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Karen Pein – Hamburgs neue Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen

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Von: Ute Laukner

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Karen Pein (SPD) trat durch eine Senatsumbildung ihr Amt in Hamburg als neue Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen am 15. Dezember 2022 an.

Hamburg – Karen Pein (SPD) ist neue Stadtentwicklungssenatorin in Hamburg und trat am 15. Dezember 2022 die Nachfolge ihrer Vorgängerin Dr. Dorothee Stapelfeldt (SPD) an. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD) gab diese Umbildung des rot-grünen Senats zuvor bereits am 28. November 2022 im Hamburger Rathaus bekannt. In ihrer Stellungnahme vor den Medienvertretern sagte sie unter anderem zu ihrer neuen Arbeit: „Wir werden weiterhin für bezahlbares Wohnen in Hamburg sorgen und die Stadt an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen.“

Karen Pein:Senatorin für Stadtentwicklung
Geburtsjahr und Geburtsort:1973, Hamburg
Familie:verheiratet

Karen Pein ist einigen Hamburgerinnen und Hamburgern seit dem Jahr 2006 als Projektkoordinatorin der Internationalen Bauausstellung (IBA) bereits gut bekannt. Ab dem Jahr 2013 veränderten sich ihre Aufgaben. Sie erhielt weitere Vollmachten (Prokura) und widmete sich zunehmend den wichtigen Geschäftsbereichen und der nunmehr ganzheitlichen Ausrichtung der IBA Hamburg Gesellschaft auf die Quartiersentwicklung.

Zu der Weiterentwicklung der Quartiere zählen zum Beispiel die Projektgebiete Fischbeker Heidbrook und Vogelkamp Neugraben – beide Areale befinden sich im Bezirk Harburg. Seit Mai 2015 arbeitete die Hamburgerin für die IBA Hamburg als Geschäftsführerin. Dieses Amt legte sie nieder und wechselt nun anstelle von Dr. Dorothee Stapelfeldt in das Amt der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen.

Karen Pein steht im schwarzen Kleid vor dem Mikrofon im Rathaus und gibt ein Statement als Stadtentwicklungssenatorin in Hamburg ab.
Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA Hamburg und designierte Stadtentwicklungssenatorin in Hamburg, gibt am 28. November 2022 ein Statement ab. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher (SPD) gab eine Umbildung des rot-grünen Senats bekannt. © Jonas Walzberg/dpa

Karen Pein ist Stadtplanerin, Immobilienökonomin und nun Stadtentwicklungssenatorin

Sicher erinnern sich an Karen Pein auch einige ehemalige Studierende der Technischen Universität Hamburg Harburg (TUHH), da sie dort ihr Studium als Stadtplanerin absolvierte. Ein weiteres Aufbaustudium zur Immobilienökonomin folgte später an der Akademie für Immobilienwirtschaft. Schritt für Schritt ging es in ihrer beruflichen Laufbahn weiter voran.

Sie sammelte berufliche Erfahrungen unter anderem in Magdeburg bei dem Stadtplanungsamt, in Mecklenburg-Vorpommern war sie freiberuflich tätig, von 2003 bis 2006 bei der Gewoba in Bremen. Es gab noch einen kurzer Abstecher an die Berenberg Private Capital Bank bevor Pein bei der IBA startete. Die IBA Hamburg ist ein Tochterunternehmen der Hansestadt. Dort schien sie angekommen zu sein und blieb bis vor ihrem Senatorinantritt.

Karen Pein arbeitet mit Staatsrätin und Oberbaudirektor zusammen

Die neue Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein wird über einen hohen finanziellen Etat verfügen. Damit wird sie sich den herausfordernden Themen wie bezahlbares Wohnen und Klimawandel – wie schon beim Statement im 125 Jahre altem Hamburger Rathaus angekündigt – und darüberhinaus weiteren Aufgabeninhalten widmen. An ihrer Seite wird die Staatsrätin Monika Thomas weiterhin in der Behörde mit Sitz in Wilhelmsburg dabei sein. Sie trat ihr Amt am 1. Januar 2021 an.

Ebenso wird der Oberbaudirektor und Diplom-Ingenieur Franz-Josef Hoing sich weiterhin seinen Stadtentwicklungs-Behördenaufgaben widmen. Der Dortmunder übernahm sein Amt bereits am 1. November 2017 von dem heute 65-jährigen Jörn Walther aus Bremen. Der war von 1999 bis 2017 in seinem Amt tätig und daher lange am Projekt Hafencity beteiligt.

Senatsumbildung zum 15. Dezember 2022 im neuen Hamburger Senat

Sozialsenatorin Melanie Leonhard wird die neue Wirtschaftssenatorin

Staatsrätin für Gesundheit Melanie Schlotzhauer wird neue Sozialsenatorin

IBA Hamburg Geschäftsführerin Karen Pein wird die neue Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen

Der Amtsleiter Medien Tim Angerer wird der neue Staatsrat für Gesundheit

Dr. Dorothee Stapelfeldt und Michael Westhagemann geben ihre Amtsposten als Senatorin für Stadtentwicklung und Wirtschaftssenator auf eigenen Wunsch ab.

Karen Pein verantwortet als Stadtentwicklungssenatorin eine ganze Reihe von Projekten

Wer dabei war, erinnert sich vielleicht noch, dass die Stadtplanerin und Architektin Monika Thomas am 18. November 2022 unter anderem die Aufgabe übernahm, die umstrittene und für viel Geld neu gebaute Maurienbrücke in Hamburg Barmbek Nord für alle freigab. Es war ein bunter Nachmittag, an dem sich nicht nur die Kinder freuten und singend über die Brücke spazierten, sondern auch einige Verantwortlichen der nahen Kulturinstitutionen dabei waren sowie Wohn-Nachbarinnen und Nachbarn. Die Wege zur lokalen Barmbeker Stadtkultur wie zum Beispiel dem Museum für Arbeit und die Zinnschmelze werden nun für einige Interessierte kürzer sein, betonte sie.

Für den Umbau des Thyssen-Krupp Areals hat sich die Jury – laut Angabe der Stadtentwicklungsbehörde am 14. Dezember 2022 – für das GMP Architektenbüro entschieden. Traurig ist nur, dass der Stararchitekt und Gründungspartner Meinhard von Gerkan kurz vor dieser entscheidenden Mitteilung am 30. November 2022 verstarb. Nun wird das Team um ihn das Projekt mit großer Musikhalle und dem Fußballstadion am Diebsteich in Altona umsetzen.

Das sind nur ein paar Stadtentwicklungs-Beispiele, von mehreren parallel laufenden Projekten in der Stadt Hamburg, die in das Metier von Karen Pein fallen. Inwieweit sich die Folgen der steigenden Energiepreise auch auf die Kosten der neuen Bauprojekte auswirken werden, wird sich noch zeigen. Ob zudem das Senatsziel, jährlich 10.000 Wohnungen in Hamburg zu realisieren, den derzeitigen Entwicklungen standhalten kann, bleibt ebenfalls erstmal abzuwarten.

Besichtigung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Wer übrigens Interesse hat, dass markante Gebäude der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mit dem bunten Farbenmustern in Wilhelmsburg einmal von Innen kennenzulernen, kann sich zu einer der Rundführungen anmelden. Mit der S-Bahn führt der Weg direkt vom Hauptbahnhof zur Elbinsel Wilhelmsburg. Das Haus ist für den Weg dorthin von der Haltestelle aus gut erkennbar.

Dr. Dorothee Stapelfeldt und Michael Westhagemann gaben ihre Amtsposten als Senatorin für Stadtentwicklung und Wirtschaftssenator auf eigenen Wunsch ab. Das machte eine Umbildung des Senats notwendig. Bei der Bekanntgabe über den Amtsabtritt am 28. November 2022 im Hamburger Rathaus sprach Dorothee Stapelfeldt unter anderem über ihre 36 Jahre Politik in Hamburg.

Karen Pein ist übrigens mit Milan Wilhelm Pein verheiratet. Er ist haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft.

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