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Königstraße Hamburg wird als „Straße der Zukunft“ zum Klimaschutz-Pilotprojekt

  • Susanne Kröber
    VonSusanne Kröber
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Der Startschuss für den Umbau der Königstraße in Hamburg-Altona fällt bereits am 27. September. Bis 2024 soll das Klimaschutz-Pilotprojekt fertiggestellt sein.

Hamburg – Fast 50 neue Bäume, breitere Fußwege und Radfahrstreifen, sogenannte Protected Bike Lanes, begrünte Flächen – das verspricht der Umbau der Hamburger Königstraße zur blau-grünen Straße der Zukunft. Die klimafreundlichen Pläne der Stadt Hamburg stellte Anjes Tjarks (Grüne), Senator für Verkehr und Mobilitätswende, jetzt in einer Online-Pressekonferenz vor.

Bezirk:Altona
Fläche:77,4 km²
Stadtteile:Altona-Altstadt, Altona-Nord, Ottensen, Sternschanze, Bahrenfeld, Groß Flottbek, Iserbrook, Lurup, Osdorf, Blankenese, Nienstedten, Othmarschen, Rissen, Sülldorf
Sehenswürdigkeiten:Fischmarkt, Rathaus Altona, Altonaer Balkon, Stuhlmannbrunnen, Köhlbrandtreppe

„Die Königstraße ist die Straße der Zukunft, denn hier wachsen Mobilitätswende, Klimaschutz und Umgang mit Wasser zusammen“, so Anjes Tjarks über die geplanten Umbaumaßnahmen. Los geht es bereits am 27. September 2021, dann werden auf beiden Seiten der Königstraße in Altona die jeweils rechten Fahrstreifen zu Radfahrstreifen umgebaut. Das bedeutet, dass ab dann für Autos, LKW und Motorräder nur noch eine Spur zur Verfügung steht.

Umbau der Königstraße in Hamburg: Das sind die nächsten Schritte

Nach den ersten Maßnahmen vom 27. September erfolgt der eigentliche Umbau der Königstraße zur blau-grünen Zukunftsstraße ab Ende 2022. Los geht es dann in Altona mit einer Grundinstandsetzung der Fahrbahn. „Sie ist kaputt und muss einfach erneuert werden“, so Anjes Tjarks im Interview mit Hamburg 1. Als Teil der Veloroute 12 vom Hamburger Westen in die Innenstadt würden auf der Königstraße „breite und sichere Radverkehrsanlagen für die Schülerinnen und Schüler“ benötigt. Entstehen wird an der Königstraße nämlich auch der neue Schulcampus Struensee mit circa 2000 Schülerinnen und Schülern.

So könnte die Königstraße zukünftig aussehen: Mehr Grünflächen und Bäume, breitere Rad- und Gehwege.

Nach der Sanierung der Fahrbahn sollen dann Potected Bike Lanes, also geschützte, breite Radfahrstreifen, eingerichtet werden, die durch Trennelemente vom übrigen Verkehr abgetrennt werden. Hinzu kommen verbreiterte Gehwege, barrierefreie Bushaltestellen und neue Fahrradstellplätze. 2024 sollen die Umbau-Maßnahmen abgeschlossen sein, die Kosten dafür sollen im einstelligen Millionenbereich liegen.

Hamburger Königstraße: „Straße der Zukunft“ statt „grauer Betonwüste“

Zwischen Max-Brauer-Allee und Reeperbahn soll eine sogenannte „blau-grüne Infrastruktur“ entstehen. Aber was bedeutet das genau? Zu den „grünen“ Maßnahmen zählt das Pflanzen von knapp 50 neuen Bäumen. „Wir schaffen eine sichere Infrastruktur, auf der alle Verkehrsteilnehmenden sicherer vorankommen, aber gleichzeitig auch einen Grünzug mit 50 neuen Bäumen, der sich positiv aufs Stadtklima auswirkt und zugleich die Menschen und Pflanzen besser vor Klimaereignissen wie Hitzewellen und Starkregen schützt“, so Anjes Tjarks in der Online-Pressekonferenz zum Umbau der Hamburger Königstraße.

Die „blauen“ Maßnahmen sollen die effiziente Nutzung von Regenwasser verbessern. Dazu werden Baumrigolen gebaut, das sind Bewässerungsbecken, in denen das Regenwasser von Dächern oder größeren Verkehrsflächen gesammelt wird, um für eine ausreichende Bewässerung auch während Hitzeperioden zu sorgen. Dies soll bei Starkregen auch vor Überflutungen schützen.

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Ehrgeizige Pläne, mit denen die Stadt Hamburg ein Pilotprojekt für den Klimaschutz starten möchte. Verkehrssenator Tjarks, der erst kürzlich die Pläne für eine neue Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke entlang der A7* vorstellte, betont: „Anhand der Königstraße wird auch deutlich, wie die Stadt der Zukunft aussehen kann, denn anstatt einer grauen Betonwüste bauen wir Grünflächen, die für ein gutes Mikroklima sorgen und die Aufenthaltsqualität enorm steigern.“ * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © HCU_BlueGreenStreets

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