen die goldenen Elektrotaxen von Moia ab 1. Januar 2023 halten dürfen. Eigentlich ist dem Sammeltaxi-Anbieter weder das gestattet, noch die Menschen „bis vor die Haustür“ zu bringen. Die neuen Haltestellen, die Nutzern dann als „virtuelle Haltepunkte“ angezeigt werden, listet die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende auf ihrer Webseite auf.

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„Wir wollen in Hamburg perspektivisch den Hamburg-Takt einführen und mit ihm den Menschen in der gesamten Stadt Zugang zu einem öffentlichen Verkehrsangebot binnen fünf Minuten ermöglichen“, erklärte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) zum Deal mit dem Unternehmen. „Dafür ist es wichtig, dass wir auch die On-Demand-Verkehre verstärkt sinnvoll in den ÖPNV integrieren. Mit dem Pilotprojekt verzahnen wir Ridepooling mit den Bussen der Hochbahn und wollen so sinnvolle Synergieeffekte sowie bedarfsgerechte Mobilitätsangebote in der Fläche erzeugen.“

Shuttle-Service "Moia" Hamburg HVV
Dürfen dank HVV-Kooperation bald an ausgewählten Bushaltestellen Fahrgäste ein- und ausladen: die elektronische Flotte des Sammeltaxi-Anbieters Moia. © Axel Heimken/dpa

Die neue Verzahnung macht sich für HVV-Kunden auch monetär bemerkbar: Inhaber einer HVV-Abo-Karte sollen demnächst bei Moia einen Preisnachlass von einem Euro pro Fahrt erhalten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die engere Zusammenarbeit zwischen Stadt Hamburg und Moia beruhigt auf einer neuen Konzession für das Berliner Unternehmen: So wird es offiziell als eigenwirtschaftlicher Linienbedarfsverkehr in den öffentlichen Personennahverkehr in Hamburg integriert.

Moia wagt den Sprung über die Elbe – ab 1. Januar 2023 auch Angebot am Stadtrand

Mit der neuen Genehmigung erweitert Moia seinen Fahrbereich von 200 auf insgesamt 270 Quadratkilometer hanseatischer Fläche. Besonders blinde Flecken am Stadtrand sollen ausgebessert werden und auch der Sprung über die Elbe wird im Jahr 2023 gewagt. In Rahlstedt, Meiendorf, Jenfeld, Billstedt, Billbrook, Osdorf und Lurup sowie in Wilhelmsburg flitzen ab Januar die Kleinbusse über die Straßen. Die können nach der Anschaffung von 15 barrierefreien Fahrzeugen dann übrigens auch Rollstuhlfahrer nutzen.

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„Wir sind zum festen Bestandteil des städtischen Verkehrs in Hamburg geworden und freuen uns sehr, den eingeschlagenen Weg mit der neuen Genehmigung ab 2023 weiterzugehen“, kommentiert Sascha Meyer, CEO von Moia, den Deal. Ziel sei es, „durch den Ausbau klimaschonender und bedarfsgerechter Mobilitätslösungen das privat genutzte Auto in Hamburg für noch mehr Menschen überflüssig zu machen.“

Moia beschäftigt in Hamburg etwa 1000 Mitarbeitende, davon rund 150 in der Softwareentwicklung und über 650 Fahrerinnen und Fahrer. Seit April 2019 ist das Unternehmen in der Hansestadt aktiv und hat seitdem laut eigenen Angaben über 5,4 Millionen Fahrgäste ans Ziel gebracht.

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