Spionage an der Elbe

James Bond kehrt nach Hamburg zurück: Das verbindet 007 mit der Hansestadt

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
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Mit „Keine Zeit zu sterben“ kommt der neueste James-Bond-Film in die Hamburger Kinos. Was wenige wissen: 007 und Hamburg verbindet eine gemeinsame Vergangenheit.

Hamburg – Nach mehreren coronabedingten Verschiebungen kommt nun endlich der neueste James-Bond-Film in die Kinos. In James Bond 007 „Keine Zeit zu sterben“* mimt Daniel Craig ein letztes Mal den Spion im Geheimdienst ihrer Majestät. Sein Nachfolger steht noch nicht fest und soll erst nächstes Jahr bekannt gegeben werden – dabei hat Craig schon eine Vorstellung davon, wer sein Bond-Erbe antreten sollte.

Doch bis dahin genießen wir das langersehnte neue Bond-Abenteuer – und erinnern uns daran, als James Bond höchstpersönlich in Hamburg aktiv war, im Atlantic-Hotel nächtigte und die halbe Stadt in Trümmer legte.

Figur:James Bond
Erfinder und Autor:Ian Fleming
Erstes Buch:Casino Royale (1953)
Erster Bond-Film:Dr. No (1962)
Bond-Darsteller:Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan, Daniel Craig

Welcher James Bond wurde Hamburg gedreht?

Als James Bond in Hamburg seiner geheimdienstlichen Arbeit nachging, blieb kein Stein auf dem anderen. Wir schreiben das Jahr 1997, Pierce Brosnan spielt zum zweiten Mal James Bond. Die Dreharbeiten zu „Der Morgen stirbt nie“ finden in Thailand, Mexiko, England und in Hamburg statt.

James Bond kommt am Hamburger Flughafen an und übernachtet im legendären Atlantic-Hotel, in dem bekannterweise auch Udo Lindenberg Dauergast ist (der im Film allerdings keinen Gastauftritt hat). Die Außenaufnahmen entstanden in der Hansestadt, doch alle Innenaufnahmen wurden in London gefilmt: auch das Innere des Atlantic, sowie die Actionsequenz im Parkhaus des Hotels.

Daniel Craig kommt als James Bond mit „Keine Zeit zu sterben“ nach Hamburg – doch anders als sein Vorgänger hinterlässt er diese nicht in Trümmern. (24hamburg.de-Montage)

Am Ende dieser Verfolgungsjagd fliegt das Auto von Bond in einer Avis-Autovermietung. Für diese Aufnahme, die tatsächlich in der Hamburger Innenstadt gedreht wurde, dekorierte die Filmcrew einen Teil der damaligen Kaufhoffiliale in der Mönckebergstraße um.

James Bond war im Laufe seiner mittlerweile 25 Filme in jeder Ecke der Welt tätig, wenig verwunderlich also, dass es den charmanten Spion, oder wie es jetzt gendergerecht heißen sollte: auskundschaftende Person, auch in die schönste Stadt der Welt verschlägt. Hamburg bildet regelmäßig die Kulisse für aufwendige Blockbuster-Produktionen, zuletzt für die Neuverfilmung von „Drei Engel für Charlie“.

„Keine Zeit zu sterben“: Neuer Bond-Film kommt in die Hamburger Kinos

„Keine Zeit zu sterben“, dessen Regisseur kürzlich auf die sexistische Vergangenheit von Bond einging, hat keine Szenen, die in Hamburg spielen, was den Film aber keineswegs weniger sehenswert macht. Ab dem 30. September ist der Actionkracher in den Hamburger Kinos zu sehen. Viele Kinos in der Hansestadt haben sich zum Start des Blockbusters entschlossen, auf das 2G-Modell zu wechseln. Durch die Regelung, dass nur Geimpfte und Genesene in die Vorstellungen gelassen werden, fallen einige Corona-Beschränkungen für die Betreiber weg, die hoffen, ihre Säle wieder voll auslasten zu können.

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Das Konzept scheint aufzugehen, die Leute stürmen in die Lichtspielhäuser. Im Savoy Kino am Steindamm, wo die 2G-Regel greift, sind die Vorstellungen zu „Keine Zeit zu sterben“ in der ersten Woche fast bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Wer „Keine Zeit zu sterben“ doch lieber in einer 3G-Umgebung genießen möchte, der kann auf die Cinemaxx- oder UCI-Kinos zurückgreifen. Hier gibt es weiterhin Zugriff auch mit einem negativen Coronatest. Zudem hat man im Saal mehr Platz, da diese nur halb ausgelastet werden dürfen. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Universal Pictures/Imago

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