Studie zeigt schlimmes Szenario

Klima-Horror bittere Realität: Hamburg und weitere Städte werden im Meer versinken

Groß abgebildet eine Autobahn in Nordrhein-Westfalen nach der Flutkatastrophe. Im kleinen weißen Kreis eingeklinkt: Sturmflut am Fischmarkt.
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Noch ist es nur die Sturmflut, die Hamburg hin und wieder erreicht – im schlimmsten Fall drohen aber Überflutungen wie beim Hochwasser in Nordrhein-Westfalen. (24hamburg.de-Montage)
  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Die Erderwärmung ist schuld an Hochwasserkatastrophen wie jüngst an Ahr und Erft. Das belegt jetzt eine Studie. Sie skizziert auch für Hamburg ein düsteres Bild.

Hamburg – Der Klimawandel und die daraus resultierende Klimakrise sind ein großes Problem. Das wissen die Bürgerinnen und Bürger auf der Erde nicht erst seit „Fridays for future“-Demos und Greta Thunberg. Die in Deutschland einhellige Meinung bis dato: das ist doch weit weg, das wird uns schon nicht treffen. Doch spätestens seit der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiß jeder: Das Hochwasser macht auch vor Deutschland keinen Halt. Das, was sich viele viele Kilometer fernab der Hansestadt Hamburg ereignet hat, war nur der Anfang – sagt eine Studie.

Deren Inhalt hat es in sich: Sie bestätigt nicht nur den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der letzten Flut-Katastrophe. Nein, sie malt vor allem für den Norden inklusive Hamburg und Küstenregionen ein ziemlich dunkles Bild.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millionen
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Sturmfluten ist Hamburg bereits gewohnt – Studie: So zerstört der Klima-Horror die Hansestadt

Dass in Hamburg gerne einmal das Wasser über die Ufer tritt, ist nichts neues. Die Sturmflut, die immer wieder dafür sorgt, dass der Fischmarkt im Hamburger Stadtteil Altona überschwemmt ist, ist quasi seit jeher irgendwie ein Begleiter für Hamburgerinnen und Hamburger. Die letzte amtliche Warnung vor Sturmflut und Wind in Hamburg liegt noch gar nicht lange zurück. Im Falle von viel Regen, mit dem die Elbmetropole ja immer wieder in Zusammenhang gebracht wird, ist die Überflutungsgefahr in Hamburg zudem in diesen Stadtteilen sehr hoch. Auch von Tornados, wie zuletzt In der schleswig-holstenischen Landeshauptstadt Kiel ist Hamburg bereits Opfer geworden.

Doch das ist alles nichts gegen das, was die Wissenschaftler der Journalisten- und Wissenschaftsorganisation Climate Central sowie der Princeton-Universität in ihrer Studie präsentieren und prognostizieren: Die Forscher haben für die Analyse erstmals die endgültigen Folgen des Meeresspiegel-Anstiegs für alle Kontinente untersucht. Ihre Erkenntnis: Selbst für den Fall, dass das Ziel, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, erreicht wird, steigt der Meeresspiegel in den kommenden Jahrhunderten weiter an.

Klima-Horror: Weite Teile von Hamburg könnten überflutet werden – auch diese Städte und Inseln würde es treffen

Die Folgen wären verheerend: Neben dem Kontinent Asien, der der Studie zufolge am meisten betroffen sein wird, wird es bei diesem Szenario auch Deutschland ziemlich hart abbekommen. Gerade für die Küstenregionen ist die Gefahr einer Überschwemmung enorm. Große Gebiete von Sylt und Föhr sowie die Wattenmeer-Inseln Helgoland, Norderney, Juist, Borkum, Langeoog und Spiekeroog würden den Wassermassen zum Opfer fallen. Auch Bremen*, Wilhelmshaven, St. Peter-Ording und weite Teile von Hamburg würden selbst beim Erreichen des 1,5-Grad-Ziel dauerhaft leiden.

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In der Studie, in der die Forscher berechnen, welche Orte in den nächsten Jahrhunderten übeflutet und somit versinken werden, heißt es, dass ganze Straßenzüge und Wohnviertel innerhalb der nächsten 200 bis 2000 Jahre verschwinden. In einer Simulation zeigt die Studie, die im Fachblatt „Environmental Research Letters“ erschienen ist. wird zum Beispiel gezeigt, in welchem Maße die Fluten den Hamburger Stadtteil Rothenburgsort, in dem es vor kurzem einen Großbrand gab, einnehmen würden.

Studie zeigt Klima-Horror: 50 Großstädte würden unterm Meeresspiegel liegen – über eine halbe Milliarde Menschen ohne Zuhause

Laut der Studie, die den Klima-Horror als bittere Realität nicht nur für Hamburg zeichnet, würden – sollte es bei dem aktuellen Ausstoß von Treibhausgasen bleiben – auf lange Sicht 50 Großstädte mindestens zwei Meter unterhalb es Meeresspiegels liegen. Selbst dann, wenn man die Erderwärmung durch Maßnahmen beim Klimaschutz auf zirka zwei Grad Celsius eindämmen, dann würden immer noch über eine halbe Milliarde Menschen aufgrund von Überflutungen ihr Zuhause verlieren. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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