Corona-Pandemie

Inzidenzwert Hamburg steigt extrem an – mehr als 300 Corona-Neuinfektionen

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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In den letzten Tagen ging die Inzidenz in Hamburg Stück für Stück zurück – nun steigt der Wert plötzlich extrem an. Die Behörde meldet mehr als 300 neue Fälle.

Hamburg – Nur einen Tag nach der Bekanntgabe der optionalen 2G-Regel, steigen die Corona-Zahlen in der Hansestadt Hamburg wieder rasant an. Allein der Inzidenzwert schoss von 79,0 auf 80,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Binnen der letzten 24 Stunden sind laut Hamburger Gesundheitsbehörde 339 Corona-Neuinfektionen hinzugekommen.

Hamburg (25. August 2021):339 neue Fälle, Inzidenz: 80,8
Niedersachsen (25. August 2021):817 neue Fälle, Inzidenz: 43,6
Schleswig-Holstein (24. August 2021):305 neue Fälle, Inzidenz: 48,9
Mecklenburg-Vorpommern (24. August 2021):103 neue Fälle, Inzidenz: 26,4

Inzidenzwert Hamburg schießt in die Höhe – Zahl der Patienten im Krankenhaus weiter stabil

Am Vortag, 24. August 2021, wurden lediglich 198 Neuinfektionen gemeldet – vor einer Woche 304 neue Coronavirus-Fälle. Damals betrug die Inzidenz 90,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Trotz des massiven Anstiegs liegt der aktuelle Wert also noch darunter.

Laut dem DIVI-Intensivregister ist die Zahl der Corona-Patienten auf einer Hamburger Intensivstation leicht zurückgegangen. Während am 24. August noch 46 Patienten intensivmedizinische betreut werden mussten, sind es am 25. August nur noch 43. Aktuell müssen dem Bericht zufolge 27 Patienten invasiv beatmet werden.

Der Inzidenzwert in Hamburg schießt in die Höhe.

Die Impfquote der doppelt Geimpften liegt in Hamburg mittlerweile bei 61,2 Prozent. Bis einschließlich 24. August 2021 haben 1.130.687 Hamburgerinnen und Hamburger vollständigen Impfschutz erhalten. 1.246.300 Bürgerinnen und Bürger sind einmal geimpft – das macht einen Anteil von 67,5 Prozent.

Inzidenzwert Hamburg steigt wieder – 2G-Modell verfassungswidrig?

Unterdessen streiten Experten weiter darüber, ob das vom Hamburger Senat beschlossene 2G-Modell überhaupt verfassungskonform ist. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hatte bereits mehrfach betont, dass eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften seitens der Regierung nicht zu lässig wäre.

Anders sehe es hingegen bei privaten Entschlüssen von Veranstaltern oder Gastronomen aus nur noch Geimpften und Genesenen die Türe zu öffnen. Der ARD-Rechtsexperte Kolja Schwartz erklärte nun gegenüber der Tagesschau, dass vor allem die ungleiche Behandlung von Unternehmen juristisch problematisch sein könnte.

Denn je nachdem ob Unternehmen das 2G oder 3G-Modell anwenden, gelten für sie und Gäste andere Regeln. Sollte in Hamburg ein Unternehmen gegen das 2G-Modell klagen, so müsste das Gericht laut Schwartz zwei elementare Fragen klären. Erstens, ob von Geimpften geringere Gefahren ausgehen und zweitens, ob die Einschränkungen für Ungeimpfte zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung wirklich notwendig sind. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hanno Bode/imago

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