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Jacke von Obdachlosem angezündet – Prozess wegen versuchten Mordes

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Der 35-jährige Angeklagte sitzt neben seinem Rechtsanwalt Roman Raczek zu Beginn des Prozesses.
Der 35-jährige Angeklagte sitzt zu Beginn des Prozesses neben seinem Rechtsanwalt Roman Raczek. © Marcus Brandt/DPA

Der 35-jährige Angeklagte soll einen Obdachlosen im Schlaf mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben. Nun startet der Prozess.

Hamburg – Wegen mehrerer Gewalttaten gegen Obdachlose muss sich ab Mittwoch, 14. Dezember 2022, ein 35-Jähriger vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Der Mann soll am vergangenen 13. Juni den Jackenärmel eines Mannes mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Demnach schlief das 34-jährige Opfer schwer betrunken vor einer Toilette am Bahnhof Altona. Der Mann erwachte und schüttete sofort Bier auf die Flammen. Dennoch habe der 34-Jährige Verbrennungen am rechten Oberarm erlitten. Ein unbekannter Mittäter soll das Geschehen mit dem Handy gefilmt haben. Der mutmaßliche Täter soll bis zu seiner Inhaftierung selbst auf der Straße gelebt haben und alkoholabhängig sein.

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Jacke von Obdachlosem angezündet: 35-jähriger mutmaßlicher Wiederholungstäter vor Gericht

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Knapp einen Monat vor der Tat soll der Angeklagte den Schlafsack eines anderen Obdachlosen am Bahnhof Altona in Brand gesetzt haben. Einen dritten Obdachlosen soll der 35-Jährige nach einem Streit am Hauptbahnhof ins Gesicht geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord, gefährliche und vorsätzliche Körperverletzung sowie Sachbeschädigung vor. (DPA)

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