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Indexmiete Hamburg: Ärger wegen Inflation – 70.000 Hamburgern droht Mega-Erhöhung

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Von: Kevin Goonewardena

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Wegen steigender Preise müssen sich 70.000 Hamburger auf kräftige Mieterhöhungen einstellen. Das haben die Preise für Gurken, Öl und Benzin mit der Miethöhe zu tun.

Hamburg - Der Ukraine-Krieg und die Inflation wirken sich auf alle Lebensbereiche aus. Den Wocheneinkauf trifft es durch die gestiegenen Lebensmittelpreise besonders hart, Autofahrer und Autofahrerin müssen für Benzin- und Diesel in Hamburg Kosten auf Rekordhöhe bezahlen und auch vor dem Bereich „Wohnen in Hamburg“ macht die aktuelle Krise, die mit extremen Preisanstiegen einher geht, nicht halt.

Denn neben den steigenden Energiekosten – die Preisexplosion bei Strom- und Gas- wird Privathaushalte mit voller Wucht treffen, so ein Experte – müssen nun zehntausende Mieter, die in Hamburg wohnen, auch noch vor einer saftigen Mieterhöhung zittern.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen (Stand Dezember 2021)
Anzahl Wohnungen:956.476 (Stand 2018)

Indexmiete Hamburg: Zehntausenden droht saftige Erhöhung der Miete in Hamburg

Konkret geht es in Hamburg um mindestens 70.000 Haushalte, so schreibt es die Hamburger Morgenpost. Dabei trifft es Menschen, die in Hamburg wohnen, und deren Miete in Hamburg etwas mit der sogenannten „Indexmiete“ zu tun hat, die im Mietvertrag geregelt ist. Auf Mieterhöhungen müssten sich laut des Vorsitzenden des „Mieterverein zu Hamburg“, Rolf Bosse, wohl all diejenigen einstellen, die in Sachen Miete in Hamburg einen solchen Indexmietvertrag besitzen.

Plakat der Initiative Hamburg Enteignet. Sie setzt sich für die Vergesellschaftung von Deutsche Wohnen, Vonovia und andere ein
Plakat der Initiative Hamburg Enteignet gegen Mietenwucher: Seit Jahren steigen die Mieten in Hamburg und den Metropolen der Welt unaufhörlich an. Die steigende Inflation lässt jetzt rund 70.000 Hamburger Haushalte zittern - denn deren Indexmiete ist an die Preisentwicklung gekoppelt. © Hanno Bode/Imago

Denn Grundlage eben jener Indexmiete ist die generelle Preisentwicklung – und das wo Wohnen in Hamburg doch so oder so schon enorm teuer ist und die Mieten in Hamburg einfach nicht aufhören wollen, nach oben zu schießen. Im April 2022 sind die Preise in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent gestiegen und damit so extrem, wie seit 1981 nicht mehr. Die im Vertrag genannte Miethöhe entspricht dabei lediglich einer Basismiete, die Höhe ist nicht dauerhaft festgelegt, sondern an die Preisentwicklung gekoppelt. Bereits im November 2021 erklärt das Magazin Focus so seinen Lesern und Leserinnen den Begriff Indexmiete. Lange vor dem Ukraine-Krieg also. Gleichwohl Mieten in Hamburg machten das Wohnen in der Hansestadt Hamburg da schon enorm teuer ...

Darauf müssen sich voraussichtlich alle Mieter eines Indexmietvertrags einstellen.

Rolf Bosse, „Mieterverein zu Hamburg“ im Gespräch mit der Hamburger Morgenpost

Doch die steigende Inflation hatte da schon eingesetzt. Das heißt, der Gegenwert, den man für sein Geld bekommt, st gesunken: Für gleiches Geld gibt es bei steigender Inflation weniger. Um den gleichen Gegenwert wie bei geringerer Inflation zu erhalten, sich beispielsweise ein Produkt oder eben auch die gleiche Wohnung leisten zu können, muss tiefer in die Tasche gegriffen werden. Angesichts der Höhe der Mieten in Hamburg ein Dilemma. Das sowieso schon teure Wohnen in Hamburg wird nochmal teurer.

Erhöhung der Miete in Hamburg: Indexmiete oder nicht – woher Sie wissen, was Sie fürs Wohnen in Hamburg zahlen

Doch woher weiß ich als Mieter, der in Hamburg wohnt, welche Art Miete ich zahle? Millionen Deutsche zahlen die bereits erwähnte Indexmiete. Eine andere Variante ist die Staffelmiete. Bei der Staffelmiete steigt die Miete zu festen Sätzen nach einem bestimmten Zeitraum. Etwa alle zwei Jahre um zwei Prozent. Die meisten Mieten richten sich nach dem Mietspiegel, der alle zwei Jahre erscheint.

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Dort dient die Durchschnittsmiete der örtlichen Umgebung als Grundlage. Indexmiete, Staffelmiete oder eine Miete die sich nach dem Mietspiegel richtet - welche Art von Miete gezahlt wird, ist dem Mietvertrag zu entnehmen. Bei Problemen, Hilfe und Rat steht in Hamburg, was die Miete angeht, beispielsweise der Mieterverein Hamburg e.V. den Mietern zur Seite, der zurzeit über 70.000 Mitglieder umfasst, die in Hamburg wohnen.

Indexmiete in Hamburg: Auch Mietspiegel rasant gestiegen – bis zu 180.000 Haushalten droht Mieterhöhung

Denn auch die Mieter und Mieterinnen, die keine Indexmiete zahlen, können sich nicht sicher sein, keine Mieterhöhung zu erhalten. Bis zu 180.000 Haushalten in Hamburg droht eine Mieterhöhung auch ohne Indexmiete, damit rechnet Marielle Eifler, Vizevorsitzende des Mietvereins, wie NDR 90,3 berichtet. Innerhalb der vergangenen zehn Jahren haben sich die Mieten in Hamburg verdoppelt. Doch auch die Preise für Eigentumswohnungen steigen in Hamburg immer extremer an. Eines also bleibt, wie es ist: Wohnen in Hamburg ist teuer.

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