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Infektpraxis für Kinder in Hamburg-Altona eröffnet – das müssen Eltern wissen

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Von: Lia Stoike

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In speziellen Kinderkliniken finden Kinder bei akuten Erkrankungen schnell Hilfe.
Hamburger Kinderärzte und Notdienste sind überlastet, jetzt gibt es Unterstützung. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Kinderärzte und Notdienste sind wegen der Vielzahl kranker Kinder überlastet. Eine Infektpraxis in Altona soll jetzt unterstützen.

Hamburg – Schnupfen, Husten und Fieber. Das sind Symptome, die derzeit viele Eltern bei ihren Kindern beobachten können. Doch stellt nicht nur die Sorge um den Nachwuchs Hamburger Väter und Mütter vor eine Herausforderung: Überfüllte Praxen und dadurch lange Wartezeiten stehen auf der Tagesordnung, wenn Kinder zum Arzt müssen. Um das medizinische Personal zu entlasten und ein größeres Angebot für die kleinen Patienten zu schaffen, gibt es jetzt Abhilfe.

Infektpraxis:Hamburg-Altona
Adresse:Stresemannstraße 54
Öffnungszeiten:Montag bis Freitag, 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Infektpraxis für Kinder soll in Hamburg unterstützen

Seit Anfang Januar können Eltern mit ihren Kindern im Bezirk Hamburg-Altona eine kinderärztliche Infektpraxis in der Notfallpraxis, Stresemannstraße 54, aufsuchen. Dies soll die überlaufenen Kinderärzte unterstützen, was aus einer Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) hervorgeht. „Angesichts der derzeitigen Infektwelle, von der vor allem viele Kinder betroffen sind, erweitern wir unser kinderärztliches Notdienstangebot“, sagt hier John Afful, Vorstandsvorsitzender der KVH.

Wann Eltern mit ihren Kindern Hilfe bekommen – Öffnungszeiten der Infektpraxis in Altona

Von Montag bis Freitag, zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr können Eltern mit ihren Kindern die Praxis aufsuchen. „Wenn ein Kind akut erkrankt ist und zeitnah ärztliche Hilfe benötigt, dann bieten wir ab sofort eine zusätzliche Anlaufstelle.“ Afful weist darauf hin, dass sich das neue Angebot der KVH an Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen richte, die normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen würden. „Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen bitte immer gleich die 112 rufen“, heißt es weiter.

Hier gibt es auch am Wochenende Hilfe: Altona, Heidberg, Mariahilf und Wilhelmstift

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Kinderarztpraxen, wie zum Beispiel am Wochenende, können sich Eltern an das Altonaer Kinderkrankenhaus, die Asklepios Klinik Nord-Heidberg, die Helios Mariahilf Klinik sowie das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift wenden. Die Öffnungszeiten und weitere Informationen erhalten Eltern unter www.arztruf-hamburg.de, auf der Website https://www.116117.de/de/haeufige-fragen.php oder unter der Telefonnummer 116117.

Wann sollten sich Hamburger an den Notdienst wenden, wann einen Rettungswagen rufen?

Die Hausarztpraxis hat zu und es treten zum Beispiel Durchfall, Erkältungssymptome oder hohes Fieber auf? Patienten sollten den ärztlichen Notdienst unter 116 117 anrufen.

Bei Luftnot, heftigen Brustschmerzen, Bewusstlosigkeit, plötzlicher Lähmung oder schweren Verletzungen sollten Hamburger sofort einen Rettungswagen unter 112 rufen. Bei Kindern gilt dies auch für starke Schmerzen im rechten Unterbauch.

Notdienste für Erwachsene: St. Adolf-Stift, Asklepios Klinik (UKE), Bundeswehrkrankenhaus und INZ Marienkrankenhaus

Der „Arztruf Hamburg“ bietet ärztliche Beratung, aber auch einen Hausbesuch durch den fahrenden Notdienst sowie die Behandlung in einer Notfallpraxis. Neben den kinderärztlichen Notfallpraxen können sich auch erwachsene Patienten an das St. Adolf-Stift in Reinbek, die Asklepios Klinik in Harburg, im Bundeswehrkrankenhaus und dem INZ am Marienkrankenhaus wenden. Zudem vermittelt der Arztruf Hamburg über eine Terminservicestelle zeitnahe Arzttermine in Hamburger Haus- und Facharztpraxen.

Info-Grafik des Patienten-Service 116117, die Auskunft gibt, wann Erkrankte den Notdienst und wann einen Rettungswagen suchen sollen.
Patienten können rund um die Uhr den Patientenservice erreichen. In welchen Fällen das nicht nötig ist verrät die Info-Grafik. © 116117.de

Arztruf Hamburg bietet Non-Stop-Patientenversorgung an 365 Tagen im Jahr

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Patienten an 365 Tagen im Jahr den Arztruf Hamburg kontaktieren, um ärztliche Hilfe zu bekommen, bei einem gesundheitlichen Problem, mit dem sie normalerweise den Haus- oder Facharzt aufsuchen würden. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen sollte immer der Rettungsdienst unter 112 gerufen werden, so die KVH.

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