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Jan Fedder bekommt Ehrentafel auf dem Kiez: vor Kult-Kneipe „Zur Ritze“

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Von: Kevin Goonewardena

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Zwei Kiez-Legenden tun sich zusammen: Der verstorbene Kult-Schauspieler Jan Fedder bekommt eine Gedenktafel vor der Kult-Kneipe „Zur Ritze“.

Hamburg – Vor rund zweieinhalb Jahren ist der Kult-Schauspieler Jan Fedder von uns gegangen – einen Tag vor Silvester 2019. Jetzt wird dem Hamburger Jung und Publikumsliebling Jan Fedder eine ganz besondere Würdigung zuteil: Als erster Prominenter eröffnet er den Platz der Legenden mit einer Gedenktafel. Der wird am Mittwoch eingeweiht – und befindet sich an einem Ort, der wie nur wenige zu Fedder passte: der Kult-Kneipe „Zur Ritze“ an der berüchtigten Reeperbahn.

Name:Jan Fedder
Geburtstag und -ort:14. Januar 1955 in Hamburg
Sterbedatum und -ort:30. Dezember 2019 in Hamburg
Bekannt als:Schauspieler, Synchronsprecher (u.a. Großstadtrevier, Neues aus Büttenwarder)

Jan Fedder Gedenktafel vor der „Zur Ritze“: Fans liebten bodenständigen Schauspieler

Deutschlandweit bekannt wurde Jan Fedder vor allem durch seine Darstellung norddeutscher Charaktere, insbesondere des Kommissars Dirk Matthies in der Serie Großstadtrevier und des Bauern Kurt Brakelmann in der mittlerweile ebenfalls eingestellten NDR-Produktion Neues aus Büttenwarder.

Die Fans liebten Fedder für die von ihm verkörperten Rollen einfacher Leute, privat gönnte sich Fedder jedoch den ein oder anderen Luxus. So besaß der TV-Star mehrere Mercedes Oldtimer, auch über Antiquitäten berichteten Fans. Neben einer Eigentumswohnung auf St. Pauli, aus deren Garage Einbrecher nach seinem Tod zwei wertvolle Gitarren gestohlen haben sollen, besaß der Kult-Schauspieler Fedder auch einen Bauernhof in Schleswig-Holstein. Doch trotz all seines Besitzes – vor machte Fedder nie jemandem etwas und abgehoben war der beliebte Hanseat auch privat nicht. Noch nach seinem Tod schickten ihm Fans rührende Post an sein Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Jan Fedder: Stadt ehrte Kult-Schauspieler mit Boulevard an der Elbe

Nicht nur an seinem Grab können Fans in Hamburg Fedder gedenken und von ihm Abschied nehmen: Vor zwei Jahren beschloss der Senat das bis dato namenlose Stück Elb-Boulevard zwischen Landungsbrücken und Baumwall die „Jan-Fedder-Promenade“ zu taufen. Ein Zeichen für die Ewigkeit. Seit Januar 2022 trägt der Abschnitt der neu gestalteten Ufer-Flaniermeile nun den Namen des Kult-Schauspielers – eröffnet wurde die Jan-Fedder-Promenade am 14. Januar, dem Tag, an dem die Fans mit dem Fernsehstar so gerne seinen 67. Geburtstag gefeiert hätte. Sehen Sie hier: Die schönsten Bilder der Eröffnung des Jan-Fedder-Promenade

Nun können Fans Fedder auch auf dem Kiez ganz nahe sein!

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Platz der Legenden: 12.000 Euro Gedenktafel für Jan Fedder macht den Anfang

Platz der Legenden wird er heißen, der neue Gedenkort vor der Kult-Kneipe „Zur Ritze“, die etwas abseits der Reeperbahn in einem Hinterhof liegt. Wie bei dem großen Vorbild, dem Hollywood Walk of Fame, sollen hier nach und nach Tafeln in den Boden gelassen werden, die an Hamburger Legenden erinnern.

Das Kult-Lokal Zur Ritze und der verstorbene Schauspieler Jan Fedder.
Zwei, die zueinander passen: Das Kult-Lokal Zur Ritze und der verstorbene Schauspieler Jan Fedder. ©  Jürgen Ritter/imago/Angelika Warmuth/dpa

Den Anfang macht laut Bild-Zeitung Kult-Schauspieler Jan Fedder. Im Beisein zahlreicher Prominenter wird dessen Tafel bereits am Mittwoch, 29. Juni, enthüllt und der Platz der Legenden damit feierlich eröffnet. 12.000 Euro habe die wertvolle Tafel hergestellt aus Marmor und Messing gekostet, verriet Fedder-Witwe Marion, die das Gedenkstück anfertigen ließ, der Bild-Zeitung. Die Kult-Kneipe und der Kult-Schauspieler, das passt!

Jan ist St. Paulianer. Er wohnte gleich um die Ecke, die ‚Ritze‘ war sein Lieblingslokal, er nannte sie sein Wohnzimmer. Er hat hier viele Abende und Nächte verbracht, mit Bier und Gin Tonic.

Jan Fedders Witwe Marion Fedder gegenüber der Bild-Zeitung

Zur Ritze: Fedder rettete Kult-Kneipe vor Abriss

Doch nicht nur als Nachbar und Gast, auch als Retter ist Fedder mit dem Lokal mit dem legendären Box-Ring im Keller verbunden, wie Witwe Marion im Gespräch mit dem Springer-Blatt verrät: Er soll den damaligen Besitzer überredet haben, die Kult-Kneipe (seit 1974) zu erhalten und auf den geplanten Hotel-Neubau an gleicher Stelle zu verzichten. Hat geklappt!

Und auch eine andere Kneipe, in der Schauspieler Jan Fedder oft und gerne verkehrte, konnte vor dem Aus gerettet werden: die Kneipe „Dreyer“ am Michel in der Martin-Luther-Straße. Am Michel selbst erinnert übrigens ebenfalls eine Gedenktafel an den großen Hanseaten Jan Fedder.

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