Corona killt Party

Inzidenz in Hamburg steigt: Für Clubs und Diskos gelten diese Regeln

  • Fabian Raddatz
    VonFabian Raddatz
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Die Corona-Inzidenz in Hamburg steigt konstant. Feiern in der Hansestadt ist deswegen nur begrenzt möglich. 24hamburg.de weiß, welche Regeln in Clubs gelten.

Hamburg – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in der Stadt Hamburg im Wochenvergleich weiter gestiegen. Am Mittwoch, 11. August 2021, kamen 230 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind 12 mehr als am Vortag und 69 mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg von 69,1 auf 72,7. Vor einer Woche lag sie noch bei 38,5.

Inzidenzwert Hamburg:72,7 (Stand: Mittwoch, 11. August 2021)
Inzidenzwert Schleswig-Holstein:48,7 (Stand: Donnerstag, 12. August 2021)
Inzidenzwert Niedersachsen:20,7 (Stand: Donnerstag, 12. August 2021)
Inzidenzwert Bremen:28,0 (Stand: Donnerstag, 12. August 2021)
Inzidenzwert Mecklenburg-Vorpommern:18,8 (Stand: Mittwoch, 11. August 2021)

Keine guten Nachrichten für die Club- und Musikbranche der Stadt: Sie warten nach wie vor auf eine Perspektive, um endlich wieder zum Normalbetrieb zurückkehren zu können, doch die Hoffnung darauf scheint mit zunehmender Corona-Inzidenz immer weiter zu schrumpfen.

Inzidenz in Hamburg bei 72,7: Das sind die Regeln für Clubs und Diskotheken zurzeit

Zwar sind Veranstaltungen im Freien in Hamburg mittlerweile wieder zugelassen – so gibt es beim Hamburger Kultursommer 700 Live-Events und Open-Airs zu sehen – doch bei vielen kleineren Club-Betreibern will da nicht so richtig Freude aufkommen. Denn weil nur maximal 250 Leute erlaubt sind, rechnet sich für viele die Öffnung einfach nicht.

Feiern wie vor Corona? Das scheint mit den steigenden Inzidenzzahlen in Hamburg in weite Ferne gerückt zu sein.

Falls überhaupt so viele Gäste kommen, denn es gibt so einige Hürden: So ist es etwa derzeit nicht möglich, spontan zu einer Veranstaltung zu gehen. Besucher brauchen in der Regel eine Voranmeldung und einen Nachweis, dass sie entweder durchgeimpft, genesen oder negativ auf Corona getestet sind. Auch müssen sie ihre Daten hinterlegen.

Inzidenz in Hamburg bundesweit am höchsten: Viele Clubs öffnen gar nicht

Findet eine Party dann doch statt, muss beim Tanzen gebührend Abstand gehalten werden. Um das allein schon bei ein paar Dutzend Menschen zu gewährleisten, braucht es entsprechend große Flächen. Und die haben viele Veranstalter schlicht nicht. Die Konsequenz für viele Clubs: de facto Tanzverbot. Dass da nicht so recht Feierstimmung aufkommen mag, scheint verständlich.

Und weil zahlreiche Clubs und Diskotheken in Hamburg über keine Außenflächen verfügen, bleiben viele von ihnen gleich ganz geschlossen. Denn Musikveranstaltungen in Innenräumen sind nach wie vor tabu. Corona, der Party-Killer.

Paragraf 15a der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung, die noch bis 25. August 2021 gültig ist, besagt „Tanzlustbarkeiten, insbesondere in Clubs und Diskotheken und Musikclubs, dürfen nicht in geschlossenen Räumen angeboten werden.“

Inzidenz steigt: Hamburg muss weiterfeiern wie gehabt

Auch Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und gebürtiger Hamburger, macht den Veranstaltern wenig Hoffnung, dass sich an ihrer Situation in näherer Zukunft etwas ändern wird. Denn die hatten eine Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gefordert.

Und so muss Hamburg erstmal weiterfeiern wie gehabt: Tanzend mit Abstand (wo möglich) – und dann auch nur draußen. Oder auf Großveranstaltungen ausweichen, denn für die gelten andere Regeln. So sind beim diesjährigen Hamburger Sommerdom immerhin 7500 Gäste zugelassen. Und auch die Open-Air-Kinos in Hamburg sind eröffnet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sophia Kembowski

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