Kampf gegen die Pandemie

Inzidenzwert Hamburg: Zahlen sinken – jetzt werden Lehrer geimpft

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Es sind kleine Erfolge: Der Inzidenzwert in Hamburg sinkt weiter. Und bei den Impfungen geht es voran. Endlich werden alle Lehrer geimpft.

Hamburg – Das Infektionsgeschehen in der Hansestadt Hamburg hat sich wieder stabilisiert. Nachdem der Inzidenzwert am Wochenende kurz wieder angestiegen war, ging er am Montag, 26. April 2021, erneut wieder zurück. Zwar wurden 232 Neuinfektionen gemeldet. Doch das waren 82 weniger als am Sonntag und 38 weniger als am Montag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Der Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank damit wieder von 117,2 auf 115,2.

Hamburg:232 neue Corona-Fälle (Montag, 26. April 2021)
Niedersachsen:995 neue Corona-Fälle (Montag, 26. April 2021)
Schleswig-Holstein:120 neue Corona-Fälle (Montag, 26. April 2021)
Mecklenburg-Vorpommern:108 neue Corona-Fälle (Sonntag, 25. April 2021)

Vor Sonntag war die Sieben-Tage-Inzidenz zuvor zehn Tage lang in Folge gesunken. Vor einer Woche hatte der Wert noch 136,6 betragen. Mit der rückläufigen Tendenz liegt Hamburg gegen den Bundestrend, wo vielerorts die Zahlen steigen. Der Hamburger Senat sieht sich deswegen in seinem Corona-Kurs weiterhin bestärkt. Seit Ostern hält der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an einem Knallhart-Lockdown mit nächtlichen Ausgangssperren fest.

Inzidenzwert Hamburg: Corona-Zahlen sinken – Lehrer werden zur Impfung aufgerufen

Trotz der sinkenden Zahlen soll daran vorerst auch nicht gerüttelt werden. Nach wie vor sei das Infektionsgeschehen hoch, hieß es. So werden weiterhin in den Krankenhäusern und Kliniken 295 Covid-19-Patienten behandelt. 113 von ihnen lagen auf der Intensivstation. Immerhin: Die Zahl der Corona-Toten blieb seit Sonntag unverändert bei 1461 Fällen.

Der Inzidenzwert in Hamburg sinkt: Dennoch dürfen sich die Lehrer jetzt über eine Corona-Impfung freuen.

Große Hoffnung zur Eindämmung der Pandemie setzt Tschentscher weiterhin in die Fortschritte der Impfkampagne. Im Mai erwartet die Gesundheitsbehörde eine neue Massenlieferung an Impfstoff. Nachdem zuletzt vor allem die Priorisierungsgruppe 2 an der Reihe war, sind nun seit Montag die ersten Personen der nächsten Impfgruppe aufgerufen. So sollen die Beschäftigten der weiterführenden Schulen und aus dem Bereich der Jugendhilfe eine Schutzimpfung erhalten.

Die Lehrer waren gegenüber den Erziehern und Beschäftigten an Grund- und Sonderschulen nachrangig angeordnet worden. Es wurde angenommen, dass gerade bei jüngeren Kindern die Abstandsregeln nicht gewahrt werden konnte. Nun wurden aber die Impfaufrufe für die übrigen Lehrer verschickt. Auch diese Gruppe sei enorm wichtig und man wisse ihren Einsatz zu schätzen, betonte Schulsenator Ties Rabe. Zuvor war Kritik an der Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Lehrern laut geworden.

Inzidenz Hamburg: Bund und Länder erwägen Freigabe der Impf-Priorisierung

Die Lehrer können nun einen Termin telefonisch unter 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de vereinbaren. Den Angaben zufolge sind noch mehrere Tausend Termine frei. Insgesamt wurden bisher in Hamburg 482.644 Menschen geimpft, rund ein Drittel davon bereits mit einer Zweitimpfung. Die Freiwillige Feuerwehr Hamburg ging allerdings bislang leer aus, weswegen sich die Beschäftigten jetzt lautstark in einem offenen Brief beschwerten.

Inwieweit die Impfreihenfolge nun in den kommenden Wochen gelockert wird, war zudem auch Gegenstand eines Impfgipfels. Bei den Beratungen mit den Ländern stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montagnachmittag die Freigabe der Impf-Priorisierung ab Juni in Aussicht. Dies heiße zwar nicht, dass ab dann sofort jeder geimpft werden könnte, stellte die Regierungschefin klar. Aber jeder könne sich dann um einen Termin bemühen. Und es könnte sich lohnen. Denn Bund und Länder stellten auch Sonderrechte für Geimpfte im Lockdown in Aussicht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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