Corona-Pandemie

Inzidenzwert Hamburg steigt weiter an: Gibt es bald 3G-Plus statt 2G?

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Die 7-Tage-Inzidenz in Hamburg klettert in die Höhe. Derweil bekommt Peter Tschentscher für das 2G-Modell Kritik. Wird das Modell bald von 3G-Plus abgelöst?

Hamburg – Der Inzidenzwert klettert auch am Sonntag, 29. August 2021, weiter in die Höhe. Die Gesundheitsbehörde Hamburg meldete 190 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Der Inzidenzwert steigt damit von 87,8 auf 89,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Zur Eindämmung der Corona-Zahlen in der Hansestadt Hamburg wurde kürzlich das sogenannte 2G-Optionsmodell beschlossen. Doch dafür hagelt es Kritik – unter anderem die Linke fordert stattdessen 3G-Plus. Was ist das?

Hamburg (29. August):190 neue Fälle, Inzidenz: 89,6
Niedersachsen (29. August):701 neue Fälle, Inzidenz: 58,0
Schleswig-Holstein (28. August):179 neue Fälle, Inzidenz: 47,9
Mecklenburg-Vorpommern (28. August):75 neue Fälle, Inzidenz: 30,8

Derzeit müssen 45 Menschen aufgrund einer Coronavirus-Infektion in einem Hamburger Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt werden. 28 Patienten müssen invasiv beatmet werden, das berichtet das Divi-Intensivregister. Die Zahl der Patienten in einem Krankenhaus sind seit Tagen stabil.

Inzidenzwert Hamburg steigt weiter: Ersetzt 3G-Plus bald das 2G-Modell?

Viele Experten und Politiker begrüßen das Hamburger 2G-Modell zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Aber es gibt auch reichlich Kritik. Immerhin gibt die Politik Unternehmen, Veranstaltern und Gastronomen die Chance, Menschen nur aufgrund ihres Impfstatus vom öffentlichen Leben auszuschließen. Und das, obwohl auch von negativ getesteten Menschen kein nennenswertes Infektionsrisiko mehr ausgeht, meint zumindest Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Bürgerschaft Hamburg.

Inzidenzwert Hamburg klettert weiter: Kommt statt 2G jetzt 3G-Plus? (24hamburg.de-Montage)

Im Gespräch mit der Hamburger Morgenpost setzt sich der Politiker deshalb für das sogenannte 3G-Plus-Modell ein. Demnach sollte Menschen, die ein negatives Ergebnis eines PCR-Tests vorweisen können, dieselben Rechte eingeräumt werden, wie Geimpften und Genesenen.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte sich in der Vergangenheit ebenfalls in die Richtung geäußert. Nur per PCR-Test getestete Personen könnten Geimpften und Genesenen gleichgesetzt werden, hatte er damals gesagt. Möglich, dass diese Regel ergänzend zum 2G-Optionsmodell noch umgesetzt wird. Dann dürften Restaurants und Veranstalter Ungeimpfte mit negativem Schnelltest auf keinen Fall mehr durch die Türe lassen – ein PCR-Test wäre dann abseits des 2G-Modells Pflicht.

Inzidenzwert Hamburg steigt: Kommt ein Lockdown nur für Ungeimpfte?

2G, 3G-Plus oder doch direkt ein Lockdown nur für Ungeimpfte? All das wird derzeit bundesweit diskutiert. Weil Hamburg auch beim 2G-Modell als erste Stadt Deutschlands handelte, schielen jetzt wieder viele andere Bundesländer in die Hansestadt. Zieht Peter Tschentscher als Nächstes den Lockdown für Ungeimpfte in Betracht?

Der erste Vorstoß dazu kam kürzlich aus Baden-Württemberg. Die dortige Landesregierung plant nach Informationen der BILD schon in der kommenden Woche gesonderte Regeln für Ungeimpfte zu beschließen. Angedacht ist auch ein Ampelsystem. Springt die Ampel von Grün auf Gelb, so müssten Ungeimpfte mit Kontaktbeschränkungen rechnen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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