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Jugendwort des Jahres: Das ist ja cringe!

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Von: Tomasz Gralla

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„Cringe“ ist das Jugendwort des Jahres 2021. Über eine Million junger Menschen haben für die Peinlichkeit gestimmt.

Stuttgart – Das Jugendwort des Jahres 2021, „cringe“, beschreibt ein Gefühl von Fremdscham, Peinlichkeit oder im Allgemeinen eine unangenehme Situation. Das Wort konnte sich gegen die beiden anderen Finalworte „sus“ und „sheesh“ durchsetzen.

„Cringe“ ist das Jugendwort des Jahres 2021

Seit 2008 wählt der Langenscheidt-Verlag mit Sitz in Stuttgart das Jugendwort des Jahres. Wobei: Seit 2020 sind es die Jugendlichen selbst und nicht mehr Erwachsene, die über die Webseite des Verlags die Entscheidungskraft über ihr Wort des Jahres haben.

Jugendliche sitzen über ein Handy gebeugt auf dem Schulhof  – und wundern sich über das Jugendwort 2021.
Das Jugendwort 2021 steht fest: „Cringe“ © imago

Mit 42 Prozent wurde „cringe“ zum diesjährigen Sieger gewählt. Das Substantiv beschreibt ein Gefühl von Fremdscham und/oder Peinlichkeit. „Cringy“ ist das entsprechende Adjektiv. Nach Angaben des Langescheidt-Verlags beteiligten sich rund 1,2 Millionen Jugendlichen an dem Onlinevoting.

„Cringe“ schlägt „sheesh“ und „sus“

Vor der finalen Runde konnten Jugendliche mehrmals für ihre Favoriten abstimmen. In die Endrunde schafften es neben „cringe“ auch „sheesh“ und „sus“. „Sheesh“ (erhielt 26 Prozent der Stimmen) ist ein Ausdruck des Erstaunens und der Ungläubigkeit, „sus“ (32 Prozent) ist eine Abkürzung des englischen Wortes „suspekt“, was soviel wie verdächtig und auffällig bedeutet.

Andere Anwärter für das Jugendwort des Jahres 2021, die aber schon in der Vorrunde ausgeschieden waren, waren unter anderem „akkurat“ (Zeichen der Zustimmung), „Digga“ (Freund, Kumpel), „same“ (Ausspruch der Zustimmung) und „wild“ (heftig, krass).

Der Begriff „cringe“ gehöre zum aktiven Sprachgebrauch der Zehn- bis 20-Jährigen, teilte der Verlag bei der Bekanntgabe des Jugendwortes 2021 mit.

Alle Jugendworte des Jahres von 2008 bis heute

Mit Ausnahme von 2019, als keine Wahl stattfand, wird das Judenwort jedes Jahr seit 2008 bestimmt. Die Gewinner im Laufe der Jahre sehen wie folgt aus.

JahrWortBedeutung
2021cringeFremdscham, Peinlichkeit
2020lostverloren, verwirrt
2019Es fand keine Wahl statt
2018Ehrenmann/Ehrenfraujemand Besonderes
2017I bimsIch bin's
2016fly seinJemand/Etwas geht voll ab
2015SmombieSmartphone + Zombie
2014Läuft bei dirWenn jemand Erfolg/Glück hat
2013BaboBoss, Chef
2012YOLOYou Only Live Once
2011SwagCool-lässig Ausstrahlung
2010NiveaulimboAbsinken des Niveau
2009hartzenArbeitslos sein
2008GammelfleischpartyÜ30-Party

Vergangenes Jahr musste sich „cringe“ noch dem Wort „lost“ geschlagen geben und landete auf Platz zwei. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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