Höchstwert bei den Jugendlichen

Corona-Alarm bei Zwölf- bis 17-Jährigen: Inzidenz in Hamburg-Mitte bei 434!

  • Susanne Kröber
    VonSusanne Kröber
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Hamburg verzeichnet einen ziemlich starken Anstieg von Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. Mit entscheidend ist dabei der konkrete Wohnort.

Hamburg – Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg bei 81,8 je 100 000 Einwohner (Stand: 6. September). Die Tendenz: sinkend, was auch die neuen Corona-Regeln in der Hansestadt beeinflusst. Ganz anders sehen die Zahlen allerdings aus, wenn man bestimmte Altersgruppen und Bezirke gesondert unter die Lupe nimmt.

Deutscher Stadtbezirk:Hamburg-Mitte
Fläche:142,2 km²
Stadtteile:Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Finkenwerder, HafenCity, Hamburg-Altstadt, Hamm, Hammerbrook, Horn, Kleiner Grasbrook, Neustadt, Neuwerk, Rothenburgsort, St. Georg, St. Pauli, Steinwerder, Veddel, Waltershof, Wilhelmsburg
Einwohner:301.543 (31. Dez. 2019)

Laut einer Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage des Vizepräsidenten der Hamburger Bürgerschaft Deniz Celik (Die Linke) ist die Inzidenz in der Altersgruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen mit 273,9 am höchsten, es folgen die Sechs- bis Elfjährigen mit einer Inzidenz von 201,9. Für die Berechnung wurden laut Hamburger Senat laborbestätigte SARSCoV-2-Fälle mit Meldedatum vom 18.08.2021 bis 25.08.2021 verwendet.

Corona-Inzidenz in Hamburg: Alter und Bezirk sorgen für drastische Unterschiede

Die Zahl der Corona-Infektionen ist demnach bei den Zwölf- bis 17-Jährigen mit Abstand am höchsten, allerdings nicht in jedem Hamburger Stadtteil. Aus den Zahlen der Senats-Antwort auf die Kleine Anfrage geht zudem hervor, dass es gravierende Unterschiede zwischen den Bezirken gibt.

Trotz Impfangebot ist die Inzidenz unter den Zwölf- bis 17-Jährigen in Hamburg am höchsten.

In der zweiten Augusthälfte lag die Inzidenz bei den Zwölf- bis 17-Jährigen in Hamburg-Mitte laut Hamburger Senat bei 434,3! Es folgten Altona mit 333,3 Corona-Neuinfektionen, Hamburg-Nord mit einer Inzidenz von 294,4 und Bergedorf mit 288,5. Eimsbüttel bildete in dieser Altersklasse das Schlusslicht bei den Infektionen mit dem Coronavirus mit immer noch 91,0.

Celik: Hohe Inzidenz in einigen Hamburger Bezirken „besorgniserregend“

„Die hohe Inzidenz in einer Altersgruppe mit niedrigen Impfquoten ist wenig überraschend“, erklärt Deniz Celik gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Größere Sorgen bereiten dem Vizepräsidenten der Hamburger Bürgerschaft laut Abendblatt die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken. „Besorgniserregend sind allerdings die sehr hohen Inzidenzen in einigen Bezirken und die unterschiedliche Verteilung in den Bezirken.“

Der Hamburger Senat schreibt in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage: „Das Pandemiegeschehen zeigt sich derzeit insbesondere in den jüngeren Altersgruppen mit niedriger Impfquote. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den hohen Inzidenzen und der Altersstruktur in einzelnen Stadtteilen ist daher nicht auszuschließen.“ Geplant seien „dezentrale und mobile Impfangebote unter anderem an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen“, um die Impfquote in den betroffenen Altersgruppen zu erhöhen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © Andre Lenthe/Imago

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