Fast wie vor Corona!

Lockdown-Lockerung: Außengastronomie und Geschäfte in Norderstedt offen

  • Joanna Abou Boutros
    vonJoanna Abou Boutros
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Draußen Bier und Wein trinken ist wieder möglich – in Norderstedt. Außengastronomie ist geöffnet und in Geschäfte kann man ohne Termin.

Hamburg/Segeberg – Gemütlich mit der Familie einen Kaffee trinken, mit Freunden gemeinsam Essen gehen oder in den Geschäften stöbern – in Teilen unseres Nachbarbundeslandes Schleswig-Holstein ist das trotz Corona-Pandemie wieder möglich. Der Kreis Segeberg hat Ende der vergangenen Woche die Corona-Regeln gelockert. Neben der Außengastronomie darf seit Samstag auch der Einzelhandel wieder öffnen. Wer will, kann ohne Terminvereinbarung und ohne Corona-Test shoppen.

Trotz Corona in Schleswig-Holstein: Geschäfte und Außengastronomie in Norderstedt öffnen

Die Voraussetzungen im Einzelhandel: Kunden müssen sich vor dem Shopping-Erlebnis registrieren. Online – zum Beispiel über die Luca-App – oder händisch werden persönliche Daten wie Vor- und Nachname, Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und die Uhrzeit sowie das Datum des Shopping-Tages hinterlegt. Alle Kunden müssen sich weiterhin an die bekannten Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen halten. Offiziell zugelassen ist ein Kunde auf zehn Quadratmeter Ladenfläche.

Die Regelungen gelten nicht für Geschäfte des alltäglichen Bedarfs. Auch Baumärkte durften – anders als in Hamburg – bereits früher öffnen. In der Hansestadt sind aufgrund der hohen Corona-Zahlen lediglich die Gartencenter zugänglich.

Corona in Schleswig-Holstein: Inzidenz in Norderstedt deutlich unter 100er-Wert

Möglich sind die Lockerungen im Einzelhandel und in der Gastronomie aufgrund sinkender Corona-Zahlen. Der Kreis Segeberg, zu dem auch das an Hamburg grenzende Norderstedt gehört, meldet am Montag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 64.

Ein Bier im Freien: Im Kreis Segeberg ist die Außengastronomie wieder geöffnet. (Symolbild/24hamburg-Montage)

Für Kunden und Einzelhändler ist dieser Schritt ein Schritt zurück in die Normalität. Die Geschäfte waren in den vergangenen Monaten teils geschlossen, teils war das Einkaufen nur bedingt möglich. Durch die Lockerungen werden nun die Angebote „Click & Collect“, also das Bestellen von Artikeln im Internet mit anschließender Abholung im Geschäft, sowie das „Click & Meet*“, das Shoppen mit Termin, wieder eingestellt.

Neben den Änderungen im Einzelhandel gibt es weitere Lockerungen im Kreis Segeberg. Wer sich bei schönem Frühlingswetter auf die Terrasse seines Lieblingslokals setzten, die durch die Pandemie angeschlagenen Gastronomen unterstützen oder einfach mal wieder rauskommen möchte, kann es sich in den Außenbereichen der örtlichen Gastronomien gemütlich machen. In dem norddeutschen Bundesland gelten bereits seit dem 12. April überall dort, wo die Inzidenz unter 100 liegt, Lockerungen. Auch Urlaube sind inzwischen in einigen Regionen wieder möglich.

Trotz Lockerungen müssen sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin an Corona-Regeln halten. In der Außengastronomie gilt: Besucher müssen vorab einen Termin vereinbaren, Gastronomen ein Hygienekonzept vorlegen. Außerdem dürfen zwischen 21 Uhr und 6 Uhr keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden.

Öffnung von Geschäften: Hamburger fahren zum Shoppen nach Norderstedt

Am Samstag waren die Terrassen einiger Gastronomiebetriebe im Kreis Segeberg bei sonnigem Wetter gut besetzt. Auch Gäste aus Hamburg waren nach Norderstedt gekommen, saßen beisammen und unterstützten zugleich die Lokale vor Ort.

Im Einkaufszentrum „Herold-Center“ in Norderstedt waren die Besucherzahlen am Samstag nicht ganz so hoch. Doch auch hierhin hat es Kunden aus der Hansestadt Hamburg verschlagen. Das geht aus einem Bericht des Hamburger Abendblattes hervor. In Hamburg gilt aufgrund der Corona-Lage weiterhin ein strenger Lockdown. * 24hamburg.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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