Neue Maßnahmen

Hamburg: Diese Corona-Regeln gelten gerade in der Hansestadt

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Feiern, Veranstaltungen und 2G-Optionsmodell. Aber welche Einschränkungen? Derzeit sind in Hamburg diese Corona-Regeln für Tanzen, Kultur und Freizeitspaß gültig.

Hamburg – Der negative Trend der vergangenen Tage setzt sich auch am Samstag, 28. August 2021, weiter fort. Die Gesundheitsbehörde Hamburg meldet insgesamt 215 neue Corona-Fälle. Der 7-Tage Inzidenzwert klettert damit von 87,1 auf 87,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Ab sofort gelten auch neue Corona-Regeln.

Seit Beginn der Pandemie haben sich nun laut Gesundheitsbehörde bereits 84.923 Hamburgerinnen und Hamburger mit dem Coronavirus infiziert. Etwa 79.700 von ihnen gelten laut RKI mittlerweile als wieder genesen.

Der Inzidenzwert Hamburg klettert weiter: Ab sofort gelten neue Corona-Regeln.

Derzeit werden 128 Patienten aufgrund einer Coronavirus-Infektion in einem Hamburger Krankenhaus behandelt. 46 von ihnen müssen derzeit auf der Intensivstation versorgt werden.

Ab sofort 2G-Optionsmodell und neue Corona-Regeln in Kraft

In Hamburg gilt ab Samstag, 28. August 2021, das sogenannte 2G-Optionsmodell. Das heißt, ab sofort können Gastronomen und andere Veranstalter selbst entscheiden, ob sie ihre Türen nur noch für Geimpfte und Genesene öffnen möchten. Kürzlich hatte der Wahlhamburger und TV-Koch Tim Mälzer verraten, ob er in Zukunft nur noch geimpfte Gäste in seiner Bullerei begrüßen wird.

Für Veranstalter, Gastronomen und Betreiber anderer öffentlicher Einrichtungen gelten unter dem neuen 2G-Modell dann folgende Regeln:

Bei Veranstaltungen:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Freie Tisch- und Sitzplatzanordnung
  • Verdreifachung der Personenzahlgrenzen
  • Wegfall der Testpflicht
  • Tanzen ist in Innenräumen mit medizinischer Maske möglich

Religiöse Veranstaltungen und Trauerfeiern (§ 11)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Verzicht auf kapazitäre Vorgaben und Anmeldepflicht
  • Gemeindegesang auch ohne Maske

Touristische Stadtrundfahrten und Hafenrundfahrten (§ 12 Absatz 2)

  • Verzicht auf die Maskenpflicht im Freien

Messen und gewerbliche Ausstellungen (§ 13a)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Entfallen der flächenmäßigen Kapazitätsbegrenzung (eine Person pro 10 qm)
  • Aufhebung der Testpflicht

Gaststätten und ähnliche Einrichtungen (§ 15)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Verzicht auf Kapazitätsbegrenzungen
  • Es darf im Stehen verzehrt werden
  • Tische und Stühle können beliebig platziert werden
  • Shishas dürfen auch in geschlossenen Räumen genutzt werden
  • Die Sperrstunde entfällt
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Tanzen ist auch in geschlossenen Räumen möglich.

Beherbergung (§ 16)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Schlafsäle dürfen ohne Begrenzung belegt werden
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Wenn Tanzangebote gemacht werden, gelten die Regeln nach § 15a
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen.

Freizeiteinrichtungen und Gästeführungen (§ 17)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Entfallen der Gruppengrößenbegrenzung
  • Entfallen der kapazitären Begrenzung
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen.

Kulturelle Einrichtungen (§ 18)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • freie Anordnung der Sitzplätze
  • Folge: keine Kapazitätsbegrenzung (Vollauslastung)
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Für gastronomische Angebote gelten die Regeln nach § 15.
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen – auch beim Tanzen.

Livemusikspielstätten und Musikclubs (§18 Absatz 2):

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • freie Anordnung der Steh- und Sitzplätze
  • Stehplätze zulässig
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Personenzahlgrenzen: in geschlossenen Räumlichkeiten höchstens 1300, im Übrigen höchstens 2000
  • Sofern getanzt wird, gilt die Personenzahlbegrenzung nach §15a (außen: 750 Personen, innen: 150 Personen)
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen – auch beim Tanzen.

Sportveranstaltungen vor Publikum (§ 18a)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • freie Anordnung der Sitz- und Stehplätze
  • Verdopplung der Personenzahlgrenze in Innenräumen auf 1.300 und 2.000 im Freien
  • für größere Veranstaltungen gibt es weiterhin die Möglichkeit der Sondergenehmigung, § 18a Absatz 2, auch als 2G-Veranstaltung
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen

Volksfeste (§ 18b)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Aufhebung der kapazitären Begrenzung
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Für das Tanzen gelten die Vorgaben von § 15a
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen und der Zugang muss regulierbar bzw. kontrollierbar sein.

Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Fahrunterricht (§ 19)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Lerngruppen dürfen durchmischt werden
  • freie Pausengestaltung
  • Entfallen der Begrenzung der Gruppengröße der Lerngruppen
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen.
  • Pflichtveranstaltungen im Bildungsbereich, wie z.B. BAMF-Sprachkurse und dergleichen, müssen zumindest auch im 3G-Modell angeboten werden.

Sportbetrieb und Spielplätze (§ 20)

  • Für Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Thermen, Saunen und beim ärztlich verordneten Rehabilitationssport gelten folgende Möglichkeiten im 2G-Zugangsmodell:
  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Entfallen der kapazitären Begrenzung in geschlossenen Räumen (eine Person pro 10 qm)
  • das Abstandsgebot zwischen Sportgeräten entfällt
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen.

Spielbank, Spielhallen und Wettvermittlungsstellen (§21)

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Entfallen der kapazitären Begrenzung in geschlossenen Räumen (eine Person pro 10 qm)
  • freie Anordnung der Sitz-und Stehplätze
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen.

Corona in Hamburg: Neue Regeln auch im Einzelhandel

Mit dem Inkrafttreten der neuen Corona-Regeln gibt es auch im Einzelhandel eine Neuerung. Ab Samstag, 28. August 2021, entfällt die Pflicht zur (digitalen) Kontaktnachverfolgung. Das heißt: Kundinnen und Kunden müssen sich ab sofort nicht mehr per Luca-App oder schriftlich bei Geschäfte ein- und auschecken. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © BODE via www.imago-images.de

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