Corona-Zahlen sinken

Inzidenzwert Hamburg: Wo die Anti-Corona-Hotspots sind

  • Jens Kiffmeier
    VonJens Kiffmeier
    schließen

Corona-Zahlen im Sinkflug: Der Inzidenzwert in Hamburg bleibt unter der 100er-Schwelle. Innerhalb der Stadt gibt es jedoch Unterschiede und Anti-Hotspots.

Hamburg – Die Hamburgerinnen und Hamburger dürfen sich weiterhin Hoffnung auf baldige Lockerungen im Corona-Lockdown machen. Denn bereits den zweiten Tag in Folge ist der Inzidenzwert in der Hansestadt Hamburg unter die 100er-Schwelle gesunken. Zwar wurden am Donnerstag wieder 280 Neuinfektionen registriert, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Aber das waren 57 mehr als am Mittwoch und 121 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging dadurch von 95,8 auf jetzt nur noch 89,5 zurück.

Hamburg:280 neue Corona-Fälle (Donnerstag, 06. Mai 2021)
Schleswig-Holstein:291 neue Corona-Fälle (Donnerstag, 06. Mai 2021)
Niedersachsen:1461 neue Corona-Fälle (Donnerstag, 06. Mai 2021)
Mecklenburg-Vorpommern:263 neue Corona-Fälle (Mittwoch, 05. Mai 2021)

Inzidenzwert Hamburg: Corona-Zahlen sinken in manchen Stadtteilen mehr – Senat zögert Lockdown-Lockerung hinaus

Allerdings gibt es innerhalb der Stadt deutliche Abweichungen bei den Corona-Zahlen. Besonders vorbildlich läuft es demnach in Hamburg-Nord und im Bezirk Eimsbüttel. Hier liegt die Inzidenz nur bei 62,30 und bei 59,91. In beiden Bezirken rauschte der Wert im Vergleich zur Vorwoche zwischen zehn bis zwanzig Punkte nach unten. Am schlechtesten ist die Lage derweil in Hamburg-Mitte (163,16), Harburg (136,34) und in Bergedorf (107,48).

Der Inzidenzwert sinkt und viele Testergebnisse fallen negativ aus. Dennoch gibt es in Hamburg regionale Unterschiede. (24hamburg.de-Montage)

Experten nehmen nun verstärkt die regionalen Unterschiede im Infektionsgeschehen in den Fokus, in Hamburg ebenso wie in Niedersachsen, wo die Landesregierung bereits erste Lockerungsschritte im Lockdown eingeleitet hat*. In dieser Hinsicht müssen sich die Hamburgerinnen und Hamburger aber noch weiter gedulden. Erst wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100 liegt, will der Hamburger Senat frühestens am darauffolgenden Tag Erleichterungen im Knallhart-Lockdown erlauben. Am Freitag kommt die rot-grüne Landesregierung zu einer Sondersitzung zusammen, um einen Fahrplan festzuzurren.

Inzidenz: Ausgangssperre und Sonderrechte für Geimpfte – Hamburg hinkt anderen Ländern hinterher

Im Vorfeld warb Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) bei den Bürgern der Hansestadt um Verständnis für die zögerliche Haltung. Im März habe man schmerzhaft erfahren müssen, dass zu frühe Lockerungen des Lockdowns das Infektionsgeschehen negativ beeinflussen würden, sagte sie. Deshalb werde man die Ausgangssperre nicht vorschnell wegnehmen.

Und auch die Umsetzung der Sonderregelungen für Geimpfte*, die am Donnerstag im Bundestag beschlossen worden sind, gelte es wohlüberlegt vorzunehmen. In Bezug auf den Corona-Impfstoff im Müll, der vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Dennis Thering angesprochen wurde, hatte Leonhard nur folgendes zu sagen: „Etwas anderes können wir uns in der Pandemie nicht leisten. Also hören Sie auf, diese Scheinrechnung zu machen und hier populistisch zu argumentieren“. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa/picture alliance & Matthias Bein/dpa/picture alliance

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare