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Jungenstreich führt zu Polizeieinsatz: 13-Jähriger lässt Drogendealer auffliegen

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Von: Elias Bartl

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Die ganze Straße wurde von schwer bewaffneten Polizisten abgeriegelt.
Die ganze Straße wurde von schwer bewaffneten Polizisten abgeriegelt. © Sebastian Peters

Durch einen dummen Jungenstreich ließ ein 13-jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern am Sonntagabend einen Drogendealer auf St. Pauli auflegen.

Hamburg – Am Sonntagabend, 9. Januar 2022, gegen 18:45 Uhr geht bei der Polizei Hamburg über die Notruf-App Nora eine Meldung ein. In der Lerchenstraße, auf St. Pauli, soll es im obersten Stockwerk eines Wohnhauses eine Schlägerei geben – auch eine Pistole soll im Spiel sein. Sofort machen sich diverse Streifenwagen auf dem Weg zu der Einsatzadresse. Mit Schutzausrüstung und schwere Maschinenpistolen stürmen Sie das Gebäude und überprüfen die einzelnen Stockwerke.

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Polizeieinsatz in der Lerchenstraße: Polizisten mit Maschinenpistolen vor Ort

Im ganzen Haus kann keine Schlägerei festgestellt werden. Da die Notruf-App aber, während die Einsatzkräfte vor Ort sind, weiterhin bedient wird, gehen die Polizisten von einer Notlage aus und brechen die Tür einer Wohnung im obersten Stockwerk des Hauses auf. Doch auch die Wohnung steht leer. Bei der weiteren Durchsuchung machen die Beamten eine brisante Entdeckung. Mehr als 60 Gramm Marihuana und Haschisch sowie mehr als 1000 Euro Bargeld werden auf dem Küchentisch entdeckt, von dem Bewohner fehlt jede Spur.

Jungenstreich lässt Drogendealer auffliegen: 13-Jähriger löst Polizeieinsatz aus

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Noch während die Beamten vor Ort im Einsatz sind, wird der Notruf zurückverfolgt. Schnell steht fest, dass der Bediener der Notruf-App sich gar nicht in Hamburg, sondern in Mecklenburg-Vorpommern aufhält. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen wird klar, dass es sich bei dem Notruf um den dummen Streich eines 13-jährigen Jungen handelt. Dass er mit seiner Aktion einen Drogendealer auffliegen ließ, war ihm nicht klar. Ebenso wenig, was für einen großen Polizeieinsatz auslöste. Die weiteren Ermittlungen der Polizei dauern nun an. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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