Corona-Lockdown

Inzidenzwert Hamburg: Zahl über 100 – Lockerungen passé

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Runter und rauf: Der Inzidenzwert Hamburg steigt wieder über 100. Damit bleibt die Ausgangssperre bestehen. Lockdown-Lockerung aber nicht gänzlich aufgehoben.

Hamburg – Trotz einer halbwegs positiven Entwicklung beim Inzidenzwert fährt der Hamburger Senat bis zum Wochenende auf jeden Fall einen strengen Corona-Kurs weiter. Zwar seien angesichts der Corona-Zahlen in Hamburg Lockerungen für Kitas und Schulen ebenso „denkbar“ wie der Wegfall der Ausgangssperre, betonte ein Senatssprecher am Dienstag. Aber nach wie vor sei die Lage „heikel“, weswegen man die verschärften Corona-Maßnahmen derzeit noch nicht vorschnell zurücknehmen könne.

Hamburg253 neue Corona-Fälle (Dienstag, 04. Mai 2021)
Niedersachsen540 neue Corona-Fälle (Dienstag, 04. Mai 2021)
Schleswig-Holstein133 neue Corona-Fälle (Dienstag, 04. Mai 2021)
Mecklenburg-Vorpommern92 neue Corona-Fälle (Montag, 03. Mai 2021)

Am Dienstag waren der Gesundheitsbehörde wieder 253 Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren den Angaben zufolge 63 mehr als am Vortag und 43 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen stieg damit von 98,6 wieder auf 100,9.

Inzidenzwert Hamburg: Corona-Zahlen steigen wieder – Ausgangssperre bleibt vorerst gültig

Die 100er-Marke bei der Inzidenz ist eine wichtige Schwelle. Liegt dieser Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen stabil unter 100, dann kann der Senat theoretisch am übernächsten Tag Lockerungen im Lockdown erlauben. An dieses Vorgehen werde man sich auch halten, bekräftigte der Senatssprecher und betonte, dass man bei der Beurteilung der Gesamtlage weiterhin an den Hamburger Zahlen und nicht an den RKI-Zahlen festhalte.

Der Inzidenzwert bleibt in Hamburg hoch: Der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält deswegen an der Ausgangssperre weiter fest. (24hamburg.de-Montage)

Vor diesem Hintergrund wird dann nach Angaben des Sprechers die Landesregierung als Erstes die seit Mitte März geltende Ausgangssperre in der Hansestadt Hamburg fallen lassen. Danach soll in einem zweiten Schritt die Rückkehr in den eingeschränkten Regelbetrieb an Schulen und Kitas geprüft werden. Außerdem plant die Landesregierung, Geimpfte mit Getesteten gleichzustellen.

Im Vergleich zu allen anderen Bundesländern bleibt Hamburg damit auf seinem vorsichtigen Kurs. Während Länder wie Bayern oder Niedersachsen bereits vorgeprescht* sind und mit eigenen Verordnungen Geimpften und Covid-19-Genesenen schon längst umfangreiche Freiheiten im Lockdown eingeräumt haben, zögert der Hamburger Senat diesen Schritt weiterhin hinaus und wartet auf einen endgültigen Bundesbeschluss* zu diesem Thema. Dieser soll spätestens am Freitag vorliegen.

Inzidenz: Tschentscher bremst bei Lockerungen im Lockdown – andere Länder schon weiter

Dann will auch die Hamburger Landesregierung wieder zu Beratungen zusammenkommen und einen Fahrplan für mögliche Öffnungsschritte festlegen. Bis dahin bleibt in der Hansestadt erst einmal alles beim Alten.

Der Senatssprecher von Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) verteidigte dieses Vorgehen. Die Abwärtsentwicklung der Inzidenz beweise, dass man mit dem richtigen Verhalten einen positiven Effekt erzielen kann. „Das ist ein Erfolg“, sagte er. Nun gelte es aber die Entwicklung dauerhaft zu stabilisieren. „Lockern. Schließen. Lockern. Diesen Jo-Jo-Effekt wollen wir auf jeden Fall vermeiden.“ * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Georg Wendt/dpa/picture alliance

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