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Astrazeneca-Impfstoff macht Hamburger Feuerwehr krank

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  • Jan Knötzsch
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    Jens Kiffmeier

Hamburger Feuerwehrleute wurden mit dem umstrittenen Astrazeneca-Stoff geimpft. Dann melden sich mehrere Retter der Feuerwehr krank. Nebenwirkungen der Impfung?

  • Das Impfen in Hamburg schreitet weiter eher schleppend voran.
  • Aber Rettungskräfte der Hamburger Feuerwehr werden nun geimpft.
  • Nach Astrazeneca-Impfung sind viele Feuerwehrleute krank.
  • Dieser Ticker ist beendet.

Update vom Mittwoch, 17. Februar, 10:25 Uhr: Dieser Ticker ist beendet. Alle Information rund um das Thema Corona-Impfung und ihren Risiken und Nebenwirkungen finden Sie in unserem neuen Impf-Ticker.

Update vom Dienstag, 16. Februar 2021, 9:30 Uhr: Hamburg – Nach langem Warten sind nun Hamburgs Rettungskräfte der Feuerwehr mit dem Impfen an der Reihe. Nachdem sich schon die Führungsetagen mehrerer Institutionen vorgedrängelt haben (siehe Update vom 11. Februar), werden seit der vergangenen Woche auch Feuerwehrkräfte, die täglich im Einsatz sind, gegen Corona geimpft. Doch nun gibt es Probleme. Denn seit die Rettungskräfte mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft wurden, klagen viele von ihnen über Nebenwirkungen.

Am 10. Februar wurden die ersten Feuerwehrleute mit dem Impfstoff geimpft. Schon am Folgetage traten laut Informationen der Hamburger Morgenpost erste Nebenwirkungen bei den Geimpften auf – viele meldeten sich krank. Demnach leiden die Feuerwehrleute nach der Impfung an Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schlappheit und Kopfdröhnen. Wie die Mopo unter Berufung auf die Feuerwehrgesellschaft berichtet, sollen die Nebenwirkungen in einem Fall sogar richtig schlimm gewesen sein. Der Kollege habe unter schlaganfallähnlichen Symptomen und neurologischen Ausfällen gelitten, heißt es.

Rettungskräfte der Hamburger Feuerwehr sind nach der Astrazeneca-Imfpung erkrankt. (24hamburg.de-Montage)

Die Sozialbehörde konnte auf Nachfrage bisher keine Erkenntnisse über Nebenwirkungen des Astrazeneca-Impfstoffes vorweisen. Aber auch andere Bundesländer berichten über zahlreiche Ausfälle nach einer Corona-Impfung mit dem besagten Impfstoff. Schweden hat die Vergabe von Astrazeneca kürzlich sogar komplett gestoppt. Die Kassenärztliche Vereinigung bestätigte der Mopo hingegen, dass bisher nur übliche Nebenwirkungen, wie etwa Erkältungssymptome bekannt seien und diese ein Zeichen dafür seien, dass sich der Körper wie gewünscht mit dem Impfstoff auseinandersetze.

Impf-Eklat: Chefs und Polizei – Strafe für die Vordrängler?

Update von Freitag, 11. Februar 2021, 11.37 Uhr: Hamburg – Nachdem erst kürzlich massive Impf-Verstöße in Hamburg für Aufsehen gesorgt haben, zeigt sich jetzt: Das Problem ist nicht nur auf die Hansestadt beschränkt. So wurden in mindestens neun Bundesländern bereits Menschen gegen das Coronavirus geimpft, die noch gar nicht an der Reihe waren. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Recherche der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dabei kamen etwa Kommunalpolitiker, Geistliche sowie Feuerwehrleute und Polizisten zum Zuge, obwohl sie nicht der ersten Prioritätsgruppe angehören. Der Umfang der Verstöße sorgte am Freitag für einen gewaltigen Aufschrei.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Wie von 24hamburg.de berichtet, waren in der Hansestadt bis Ende Januar bereits 102 Feuerwehrleute und zwei Polizisten geimpft worden. Auch Mitarbeiter des Krisenstabes und der Gesundheitsbehörde kamen bereits zum Zuge, darunter auch die Staatsrätin für Soziales. Stets war die Begründung die gleiche: Am Ende des Tages seien Impfdosen übrig geblieben, die man sonst nicht habe verwenden können. So muss der Impfstoff vor dem Impfen zunächst aufbereitet werden und ist dann nur wenige Stunden haltbar. Sagen Menschen ihren Impftermin ab, können daher am Ende des Tages Impfdosen übrig bleiben.

Impf-Verstöße: Patientenschützer mahnen Sanktionen an

Doch Hamburg ist offenbar kein Einzelfall. So wurden nach dpa-Angaben ähnliche Verstöße auch in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen, Bremen, Niedersachsen und Hessen bekannt. Für Entsetzen sorgten zuletzt vor allem die Vergehen in Nordrhein-Westfalen*. Dort ließen sich einige Kommunalpolitiker impfen, darunter auch der 31-jährige Bürgermeister von Hennef, Mario Dahm. Und auch in Bayern schummelten sich Politiker und Heimleiter* in Pflegeheimen auf der Impfliste nach oben, so dass mittlerweile sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich zu einer deutlichen Kritik veranlasst sah.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums klar geregelt: Zunächst sollen in Deutschland Menschen über 80 geimpft werden, außerdem Frauen und Männer, die durch ihre Arbeit in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen oder Impfzentren ein besonders hohes Ansteckungsrisiko haben. Sie gehören der Gruppe der höchsten Priorität an. Polizisten räumt die Verordnung lediglich eine hohe Priorität ein.

Ein Pieks gegen Corona: In neun Bundesländern haben sich Menschen in der Impf-Reihenfolge vorgedrängelt. (24hamburg.de-Montage)

Vor diesem Hintergrund ging Union-Fraktionsvize Torsten Frei am Freitag scharf mit den Vordränglern ins Gericht. Der Missbrauch sei bedauerlich und das Verhalten in höchstem Maße „unsolidarisch“, so der CDU-Politiker. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz ging sogar einen Schritt weiter und forderte Strafen für die Impfvordrängler. Es sei unverständlich, warum es noch keine Sanktionen gebe, kritisierte Vorstand Eugen Brysch.

Corona-Impfung in Hamburg: Schleppende Fortschritte und Zweifel am Impfstoff

Update vom Sonntag, 7. Februar 2021, 14:15 Uhr: Oxford – Wie neuste Untersuchung der Universitäten Oxford und Witwatersrand herausfanden, hat der neue Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca nur eine begrenzte Wirksamkeit bei der Südafrika-Mutation. Wie die Financial Times berichtet, sei das Vakzin zwar in der Lage, schwere Verläufe einer Coronavirus-Infektion abzumildern, helfe aber nicht dabei leichte Erkrankungen der Mutation zu verhindern.

Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, sei die Aussagekraft dieser Erkenntnis aber vielleicht nicht sehr aussagekräftig, weil an der Untersuchung überwiegend junge und gesunde Menschen teilgenommen hätten.

Der Impfstoff werde vom Unternehmen nun an die neuen Erkenntnisse angepasst, heißt es. Gegen die britische Virus-Variante mit dem Namen B. 1. 1. 7 habe das Vakzin hingegen eine gute Wirkung gezeigt. Lediglich die Mutation aus Südafrika, die den Namen B. 1 .351 trägt, soll resistenter sein, als alle anderen Varianten. Daher müssen wohl mehrere Impfstoff-Unternehmen derzeit Anpassungen an ihren Vakzinen vornehmen.

Corona-Impfungen: Trotz großer Probleme – Hamburg feiert Impf-Erfolg

Update vom Sonntag, 07. Februar 2021, 12.10 Uhr: Hamburg – Bisher gab es, was das Impfen in der Stadt angeht, wenig Positives zu vermelden. Schlagzeilen machten vielmehr die Lieferverzögerungen, die Meldungen über Chefs, die sich in der Impfreihenfolge vorgedrängelt haben und der Terminstopp im Impfzentrum in den Messehallen. Jetzt aber vermeldet Hamburg gute Nachrichten. Dr. Dirk Heinrich, Leiter des Impfzentrums in den Messehallen vermeldete am Morgen des 07. Februars, dass die mobilen Impfteams in der Hansestadt allen Bewohnern einer Hamburger Pflegeeinrichtung inzwischen eine Impfung geben konnten. „Heute ist ein großer Tag: #hhimpft und #impfzentrum Hamburg hat es geschafft. Wir sind jetzt mit unseren mobilen Teams in allen Alten- und Pflegeheimen mit der #Erstimpfung durch“, freute sich Heinrich auf Twitter. Jetzt werde es mit den Zweitimpfungen weitergehen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Corona-Impfungen: Astrazeneca-Impfstoff in Hamburg erwartet

Update vom Samstag, 06. Februar 2021, 12.00 Uhr: Hamburg – Gute Nachrichten beim Thema Impfen. Die Hansestadt erwartet am Wochenende des 06. und 07. Februar insgesamt 7000 Impfdosen des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers Astrazeneca. Das teilte die Sozialbehörde am Abend des 05. Februars der Hamburger Morgenpost mit. Kommende Woche werden noch einmal 9600 Dosen dieses Impfstoffs in Hamburg ankommen. Ende Februar soll sich die Lieferung dann sogar auf über 20.000 Dosen belaufen. Damit können dann in Hamburg deutlich mehr Menschen geimpft werden als zuletzt. Wegen Impfstoff-Knappheit hatte es in der Hansestadt tagelang keine Impftermine mehr für das Impfzentrum in den Messehallen gegeben.

Hamburg erwartet tausende Impfdosen des Astrazeneca-Impfstoffs. (24hamburg.de-Montage)

Corona Impfungen: Habeck zweifelt an Impf-Versprechen

Update von Dienstag, 2. Februar 2021, 10.09 Uhr: Hamburg – Wenige Stunden nach dem Ende des Krisengipfels von Bund und Ländern geht die Impf-Debatte munter weiter. So lösten die verkündeten Vereinbarungen bei Verbänden und Opposition ein geteiltes Echo aus. Vor allem Grünen-Parteichef Robert Habeck kritisierte die Ergebnisse als „nicht befriedigend“. Statt eine Strategie festzulegen, hätten die Teilnehmer lediglich eine Strategie angekündigt, sagte Habeck im ZDF-„Morgenmagazin“. Dadurch sei die Erwartungshaltung bei den Bürgern in den Keller gedrückt worden. Er bezweifelte, dass die Hersteller sich auch tatsächlich an ihre erhöhten Produktionszusagen halten werden.

Am Montag hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer und Vertretern der Pharmabranche getroffen, um die viel kritisierte Impf-Kampagne besser in den Griff zu bekommen. Bereits vor dem Treffen hatten die drei zugelassenen Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca eine Erhöhung der Impfstoff-Lieferungen zugesagt. Konkrete Ergebnisse wurden bei dem Treffen nicht vereinbart. Aber alle Beteiligten versicherten sich, noch engmaschiger als in der Vergangenheit zusammenzuarbeiten.

Muss das Impfchaos verwalten: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Im Gegensatz zu den Grünen bewertete der Deutsche Städte- und Gemeindetag den Ausgang des Impf-Gipfels als durchaus positiv. So geht Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy davon aus, dass alle Beteiligten durch die Gespräche jetzt mehr Informationen haben. Dadurch ergebe sich automatisch eine bessere „Planungssicherheit“ für die Städte, die die Impfzentren betreiben müssten, sagte Dedy.

Krisengespräch im Kanzleramt: Tschentscher bleibt nach Impf-Gipfel zurückhaltend

Update von Montag, 1. Februar 2021, 21:11 Uhr: Hamburg – Trotz neuer Lieferzusagen von Herstellern und Bundeskanzleramt beurteilt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) vorerst die Impf-Fortschritte skeptisch. Die Zusage, dass bis Ende des Sommer alle Bundesbürger gegen das Coronavirus geimpft werden könnten, beruhten weiterhin auf „unsicheren Annahmen“, sagte der Rathauschef der Hansestadt Hamburg am Abend nach Abschluss des Impf-Gipfels von Bund und Ländern. In den kommenden Woche werde die Versorgung mit ausreichendem Impfstoff „weiterhin sehr, sehr eng“ bleiben. Daher werde der Senat an seiner Strategie festhalten und die Terminvergaben für das zentrale Impfzentrum nur zurückhaltend vorantreiben, stellte Tschentscher klar.

Merkel nach Impf-Gipfel: Bis Ende des Sommers wird jedem Bürger ein Impf-Angebot gemacht

Update von Montag, 1. Februar 2021, 20:09 Uhr: Hamburg – Trotz viel Kritik hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an ihrem Impf-Versprechen fest: Jedem Bürger in Deutschland könne man bis September ein Impfangebot machen, teilte die Regierungschefin im Anschluss an den Impf-Gipfel im Kanzleramt mit. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lieferzusagen der Hersteller könne diese Aussage aufrechterhalten werden. Dies gelte sogar, wenn zu den bislang zugelassenen Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca keine weiteren Vakzine mehr zugelassen werden könnten, hieß es. Auch in diesem Fall könnte man 73 Millionen erwachsene Bürger mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus versorgen.

Kämpfen gegen den Impfstoffmangel: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). (24hamburg.de-Montage)

Die Bundeskanzlerin hatte zuvor fünf Stunden lang mit den Ministerpräsidenten der Bundesländern und Vertretern der Pharmabranche über die aktuellen Impfprobleme und Lieferengpässe beraten. Zuvor war insbesondere in den SPD-geführten Ländern Kritik an der Impfstrategie der Bundesregierung laut geworden. Auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hatte unverhohlen offen Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ihre vermeintlich falschen Impfzusagen kritisiert.

Unmittelbar vor dem Treffen hatten verschiedene Hersteller noch zugesagt, die bestehenden Liefer- und Produktionsengpässe möglichst schnell in den Griff zu bekommen. So sollen die Impfstoff-Mengen im Lauf des Jahres spürbar anwachsen, wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut aktueller Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein. Die Schätzung bezieht sich auf Verträge und geplante Vereinbarungen sowie voraussichtliche Zulassungstermine einiger Impfstoffe. Zugleich hieß es aber, Termine und Liefermengen hingen von vielen Faktoren ab – etwa klinischen Prüfungen, Zulassungsverfahren und Produktionsprozessen.

Impf-Gipfel: Diese fünf Probleme müssen gelöst werden

Update von Montag, 1. Februar 2021, 13.36 Uhr: Hamburg – Kurz vor Beginn des Impfgipfels von Bund und Ländern kommt die Diskussion über verfügbare Impfstoffmengen in Schwung. So will der Hersteller Biontech im zweiten Quartal dieses Jahres bis zu 75 Millionen zusätzliche Dosen seines Vakzins an die Europäische Union (EU) ausliefern. Das teilte die Firma mit Sitz in Mainz kurz vor Beginn der Beratungen mit.

Wegen anhaltender Probleme bei der Beschaffung und Verteilung von genügend Corona-Impfstoff kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am heutigen Montagnachmittag mit den Ministerpräsidenten der Länder und Vertretern der Pharmakonzernen zusammen. Zahlreiche Politiker und Verbandsvertreter haben mehr Klarheit über Zeitpläne, Prioritäten für Bevölkerungsgruppen und verfügbare Impfstoffe gefordert, darunter auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Vizekanzler Olaf Scholz (beide SPD). Beraten und gelöst werden müssen dabei vor allem fünf große Problembereiche:

  • Falsche Beschaffungsstrategie: Deutschland und die EU haben zu wenig Impfstoff bestellt. Geordert wurden insgesamt zwei Milliarden Impfdosen bei sechs verschiedenen Herstellern. Das ist eigentlich genug für 450 Millionen EU-Bürger. Das Problem ist nur, dass es bei mehreren Herstellern zu Verzögerungen bei der Entwicklung kam, weil sich die Impfstoffe nur als begrenzt oder gar unwirksam erwiesen.
  • Lieferengpässe: Drei Vakzine wurden bislang zugelassen, doch bei allen drei Herstellern gibt es aktuell noch Produktionsengpässe. Deshalb muss die Gipfelrunde auch Lösungen für die Lieferschwierigkeiten finden.
  • Holprige Impf-Terminvergabe: In vielen Bundesländern läuft die Terminvergabe für die bereits eingeplanten Impfungen holprig. Hotlines sind häufig überlastet oder nicht erreichbar. Termine müssen wegen der Lieferprobleme wieder abgesagt und verschoben werden.
  • Probleme mit der Impf-Reihenfolge: Eigentlich sollten zuerst die älteren Bevölkerungsgruppen durchgeimpft werden. Mit ausbleibendem Impfstoff taucht aber zunehmend die Frage auf, ob nicht doch zuerst besonders gefährdete Berufsgruppen wie Polizisten mit einer Impfung versorgt werden sollten.
  • Langzeit-Wirkung: Es gibt Unklarheit darüber, wie die Impfstoffe auf lange Sicht wirken und ob Geimpfte noch andere Menschen anstecken können oder nicht. Anhand dieser Frage wird sehr kontrovers über mögliche Lockerungen im Lockdown diskutiert.

Angesichts der zahlreichen Probleme dämpfte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aber bereits vor Beginn der Sitzung die Erwartungen an den Gipfel. „Wir können durch einen Gipfel alleine noch nicht mehr Impfstoffe produzieren“, warnte er. Wichtig sei, dass man zunächst ein einheitliches Bild bekomme, wo die Schwierigkeiten lägen. Die Bundesregierung könne den Ländern auch nur die Lieferdaten und -mengen nennen, die sie von den Herstellern bekomme. Der SPD ist diese Haltung aber nicht forsch genug. So warf Vizekanzler Scholz seinem Kabinettskollegen Versagen im Krisenmanagement vor.

Corona-Impfungen: Hamburg vergibt neue Termine

Update von Montag, 1. Februar 2021, 9.35 Uhr: Hamburg – Der Stillstand ist beendet: In den Hamburger Messehallen schreiten die Corona-Impfungen jetzt wieder voran. Am heutigen Montag sollten über den Tag verteilt insgesamt 33.500 neue Impf-Termine freigeschaltet werden. Das teilte die Sozialbehörde mit. Es sei darüber hinaus geplant, in den kommenden Wochen die Terminvergabe wieder deutlich auszubauen, hieß es. Weiterhin hängt die Terminvergabe aber stark von der Belieferung der Hansestadt mit einer ausreichenden Impfstoff-Menge ab. Unklar blieb zunächst auch, inwieweit die Terminvergabe funktionierte. So waren die Anmeldesysteme laut einem NDR-Bericht am Vormittag stark überlastet.

In Hamburg gibt es ein zentrales Impfzentrum in den Messehallen. Bis zu 7000 Impfungen können hier pro Tag vorgenommen werden. Wegen Lieferengpässen bei den Impfstoffherstellern musste aber die Terminvergabe für neue Impfungen zeitweise ausgesetzt werden, was Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) mittlerweile sehr verärgerte. Wegen der Impfstoff-Knappheit werden nun die Ministerpräsidenten der Bundesländer zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vertretern der Pharmafirmen zu einem eigenen Impf-Gipfel zusammenkommen.

Verspricht Fortschritte bei der Corona-Impfung: Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhardt (SPD). (24hamburg.de-Montage)

Ungeachtet dessen wurde am Montag aber bekannt, dass Hamburg im Februar rund 100.000 Corona-Impfstoffdosen von drei Herstellern erwarten kann. Das seien deutlich mehr als noch im Januar, wie ein Sprecher der Sozialbehörde sagte. Im Januar hatte die Hansestadt den Angaben zufolge etwa 44.000 Impfdosen erhalten.

Corona-Impfungen Hamburg: Jetzt mit Shuttle-Service

Update vom Donnerstag, 28. Januar 2021, 7.20 Uhr: Hamburg – Lange wurde darüber diskutiert, nun hat die Hansestadt tatsächlich ein Impf-Shuttle zu dem Impfzentrum in den Messehallen eingeführt. Organisiert wird der Transport für Menschen, die nicht mobil sind, vom Deutschen-Roten-Kreuz. Das bedeutet, alle Menschen, die sich impfen lassen wollen, aber aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung nicht in der Lage sind, den Weg vom Wohnort zum Messezentrum selbst zu bewerkstelligen, dürfen das Shuttle anfordern. Dafür werden rollstuhlgerechte Fahrzeuge, Taxis und Krankentransporter eingesetzt. Nach der Impfung bringt das Shuttle die Menschen natürlich wieder nach Hause.

Wer einen Transport zum Impfzentrum in den Messehallen benötigt, kann also ab sofort und täglich von 8 bis 16 Uhr unter der Nummer 040 / 58 44 77 das Impf-Taxi anfordern. Allerdings erst, wenn der Termin in den Messehallen feststeht. Während des Anrufs muss erläutert werden, welche Art von mobiler Beeinträchtigung vorliegt. Belegen muss man diese aber nicht. Die Kosten für das Impfshuttle trägt die Stadt Hamburg.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Corona-Impfungen Hamburg: Impf-Eklat in Chefetagen sorgt für Ärger

Update vom Mittwoch, 27. Januar 2021, 10.15 Uhr: Hamburg – In der Hansestadt konnten erst etwa 2 Prozent der Bürger geimpft werden. Das liegt vor allem daran, dass die Stadt nicht genügend Impfstoff zur Verfügung hat, um mehr Menschen zu impfen. Im zentralen Impfzentrum in den Hamburger Messehallen könnten nämlich theoretisch bis zu 7000 Menschen täglich geimpft werden. Da ist es ein besonders großer Aufreger wenn, wie jetzt bekannt wurde, einige Menschen, die nicht zur priorisierten Gruppe gehören bereits geimpft sind, während andere Berechtigte noch auf ihre Impfung warten müssen. Derzeit können immer noch keine weiteren Impftermine gebucht werden.

Warum aber wurden dann Menschen geimpft, die gar keinen Anspruch auf eine Impfung hatten? Die Fälle sorgten unter der Woche für Aufsehen. So soll es beim Deutschen-Roten Kreuz, DRK-Harburg dazu gekommen sein, dass die Chefetage übrig gebliebenen Impfstoff selbst unter sich verimpft hat und sogar Ehefrauen und mindestens ein Kind eine Impfung erhalten haben. Und das alles während tausende Pfleger und medizinische Fachkräfte noch auf eine Impfung warten. Bisher hat sich das DRK laut Hamburger Morgenpost nicht zu den Gerüchten geäußert.

Und auch bei der Hamburger Feuerwehr kam es zu solch einem Vorfall. „Um den Impfstoff nicht vernichten zu müssen, wurden von der Leitstelle auch Personen zur Impfung entsandt, bei denen es aufgrund der Priorisierung derzeit noch nicht regelhaft vorgesehen war“, sagte Feuerwehr-Chef Christian Schwarz im Interview mit der Hamburger Morgenpost. Unter den geimpften sollen laut Mopo unter anderem Bernd Herrenkind, Leiter der Feuerwehrakademie und Michael Steinbock, Leiter der Zentralfunktion Einsatzdienst gewesen sein. Logischer wäre es wohl gewesen, den Impfstoff an Rettungskräfte weiterzugeben, die täglich in Berührung mit vielen anderen Menschen kommen. Doch in diesen Fällen scheint der Status wichtiger gewesen zu sein als die Logik.

Corona-Impfungen Hamburg: Jetzt wird erheblich mehr geimpft

Update vom Dienstag, 27. Januar 2021, 08.45 Uhr: Hamburg – Das Impfen gegen das Coronavirus schreitet langsam voran. Doch trotz der Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie warnen Experten vor zu hohen Erwartungen an eine rasche Normalisierung des alltäglichen Lebens. Er gehe davon aus, dass die Corona-Pandemie trotz des Impfstoffes noch lange anhalten werde, sagte der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. „Wer sagt, wir haben spätestens im Sommer alles durchgestanden und die Immunität ist da, setzt unrealistische Ziele – und provoziert Frust“, fügte er hinzu.

Die Impfung sei zwar im Corona-Lockdown ein wichtiger Baustein, aber Abstand, Hygiene, Masken, Lüften, Testen und der Schutz der Risikogruppen blieben genauso wichtig. Die Einschränkungen würden zwar nach und nach zurückgehen. Ganz von ihnen befreien könne man sich aber 2021 wohl nicht. Es sei aber aus seiner Sicht schon viel gewonnen, wenn Schulen, Kitas und Läden bald wieder öffnen könnten, so der Virologe.

Corona in Hamburg: Impfzentrum in den Messehallen startet mit Zweitimpfungen

Update vom Dienstag, 26. Januar 2021, 08.45 Uhr: Hamburg – Ab sofort verteilt das Impfzentrum in den Messehallen die zweite Impfdosis an Erstgeimpfte. Das bedeutet, dass jetzt bis zu 1000 Menschen täglich in dem Zentrum gegen Corona geimpft werden. 500 Bürger bekommen die erste Impfung und 500 weitere bekommen ihre Zweitimpfung. Weiterhin steht nicht genügend Impfstoff zur Verfügung, um die volle Kapazität des Impfzentrums auszunutzen. Eigentlich können in den Messehallen bis zu 7000 Menschen täglich gegen das Corona-Virus geimpft werden – doch es wird nicht genug Impfstoff nachgeliefert.

Die gute Nachricht ist: Hamburg ist im Vergleich mit anderen Bundesländern in der Impfstatistik nicht mehr Letzter. Mit rund 2 Prozent Geimpften sind in Hamburg jetzt etwas mehr Menschen geimpft worden, als im Bundesdurchschnitt. Allerdings sind in Hamburg weiterhin keine neuen Termine für das Impfzentrum buchbar. Wegen der Impfstoff-Knappheit wurde die Terminvergabe vergangene Woche gestoppt. Voraussichtlich in der kommenden Woche soll es neue Termine geben. Dann soll eine verlässliche Information darüber vorliegen, wann wie viel Impfstoff nachgeliefert wird. Das berichtet der NDR.

Corona-Impfungen Hamburg: Termine in den Messehallen weiter rar gesät

Update vom Sonntag, 24. Januar 2021, 13.22 Uhr: Hamburg – Das RKI zeigt auf einer digitalen Impfkarte die Impfquoten der Bundesländer. Bis zum 22. Januar geimpft und vor dem 23. Januar gemeldet haben in Hamburg schon 1,8 Prozent der Bevölkerung die erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. In Schleswig-Holstein (2,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (3,1 Prozent) sind es etwas mehr. In Niedersachsen mit 1,6 Prozent etwas weniger.

Impfung gegen Corona: In Hamburg gibt es derzeit keine Termine für das Impfzentrum in den Messehallen. (24hamburg.de-Montage)

Derzeit sind als Impfgruppe weiterhin Menschen über 80 Jahren dran sowie Bewohner in Pflegeheimen und Personal in der mobilen und stationären Pflege. Täglich werden allerdings selten mehr als 2000 Menschen in Hamburg geimpft, da noch nicht genügend Impfstoff vorhanden ist. Die Sozialbehörde gab außerdem gegenüber NDR 90,3 an, dass bereits in 90 von gut 150 Pflegeheimen in Hamburg geimpft wurde.

Auf der Website der Stadt Hamburg zu den Corona-Impfungen heißt es derzeit weiterhin: „Impfzentrum Messehallen: Keine Termine verfügbar“. Es können also derzeit für das große Impfzentrum in den Hamburger Messehallen keine Termine vereinbart werden.

Corona-Impfungen Hamburg: Zweite Impfdosis – statt mehr erste Impfungen

Update vom Sonntag, 17. Januar 2021, 7.55 Uhr: Hamburg – Trotz der angekündigten Lieferengpässe hatte die Stadt versprochen, die zweite Dosis an bereits geimpfte Personen verabreichen zu können. Dieses Versprechen wird am heutigen Sonntag erstmals eingelöst. Die Bewohner des Hospitals zum Heiligen Geist waren vor rund drei Wochen die Ersten, die in Hamburg die Corona-Impfung injiziert bekamen. Und sie werden auch die Ersten sein, die am Sonntag, 17. Januar, die zweite Dosis erhalten. In dem Hospital in Hamburg-Poppenbüttel wurden circa 445 Bewohner geimpft.

Die zweite Corona-Impfung ist sehr wichtig, da lediglich dann der versprochene 90-prozentige Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus gewährleistet werden kann. Nach der ersten Injektion liegt lediglich ein 50-prozentiger Schutz vor. In verschiedenen Pflegeheimen in Deutschland, auch im Hospital zum Heiligen Geist, hatten sich Pflegeheimbewohner noch nach der ersten Impfung mit dem Virus infiziert. Das macht deutlich, dass eine zweite Impfung dringend notwendig ist. Am Montag sind die Bewohner der Einrichtung Pflegen und Wohnen Finkenau an der Reihe.

In Hamburg geht das Impfen gegen das Corona-Virus weiter. (24hamburg.de-Montage)

Corona-Impfungen: Hamburger wütend – keine Termine mehr buchbar

Update vom Samstag, 16. Januar 2021, 10.05 Uhr: Hamburg – Vorerst können in der Hansestadt keine weiteren Impftermine vergeben werden. Das teilte die Behörde am Abend des 15. Januar mit. „Nach Ankündigungen der Impfstoff-Lieferanten, dass mit Lieferverzögerungen zu rechnen sei, besteht dafür kein Spielraum“, sagte ein Behördensprecher der Hamburger Morgenpost. Viele Hamburger Senioren wurden in der vergangenen Woche schriftlich dazu aufgerufen einen Termin in dem Impfzentrum in den Hamburger Messehallen zu vereinbaren. Doch jetzt sind alle Termine schon vergeben.

Bis Mitte Februar gibt es keine Termine mehr und wann neue vergeben werden können, ist noch nicht absehbar. Zuvor hatte der Impfstoffhersteller Biontech mitgeteilt, dass es aufgrund von Umbauarbeiten in der Produktionsstätte zu Lieferverzögerungen kommen könnte. Das Werk werde dahingehend umgebaut, dass im Anschluss deutlich mehr Impfstoff produziert werden kann. Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) wies die Schuld von sich und sagte der Hamburger Morgenpost: „Um die Versprechen, die gegeben worden sind, einzuhalten, sind wir darauf angewiesen, dass schnell in großen Quantitäten geliefert wird“.

Corona-Impfungen: Moderna-Impfstoff da – Biontech produziert in Reinbek

Update vom 15. Januar, 7.25 Uhr: Hamburg – Das Warten hat ein Ende: Der Corona-Impfstoff des amerikanischen Herstellers Moderna ist in Hamburg angekommen. Dies berichtet das NDR-Fernsehen in seiner Sendung „Hamburg Journal“. Demnach haben die ersten 600 Dosen des Impfstoffs die Hansestadt wie angekündigt in dieser Woche erreicht. Laut NDR werden die Dosen auf den Intensivstationen der Asklepois-Kliniken in Hamburg zum Einsatz kommen. Wie Asklepios-Sprecher Professor Christoph U. Herborn erklärt, sei die Impfbereitschaft in Hamburg genau wie im ganzen Norden „sehr gut.“ Die Versorgung mit Nachschub von Impfstoffen laufe allerdings weiter schleppend, so die Hamburger Sozialbehörde.

Doch Besserung scheint in Sicht: Der Mainzer Hersteller Biontech weitet seine Impfstoff-Produktion aus – und dabei nimmt Hamburg, oder besser gesagt: ein kleiner Ort vor den Toren der Millionenstadt, eine besondere Rolle ein. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, soll die Reinbeker Firma Allergopharma, ein Tochterunternehmen der bayerischen Dermapharm Holding, demnächst den Corona-Impfstoff von Biontech und seinem US-Partners Pfizer herstellen. Wann die Produktion beginnt, steht aktuell noch nicht fest. Die Vorbereitungen, bald starten zu können, laufen aber bereits. „Es wird noch einige Wochen dauern“, sagte Dermapharm-Sprecherin Britta Hamberger dem Abendblatt.

Corona-Impfungen in Hamburg: EU hat Mittel des US-Herstellers Moderna genehmigt

Update vom Mittwoch, 06. Januar 2021, 13.55 Uhr: Hamburg – Es ist offiziell ein zweiter Corona-Impfstoff auf dem Markt. Die EU hat das Mittel des US-Herstellers Moderna genehmigt. Dieser soll genauso wirksam sein wie der Impfstoff von Biontech/Pfizer und muss nicht auf minus 70 Grad gekühlt werden. Die ersten Lieferungen für Deutschland sollen bereits nächste Woche eintreffen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt den Bundesländern wie Hamburg die erste Lieferung für Dienstag in Aussicht. Einem Dokument der DPA zufolge werden in der zweiten Kalenderwoche zunächst 1200 Impfdosen nach Hamburg geliefert. Dann weitere 2400 Impfstoff-Dosen in der vierten Kalenderwoche (KW), 4800 in der KW 6 und in der Woche vom 22. bis zum 28. Februar erhält Hamburg ganze 14.400 Impfdosen. Dann könnte erstmals das Impfzentrum in den Messehallen wirklich ausgelastet werden.

Jochen Kriens von der Kassenärztlichen Vereinigung sagt gegenüber der Bild, dass bis 25. Januar 2021 alle Termine fürs Impfen derzeit vergeben seien. Zuletzt berichtete der NDR das im Impfzentrum in den Messehallen nur 500 Menschen am Tag geimpft werden, obwohl es Kapazitäten für 7000 Corona-Impfungen am Tag gibt. Das langsame Impfen in Hamburg liegt auch daran, dass nur so viele Termine vergeben werden, wie Impfstoff vorhanden ist.

Impfstofflieferung von Moderna für Hamburg22.800 bis 28. Februar 2021
Impfstofflieferung von Biontech/Pfizer für Hamburg bisher2 x 14.625 = 29.250
Impfstofflieferung von Biontech/Pfizer für Hamburg geplant5 x 14.625 = 73.125
Gesamtimpfstoff für Hamburg bis Ende Februar 2021125.175 Impfstoff-Dosen

In Hamburg gibt es rund 110.000 Seniorinnen und Senioren über 80 Jahren, die jetzt geimpft werden sollen. Am Freitag gab es die nächste Lieferung des Biontech-Impfstoff für Hamburg. Mit beiden Impfstoffen zusammen erhält Hamburg bis Ende Februar 125.175 Impfdosen, wenn alles funktioniert es und es keine Lieferschwierigkeiten gibt. Dabei ist der schon gelieferte und schon gespritzte Impfstoff mit eingerechnet. Auch die Vermehrung aus 5 Ampullen 6 Impfstoffe zu ziehen, ist hierbei nicht eingerechnet.

Die EMA hat den dritten Impfstoff von AstraZeneca, der bereits in Großbritannien verabreicht wird, noch nicht zur Zulassung erhalten. Eine Auflistung der Impfstoff-Liefertermine gibt es auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

Corona-Impfungen in Hamburg: EMA will Zulassung von Moderna-Impfstoff

Update vom Mittwoch, 06. Januar 2021, 13.55 Uhr: Hamburg – Jetzt können bald noch mehr Menschen in Europa geimpft werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung des Moderna-Impstoffes empfohlen. Die endgültige Zulassung des Impfstoffes des US-Pharma Unternehmens Moderna, muss durch die EU-Kommission erfolgen. Dies gilt allerdings als reine Formsache. Wie bereits beim Impfstoff von Biontech/Pfizer wird angenommen, dass die Kommission der Empfehlung der EMA folgen wird.

Corona-Impfungen in Hamburg: Schon zehntausend Termine verteilt

Update vom 05. Januar 2021, 12.15 Uhr: Hamburg – Der Startschuss ist gefallen, das Zentrale Impfzentrum in den Hamburger Messehallen hat nun offiziell geöffnet. Als Erstes wurden Beschäftigte des ambulanten Pflegedienstes, sowie über 80-jährige Hamburger zum Impfen aufgerufen. Auch die mobilen Impfteams sind weiterhin im Einsatz. Wie bereits am 04. Januar berichtet wurde, hat die Stadt allerdings nur Impfstoff für 500 Menschen pro Tag zur Verfügung.

Eigentlich könnten im Impfzentrum in der Spitze bis zu 7000 Menschen täglich geimpft werden. „Aber wie wir leider wissen, gibt es nicht genügend Impfstoff“, erklärte auch Bürgermeister Peter Tschentscher bei der Eröffnung des Impfzentrums im Interview mit der Deutschen-Presse Agentur. Trotzdem wurden bereits 10.000 Impftermine in den Messehallen vergeben. Jetzt hoffe Tschentscher, dass die Bundesregierung eine Möglichkeit findet, mehr Impfstoff zu beschaffen. Dann könne die Kapazität in den Messehallen direkt hochgefahren werden. Das sagte zumindest Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard bei der Eröffnung in den Messehallen.

Corona-Impfung: Hat Hamburg zu wenig Impfstoff?

Update von Montag, 04. Januar 2021, 14.12 Uhr: Hamburg – Trotz einer angespannten Lage bei der Versorgung mit geeignetem Impfstoff ist das zentrale Impfzentrum einsatzbereit. Am morgigen Dienstag werde die Einrichtung offiziell den Betrieb aufnehmen, teilte der Senat in einer Mitteilung mit. Zum Start seien 500 Impfungen pro Tag geplant, hieß es. Zunächst seien die Beschäftigten der ambulanten Pflege an der Reihe. Danach würden die Hamburgerinnen und Hamburger im Alter von über 80 Jahren zur Impfung in das Zentrum gerufen. Termine werden nur nach Aufforderung der Behörden vergeben.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen
Vorwahl:040

Der Senat hat das zentrale Impfzentrum in der Messehalle 3 aufbauen lassen. Nachdem bislang nur Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen durch mobile Impfteams versorgt worden sind, sollen in der zentralen Einrichtung nach und nach alle Hamburger mit dem Impfstoff der Firma Biontech geimpft werden. Bei Volllast können in den Messehallen bis zu 7000 Impfungen am Tag durchgeführt werden. Bereits im Vorfeld hatte die Opposition die Kapazitäten für die Millionenmetropole als zu gering kritisiert. Allerdings zeichnete sich in den vergangenen Tagen ohnehin ein leichter Engpass bei der Auslieferung des dringend benötigten Impfstoffes ab.

Corona in Hamburg: Tschentscher beklagt zu wenig Impfstoff

Update von Montag, 04. Januar 2021, 9.04 Uhr: Hamburg – Die Hansestadt Hamburg erhält zu wenig Impfstoff. Das ist zumindest die Einschätzung vom Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Der Bund habe „insgesamt deutlich zu wenig Biontech-Impfstoff bestellt“, kritisierte der SPD-Politiker laut der Bild-Zeitung. Seinen Angaben zufolge erfolgt die Verteilung auf die Länder anhand der Bevölkerungszahlen, sodass Hamburg nur mit etwa 1,85 Millionen Einwohnern berücksichtigt worden sei. Die Hansestadt versorge jedoch die gesamte Metropolregion mit rund fünf Millionen Menschen mit Gesundheitsdienstleistungen. Es gebe also „einen sehr hohen Bedarf an Impfungen für das medizinische Personal“, der bei der Verteilung nicht berücksichtigt worden sei.

Verfechter harter Corona-Regeln: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Nach den Planungen des Herstellers Biontech sollen von 2021 an pro Woche 14.625 Impfdosen nach Hamburg geliefert werden. Laut der Sozialbehörde hat die Hansestadt bis 30. Dezember rund 29.000 Impfdosen erhalten. In Deutschland wird der Impfstoff zentral beschafft und anschließend nach einem festgelegten Schlüssel an die Bundesländer verteilt. Zum Jahreswechsel hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jedoch bereits Lieferprobleme für die erste Januarwoche eingeräumt.

Corona-Impfung: Debatte um die Impfstrategie entbrannt

Update vom Samstag, 02. Januar 2021, 10.52 Uhr: Hamburg – Es ist angeblich nicht genug Impfstoff da. Die Bild-Zeitung titelt „Impf-Verlosung im Altenheim, weil nicht genug Impfstoff da ist“. Und die Süddeutsche schreibt „Erste Impflieferung verbraucht: Viele Corona-Tote“. Doch laut dem Bundesgesundheitsministerium läuft alles nach Plan.

Auslöser der Debatte sind verschobene Liefertermine und Lieferausfälle. Das größte Problem bei der Impfstoff-Debatte ist die zweite Dosis. Der Corona-Impfstoff von Pfizer-Biontech ist nur wirksam, wenn man innerhalb von 21 Tagen nach der ersten Spritze eine zweite erhält.

Nun gibt es zwei strategische Möglichkeiten: Entweder man stellt sicher, dass die geimpften vollständig immun sind und die zweite Impfung erhalten und dafür zunächst weniger Menschen geimpft werden können. Oder man versucht so vielen Menschen wie möglich die erste Spritze zu verpassen und hofft, dass innerhalb von 21 Tagen ausreichend Impfstoff für eine zweite Impfung nachgeliefert wird. In Großbritannien geht man sogar den kuriosen Weg für die zweite Spritze einen anderen Impfstoff zu verwenden. Dies ist laut Wissenschaftler und SPD-Politiker Karl Lauterbach aber sehr gefährlich.

Forscherin Frauke Zipp von der Leopoldina heizt die Debatte weiter an und sagte gegenüber der Welt, dass ihren Informationen nach „Biontech im Spätsommer wesentlich mehr Impfdosen angeboten“ hätte. Sie kennt Biontech-Chef Ugur Sahin persönlich. Auch Karl Lauterbach sagt, die EU habe falsch eingekauft. Doch das sind die tatsächlichen Zahlen:

Impfstoff von der EU bestellt300 Millionen Dosen
Für alle EU Staaten 27 EU Staaten
Impfstoff in Deutschland bisher angekommen1,3 Millionen Dosen
Impfstofflieferung für Deutschland insgesamt bis Ende Januar 20213,98 Millionen Dosen
Impfdosen in Hamburg angekommen29.000
Menschen in Hamburg bisher geimpft3000
Nachlieferung für mehr Impfstoff in Deutschland8. Januar 2021

Tino Chrupalla nutzte die Zeit, um die Bundesregierung des Versagens anzuklagen. Das hat eher damit zu tun, dass wohl angeblich insgesamt zu wenig Impfstoff bestellt und der Impfstart vermasselt wurde. In Hamburg gehören 30.000 Menschen der schwersten Kategorie an, die als erste Anspruch auf den Impfstoff hat. Und diese können rein rechnerisch geimpft werden, wenn die Lieferung am 8. Januar pünktlich kommt.

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet noch im Januar mit der Zulassung weiterer Impfstoffe. Wie falsch die Bestellstrategie also tatsächlich war, bleibt fraglich. Wer laut Impfplan in Hamburg dran ist, erhält ein Schreiben von der Stadt Hamburg mit Anweisungen zur Terminvereinbarung.

Corona-Impfung: Termine in Hamburg jetzt möglich

Update vom Freitag, 01. Januar 2021, 10.05 Uhr: Hamburg – Endlich ist es möglich Termine zum Impfen gegen das Coronavirus zu vereinbaren mit dem bisher einzigen in Deutschland zugelassenen Impfstoff. Zunächst gibt es die Möglichkeit zur Terminvereinbarung aber nur für Angestellte in ambulanten Pflegediensten, die sich um ältere Menschen kümmern. Wer Anspruch hat, wird von der Stadt informiert.

Erst wenn mehr Impfstoff vorhanden ist, können weitere Gruppen geimpft werden. Für den Mangel an Impfstoff in ganz Europa ist Berichten des Focus zufolge die vorsichtige Bestellstrategie der EU verantwortlich. Man ging davon, dass mehrere Impfstoffe gleichzeitig fertig werden und bestellte bei mehreren Herstellern. Nun muss bei Biontech, als derzeit einziger Impfstoff-Hersteller mit einem zugelassenen Vakzin, nachgeordert werden.

Doch der Pharma-Hersteller kommt kaum mit der Produktion hinterher. Biontech-Vorstand Ugur Sahin sagte gegenüber dem Spiegel, man habe „fünf Hersteller in Europa beauftragt, um die Produktion zu unterstützen“. Parallel berichtet die Bild, wie man sich eine der seltenen Impfdosen erschleichen kann.

Corona-Impfung: Hamburger Testzentrum in den Messehallen einsatzbereit

Update vom Mittwoch, 30. Dezember 2020, 09.25 Uhr: Hamburg – Noch können Hamburger im Testzentrum an den Messehallen keinen Termin vereinbaren – doch schon bald wird es so weit sein. Aktuell läuft dort nämlich der Probelauf. Schwestern, Ärzte und Betreuer testen seit gestern das Coronatest-Zentrum in der Halle A3 der Hamburger Messehallen.

Sobald genug Impfstoff in der Hansestadt vorhanden ist, werden Impfberechtigte schriftlich informiert. Dann können sie über die Rufnummer 116 117 oder online einen Termin im Zentralen Impfzentrum vereinbaren. Spontanes Vorbeikommen wird nicht möglich sein. Walter Plassmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung sagte dazu im Interview mit der Deutschen-Presse Agentur: „Das Wichtigste ist Termintreue. Spontanbesuche gehen gar nicht“.

Das Corona-Testzentrum in den Hamburger Messehallen ist einsatzbereit (24hamburg.de-Montage).

Schon Anfang Januar soll in dem Zentralen Impfzentrum Stück für Stück der Betrieb aufgenommen werden. In Zukunft sollen dort dann bis zu 7000 Hamburger täglich ihre Impfdosis erhalten. Beim gestrigen Probelauf dauerte die Impfprozedur einer Person inklusive Anmeldung und Impfung circa 30 Minuten.

Corona-Impfung in Hamburg: Christian Lindner (FDP) mischt sich ein

Update vom Montag, 28. Dezember 2020, 14.05 Uhr: Hamburg – Nun mischt sich auch FDP-Chef Christian Lindner in die Corona-Impfstoff-Diskussion ein. Mit seiner fachmännischen BWL-Perspektive geht er dabei in seiner Kritik nicht an die Distribution, sondern an die Produktion. Seiner Ansicht nach müsste es eine Art Krisengenehmigung geben, in der auch andere Hersteller das Vakzin produzieren dürfen - natürlich unter Lizenz von Pfizer/Biontech.

Linder argumentierte gegenüber der Bild-Zeitung, es sei „eine Frage von Leben und Tod, eine Frage unserer Freiheit und es ist eine Überlebensfrage auch für unsere Wirtschaft. Denn die ist schon auf der Intensivstation“. Einen ähnlichen Vorschlag hatte bereits Achim Kessler (Die Linke). Seiner Ansicht nach könne man laut dem Bevölkerungsschutzgesetz sogar Unternehmen dazu zwingen, Produktionslizenzen zu gewähren, wie er gegenüber dem Spiegel äußerte.

Corona-Impfung: Tschentscher bei erster Impfung

Update vom Montag, 28. Dezember 2020, 08.45 Uhr: Hamburg – Am gestrigen Sonntag ging es los. Im Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg-Poppenbüttel wurde mit einer 84-jährigen Bewohnerin die erste Hamburgerin gegen das Corona-Virus geimpft. Im Anschluss bekamen etwa 500 weitere Bewohner eine Impfdosis. Die ersten Impfungen der Stadt sind gut verlaufen und außerdem liegen die Impfteams gut im Zeitplan, das berichtet der NDR unter Beruf auf Behördenangaben.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher war beim Start der Impfungen in Poppenbüttel live dabei und freute sich über den medizinischen Fortschritt. „Ich bin froh, dass es uns in Deutschland, Europa und weltweit gelingt, jetzt der Pandemie die Stirn zu bieten und sie Schritt für Schritt zu überwinden und damit dann auch endgültig in eine normale Situation zurückzukommen“, sagte er im Interview mit der Deutschen-Presse Agentur. Tschentscher selbst hat sich nicht wie der zukünftige US-Präsident Biden vor laufender Kamera impfen lassen *.

In Hamburg wurden die ersten Bewohner des Hospitals zum Heiligen Geist geimpft (24hamburg.de-Montage)

Bis Ende Januar sollen die Bewohner von Pflegeeinrichtungen in Hamburg dann durchgeimpft sein. Im Hospital zum Heiligen Geist werden heute noch einmal 500 Bewohner geimpft. Insgesamt 1500 Menschen sollen hier eine Impfdosis bekommen. Weiter geht es dann auch im Alsterdomizil in Wellingsbüttel und bei Pflegen und Wohnen auf der Finkenau. Ende Januar soll dann auch das Impfzentrum in den Messehallen den Betrieb aufnehmen. Nächste Woche soll es dort bereits einen Probelauf geben.

Tschentscher sieht Coronavirus-Wende in Hamburg: Impfungen gestartet

Update vom Sonntag, 27. Dezember 2020, 11 Uhr: Mit den heute in Hamburg beginnenden Impfungen sieht Bürgermeister Peter Tschentscher den Wendepunkt im Kampf gegen das Coronavirus. „Damit ist es realistisch, dass wir uns endgültig vor dem Coronavirus schützen und die Pandemie überwinden können“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Coronavirus in Hamburg: Impfungen beginnen

Mit der Verabreichung der ersten Coronavirus-Impfdosen an die Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen beginnen in Hamburg am Sonntag die Impfungen. Zum Auftakt wollen Bürgermeister Peter Tschentscher und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (beide SPD) die Impfungen im Hospital zum Heiligen Geist im Stadtteil Poppenbüttel begleiten. Der Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer war erst am vergangenen Montag in der Europäischen Union zugelassen und die ersten Dosen am Samstag in Deutschland an die Bundesländer ausgeliefert worden.

Update vom Donnerstag, 24. Dezember 2020, 8 Uhr: Hamburg – Am zweiten Weihnachtsfeiertag soll in Hamburg die erste Charge des Impfstoffs von Biontech und Pfizer eintreffen. Dabei wird die erste Charge rund 9750 Impfungen enthalten. Am 28. Dezember sollen dann noch einmal 4875 Impfdosen geliefert werden. So können die mobilen Impfteams in Hamburg wie geplant am kommenden Sonntag, 27. Dezember, mit den ersten Impfungen in Alten- und Pflegeheimen starten. Der Impf-Startschuss findet im Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg-Poppenbüttel statt, so der Senat in einer Pressemitteilung.

Mit dabei: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Sozialsenatorin Melanie Leonhard. Tschentscher: „Ich freue mich, dass wir in Hamburg mit rund 50 Prozent bereits eine hohe Impfbereitschaft haben.“ Er hoffe, dass die Bereitschaft weiter steigt, wenn mit dem Impffortschritt für alle deutlich wer, dass die Impfung wirkt und gut verträglich sei. Bis Ende des Jahres sollen dann wöchentlich zirka 14.625 Dosen die Hansestadt erreichen, sodass bis Anfang Januar schon knapp 30.000 Impfungen vorliegen.

Coronavirus-Impfungen in Hamburg: Wo es bald Massen-Impfungen gibt

Update vom 22. Dezember 2020, 13:55 Uhr: Hamburg – Am gestrigen Montag hat die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer in Europa zugelassen. Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard sprach von einer „wunderbaren Nachricht“, weil „die Schutzimpfungen damit in greifbare Nähe rücken“. Das berichtet die Deutsche-Presse Agentur. Das Impfen kann also bald losgehen in der Hansestadt. Schon am Sonntag nach Weihnachten soll es losgehen.

„Wir werden damit, beginnend bei den Ältesten und am meisten gefährdeten Personen, mehr Sicherheit vor dem Virus schaffen können“, so Leonhard. Das Impfzentrum in den Messehallen wir vorerst aber noch nicht genutzt. Mobile Impfteams sollen in Altenheime und Pflegeeinrichtungen fahren, um die Menschen Vorort zu impfen. Ganz reichen wir die erste Charge der Impfung aber nicht. Es werden maximal 15.000 Dosen in Hamburg erwartet, welche aufgrund von notwendiger Zweifachimpfung nur für maximal 7500 Hamburger reichen wird.

Coronavirus-Impfungen in Hamburg: Fegebank appelliert an Moral

Update vom 21. Dezember 2020, 13:05 Uhr: Hamburg – Schon bald sollen in der Hansestadt die ersten Menschen geimpft werden. Zwar kommen in der Hamburg erstmal nur 12.000 Impfdosen an, doch sollen sich dann schon bis zu 6000 Hamburger die Corona-Spritze abholen können. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank sieht es als „moralische Pflicht“ an, sich impfen zu lassen. Das sagte sie im Interview mit der Hamburger Morgenpost. Demnach gehe sie nicht davon aus, dass es in Deutschland eine Impfpflicht geben werde.

Allerdings könne es noch zu hitzigen Debatten kommen. „Restaurants, Festivals. Private Betreiber könnten ja versucht sein, nur geimpfte Personen einzulassen“, sagte sie. Trotzdem halte Fegebank nichts davon Menschen zu bestrafen, nur weil sie sich nicht impfen lassen wollen. Schließlich würde sie die Sorgen der Menschen auch verstehen. Allerdings machte sie noch einmal auf den umfassenden Zulassungs- und Prüfungsprozess des Impfstoffes aufmerksam. Sie werde sich übrigens impfen lassen. „Aber erst, wenn ich dran bin“, sagte Fegebank.

Coronavirus-Impfungen in Hamburg: Die offizielle Rangordnung

Erstmeldung vom 1. Dezember 2020, 13:06 Uhr:

Hamburg – Die Corona-Krise wirbelt den Alltag der Hamburger gehörig durcheinander. Doch die Hoffnung wächst, dass die Menschen bald zur gewohnten Normalität zurückkehren können. Bald soll in den Messehallen der Hansestadt Hamburg das erste zentrale Impfzentrum eröffnet werden. Der geplante Starttermin am 15. Dezember wird nach hinten verschoben: Theoretisch ist ab diesem Datum das Hamburger Impfzentrum einsatzbereit. Praktisch geht es aber erst los, wenn ein Impfstoff zugelassen ist – nach dpa-Informationen wahrscheinlich erst um den Jahreswechsel. Die Europäische Arzneimittelbehörde muss grünes Licht geben.

Corona-Impfung in Hamburg: Die Reihenfolge legt das Robert-Koch-Institut fest

Sobald der Impfstoff Hamburg erreicht, kann es auch gleich losgehen: Angaben des Hamburger Senats zufolge wird das Impfzentrum für die Hansestadt in der großen Messehalle A3 aufgebaut. Sobald ein Impfstoff zugelassen und verfügbar ist, sollen hier dann 50 Ärzte an sieben Tagen in der Woche von früh morgens bis spät abends arbeiten. Bis zu 7.000 Impfungen sollen dann pro Tag möglich sein. Laut einer Mitteilung des Senats haben sich bereits viele Freiwillige aus dem medizinischen Bereich für den Schichtdienst gemeldet.

Impfung gegen Corona: Ab Mitte Dezember soll der Impfstoff gegen das Virus zur Verfügung stehen. (24hamburg.de-Montage)

Doch wer kommt zuerst dran? Diese Frage stellen sich derzeit viele Hamburgerinnen und Hamburger. Dazu betont der Hamburger Senat: Ohne Termin und Anmeldung geht nichts. Die Reihenfolge der Impfberechtigten ist bundeseinheitlich geregelt. So stellt die Unabhängige Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (RKI) dazu derzeit genaue Listen auf, an die sich auch die Hamburger Behörden halten werden. Demnach werden zunächst Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen, also Ärzte und Pfleger, sowie Angestellte aus den kritischen Infrastrukturbereichen wie Polizisten und Feuerwehrleute geimpft. Angehörige aus Risikogruppen gehören ebenso zu den bevorzugten Nutznießern der neuen Impfmöglichkeiten. Lehrer und Erzieher müssen sich aber wohl noch wie viele andere zunächst einmal gedulden.

Damit es vor dem Impfzentrum nicht zu einem großen Menschenandrang kommt, wird die Polizei Hamburg laut einem Bericht der Hamburger Mopo das Gelände rund um die Messehallen verstärkt bewachen. Nur wer von den Gesundheitsämtern eine Einladung bekommen und sich anschließend über ein Online-Tool oder ein eigenes Callcenter für einen Termin registriert hat, wird Zugang zum Behandlungszentrum bekommen. Organisiert wird die eigentliche Arbeit vor Ort von der Kassenärztlichen Vereinigung. Eine Impfung ist dabei kostenlos und freiwillig.

7.000 Impfungen pro Tag: Der Opposition geht die Senat-Strategie nicht weit genug

Für die Opposition in der Hamburger Bürgerschaft sind die Pläne des Senats allerdings noch zu unausgegoren und zu wenig ambitioniert. Ein einziges zentrales Impfzentrum mit 7.000 Impfungen pro Tag reiche für eine 1,85-Millionen-Metropole nicht aus, kritisierte der Gesundheitsexperte der CDU, Stephan Gamm. Außerdem sei es nicht hinnehmbar, dass gerade ältere Menschen aus den Hochrisikogruppen quer durch die Stadt zur Impfung fahren müssten.

In Schleswig-Holstein plane man indes bei 2,9 Millionen Einwohnern insgesamt 28 dezentrale Impfzentren mit einer Kapazität von bis zu 42.000 Impfungen täglich. In Niedersachsen ist von Massen-Impfungen * und bis zu sechzig Impfzentren die Rede. Daran, so forderte Gamm, sollte der Senat sich ein Beispiel nehmen.

Die rot-grüne Landesregierung wies indes die Kritik zurück. Der Start und das Ausmaß der Impfungen hingen stark mit der Zulassung und der Lieferung der ersten Impfdosen ab, teilte Sozialsenatorin Leonhard bereits am vergangenen Freitag mit, als sie zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) die neuen Corona-Regeln für die Stadt vorstellte. Derzeit gehen Experten davon aus, dass ab Mitte Dezember zunächst der Wirkstoff des Mainzer Herstellers Biontech verfügbar* ist. Dieser habe aber spezifische Erfordernisse zur Lagerung, zum Transport sowie zur Verarbeitung des kühlbedürftigen Stoffes, weswegen eine zentrale Anlaufstelle einer dezentralen Lösung vorzuziehen sei, so die SPD-Politikerin. * 24hamburg.de, kreiszeitung.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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