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Kampf gegen Klimawandel: CDU will Hamburgs Waldflächen verdoppeln

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Von: Christian Einfeldt

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Hamburgs naturbelassene Wälder könnten einen wichtigen Beitrag zur Klimapolitik leisten. Die CDU fordert nun eine Verdopplung ihrer Flächen.

Hamburg – Der Klimawandel schreitet weiter voran. Außenministerin Annalena Baerbock bezeichnete die Klimakrise unlängst als das größte Sicherheitsproblem der Welt. Ein immenses Risiko, das aktuell Waldbrände in Südeuropa verantwortet und in der Wüste der Sahara bereits für Schneefall sorgte. Die Bundesregierung fordert eine Antwort auf die Klima-Entwicklungen. Im Vergleich zum Jahr 1990 sollen Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gesenkt werden.

Angesichts aktueller Prognosen des Klimaforschers Mojib Latif ist es ein Vorhaben, das zum Scheitern verurteilt sein könnte. Wie das ZDF berichtet, befürchtet der Experte innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Klimaerwärmung um drei Grad. Hamburgs Politik bringt nun eine weitere Maßnahme ins Gespräch, die die schlimmsten Befürchtungen dennoch abwenden soll: Die CDU fordert im Kampf gegen den Klimawandel eine Verdopplung von Hamburgs Waldflächen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Kampf gegen Klimawandel: Hamburger CDU will mehr Waldflächen – mindestens 20 Prozent sollen unbewirtschaftet sein

Die Voraussagen von Klimaforscherinnen und Klimaforscher belegen, wie dringlich die Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen ist. In Hamburg sorgt der Klimawandel für vermehrten Starkregen und bundesweit werden einige Gebiete aufgrund des Klimawandels nicht mehr besiedelbar sein. Während Hamburgs erste Firma jetzt „Bio geht“ und auf nachhaltiges Essen umstellt, gibt es aus den Kreisen von Hamburgs CDU-Fraktion mit der Verdopplung der Waldflächen in der Hansestadt Hamburg eine weitere Idee, die dem Klimawandel begegnen soll.

Frau läuft entlang der Hamburger Außenalster.
Wälder in Hamburg: Die CDU will die Flächen unbewirtschafteter Wälder auf mindestens 20 Prozent erhöhen. (Symbolbild) © Marcus Brandt/dpa

Wie der Norddeutsche Rundfunk unter Berufung auf Angaben von Hamburgs CDU-Fraktion berichtet, stünde Hamburg nicht einmal zehn Prozent an naturbelassenen Wäldern zur Verfügung. Der fortschreitende Klimawandel könnte Hamburgs Politik dahingehend zu einer Anpassung zwingen. Geht es nach Hamburgs CDU, soll der Anteil an unbewirtschafteten Waldflächen schon bald mindestens 20 Prozent ausmachen. Neue Wälder sind für Flora und Faune ein geeignetes Umfeld – und könnten darüber hinaus eine notwendige Antwort auf den Klimawandel sein.

Mehr Wald in Hamburg: Bundesweit sollen 900 Millionen Euro für Waldflächen ausgegeben werden

Laut Sandro Kappe, Umweltpolitiker der Hamburger CDU-Fraktion, sollen die neuen naturbelassenen Waldflächen ihrer Rolle als Erholungsorte gerecht werden. Für Menschen, Tiere und Pflanzen bezieht das Ökosystem Wald seinen Stellenwert jedoch darüber hinaus aus einem Grund, der seine heilende Kraft auch im Kampf gegen den Klimawandel entfalten könnte. Die CDU nimmt daher den Senat rund um Bürgermeister Peter Tschentscher in die Pflicht.

In einem Antrag präsentieren die CDU-Politikerinnen und Politiker ihre Forderungen, die bereits in der nächsten Sitzung der Hamburger Bürgerschaft zur Diskussion stehen. Angesichts der Klimapolitik sowie der Tatsache, dass nach Berichten des Hamburger Abendblattes die Anzahl der Bäume in ganz Hamburg rückläufig ist, könnte der CDU-Antrag dann in der Hamburger Bürgerschaft auf viel Beifall stoßen.

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Wie Zeit Online schon Ende Juni 2022 berichtete, geht Hamburgs geplantes Konzept einher mit den aktuellen Bestrebungen seitens der Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollen eine staatliche Förderung erhalten, damit entsprechende Maßnahmen in Deutschlands Wälder eingeleitet werden können. Konkret ist die Rede von einer Summe von 900 Millionen Euro, die den deutschen Wäldern zugutekommen soll – sofern sie für mindestens 20 Jahre naturbelassen sind. Die Forderung umfasst unter anderem, dass mindestens 20 Jahre lang kein Holz mehr geschlagen werden soll. Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmittel sei nach Zeit-Berichten untersagt.

Naturwälder in Hamburg: Wie das Ökosystem Wald zur Klimapolitik beitragen kann

Dass eine potenzielle Verdopplung Hamburgs unbewirtschafteter Waldflächen zur Klimapolitik beitragen könnte, ist insbesondere den Bäumen zu verdanken. Wie die Online-Plattform ecozins.de berichtet, machen sie es sich zur Aufgabe, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu filtern. Prozesse der Photosynthese wandeln das Treibhausgas anschließend in Sauerstoff um. Dadurch wird die Luft bereinigt und das Klima sukzessive geschützt.

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