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Krieg in der Ukraine: Riesige Demo in Hamburg geplant – kommen mehr als 100.000?

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Von: Kevin Goonewardena

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Schon am Tag der Invasion in die Ukraine trafen sich in Hamburg spontan Menschen, um gegen den Krieg zu protestieren. Eine Großdemo blieb aber aus. Bis jetzt.

Hamburg – Nach dem am vergangenen Donnerstagmorgen russische Truppen in die Ukraine einmarschiert sind, fanden sich schon am selben Tag Menschen vor dem Hamburger Konsulat Russlands zu einer Kundgebung ein. Am darauffolgenden Freitag fand die erste etwas größere Ukraine-Demo statt, als 4500 Teilnehmer am Hauptbahnhof gegen den Putin-Krieg protestierten. Doch eine größere Demonstration gegen den Krieg wie am vergangenen Wochenende etwa in Berlin, wo mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gingen und anderen europäischen Städten gab es in Hamburg bisher nicht. Das könnte sich bis zum Wochenende geändert haben.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Gründung:etwa 500 n. Chr.
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen (Stand Dezember 2021)

Krieg in der Ukraine: Hinter den Kulissen wird offenbar Großdemo für Hamburg vorbereitet

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, bereiten Politiker und Vertreter unterschiedlicher Organisationen hinter den Kulissen die Planungen einer Großdemo gegen den Krieg in der Ukraine für das kommende Wochenende vor. Vermutet wird, dass diese Demo am Sonnabend, dem 5. März 2022, stattfinden soll – Infos zu Zeitplan und Strecke. Der Sprecher der Hamburger SPD, Lars Balcke, brachte den Grund für die voranschreitenden Überlegungen gegenüber der Zeitung wie folgt auf den Punkt:

Wir wollen ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzen.

Jens Balcke, Sprecher SPD-Landesverband Hamburg

Um dieses Zeichen setzen zu können, solle ein breites, parteiübergreifendes Bündnis auf die Beine gestellt werden, so Balcke.

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Krieg in der Ukraine: Hamburger Parteien zeigen sich offen für parteiübergreifende Proteste

Auch wenn man noch am Anfang der Planungen steht, zeichnet sich schon jetzt eine breite Unterstützung dieser Idee ab. Gegenüber des Abendblatts bestätigten etwa die Hamburger Grünen, dass es Planungen einer solchen Großdemo gebe. Von CDU-Seiten hieß es von einem Sprecher, dass die Partei „auch weiterhin Veranstaltungen und Aktionen unterstützen“ werde, die den Zweck verfolgen würden „den völkerrechtswidrigen Überfall Putin-Russlands auf die Ukraine zu verurteilen und die Ukraine in ihrem Freiheitskampf zu unterstützen.“

Der Landesverband erinnerte daran, dass die Jugendorganisation seiner Partei zusammen mit denen von FDP, SPD und Grüne schon zu der Demo vor dem Generalkonsulat mobilisiert hätten. Ebenfalls grundsätzlich offen für eine gemeinsame Demonstration zeigten sich Die Linke und der Deutsche Gewerkschaftsbund. Allen potenziell Beteiligten ist es dabei wichtig, dass die sofortige Beendigung des Invasionskriegs im Mittelpunkt der Forderungen steht.

Hamburg: Teilnehmer einer vergangenen Demo protestieren gegen den Krieg und den russischen Einmarsch in die Ukraine.
Hamburg: Teilnehmer einer vergangenen Demo protestieren gegen den Krieg und den russischen Einmarsch in die Ukraine. © Christian Charisius/dpa

Krieg in der Ukraine: Diese Demos finden in Hamburg am Donnerstag statt

Auch bis zum Wochenende gibt es in Hamburg wieder reinlich Gelegenheit, seine Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auf einer der zahlreichen Demonstrationen zu zeigen.

Eine Kundgebung ist für Donnerstag, 3. März 2022, angemeldet worden. Das Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e. V. ruft von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr auf, zum Ida-Ehre-Platz an der Mönckebergstraße zu kommen. „Krieg ist keine Lösung; Abrüsten statt Aufrüsten! Entspannungspolitik statt Konfrontation!“, heißt das Motto dieser Protestkundgebung. Auch der Landesmusikrat solidarisiert sich mit der Ukraine. Unter dem Motto „Singen für den Frieden“ fordert der Verein am 3. März ebenfalls von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr auf dem Rathausmarkt das sofortige Ende aller Kriegshandlungen und das „gemeinsam mit der ganzen Musikszene“. Gesungen wird unter anderem „Imagine“ von John Lennon.

Demo Samstag Hamburg: Sperrungen für Demonstrationen am Samstag

Ebenfalls für die Ottenser Hauptstraße ist für Samstag, 5. März 2022, eine Demonstration der Partei „Die Linke“ angemeldet worden. Von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr trifft man sich dort unter dem Banner „Friedenspolitik statt Kriegshysterie“. Den vorherigen Samstag waren laut Polizei Hamburg bereits über 1000 Menschen beteiligt.

Folgende Straßen könnten am Samstag temporär wegen Demos in Hamburg gesperrt sein:

Auch politische Jugendgruppierungen wie die Jusos, Junge Union und die Jugend der Grünen wollen am Samstag in Hamburg eine Demo veranstalten. Start ist um 12:00 Uhr am Jungfernstieg. *24hamburg.de und kreiszeitung.de und sind Angebote IPPEN.MEDIA.

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