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Impfung in Apotheken: Ab wann gibt es Termine? Hamburger Apotheken schon bereit

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Bald sollen auch Apotheken und Zahnarztpraxen impfen dürfen. Wann können Hamburger mit ihrer Corona-Impfung in der Apotheke rechnen?

Hamburg – Die vierte Corona-Welle macht Deutschland diesen Herbst und Winter wieder zu schaffen. Gleichzeitig ist aber auch die dritte Impf-Welle in Gang, die Hoffnung macht. Bereits viele Deutsche haben sich die Drittimpfung, die sogenannte Booster-Impfung, geben lassen, um sich weiterhin vor Covid-19 zu schützen.

Geimpfte in Hamburg1.382.819 (Stand 1. Dezember 2021, Sozialamt Hamburg)
Corona-Patienten im Krankenhaus in Hamburg217 (stationär), 67 (intensiv)
Corona-Todesfälle in Hamburg1897
Corona-Fälle in Hamburg116.142
Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg245,0

Ein Termin zum Impfen ist aber manchmal gar nicht so leicht zu bekommen. Vor Impfzentren bilden sich lange Schlangen und Hausärzte sind teilweise schon seit Anfang der Krise überarbeitet. Deswegen sollen bald auch Apotheken und Zahnarztpraxen impfen dürfen. In Hamburg müssen die Bürger aber noch etwas darauf warten. Außerdem sind Ärzte und Ärztinnen nach wie vor nicht begeistert von der Lösung.

Impfungen beim Zahnarzt oder in der Apotheke? Erst muss das Gesetz geändert werden

Um zu verhindern, erneut die Weihnachtszeit und die Feiertage im Lockdown zu verbringen, will die Regierung impfen. Bund und Länder haben sich 30 Millionen weitere Corona-Impfungen bis Weihnachten als Ziel gesteckt. Im nächsten Jahr soll es vermutlich die Impfpflicht geben. Die Umsetzung ist aber noch ein großes Fragezeichen. Damit die hohe Zahl an Impfungen erreicht werden kann, reichen die Impfungen von Ärzten und Impfzentren nicht aus. Deshalb sollen Impfwillige in Zukunft auch in Zahnarztpraxen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen eine Impfung bekommen können.

Apotheke und ein aufgezogene Impfdosis
Bald sollen auch Apotheken, Zahnarztpraxen und Pflegeeinrichtungen impfen dürfen. (24hamburg.de-montage) © picture alliance/dpa/Stefan Puchner & picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Monika Skolimowska

Bis es so weit ist, dürften aber noch ein paar Wochen vergehen, denn zuvor muss der Bundestag die Gesetze zum Thema Impfungen ändern. Aktuell ist es noch immer nur Ärzten und Ärztinnen erlaubt, Menschen zu impfen. Apotheker durften bisher nur zur Nadel greifen, wenn es vom Arzt verschrieben wurde.

Die Spritze aus der Hand zu geben, fällt den Medizinern nach wie vor schwer. Die Kassenärztliche Vereinigung in Hamburg betonte laut NDR außerdem, dass mangelndes Impfpersonal gar nicht das Problem sei. Es gebe genug Ärzte zum Impfen. Stattdessen sei es der Impfstoff, der fehle, und so das Impfen aufhalte.

Hamburger bereit: Passend zur Booster-Impfung - schon 50 Apotheker zum Impfen geschult

Ob es nun an einem Mangel von Ärzten oder von Impfdosen liegt – die Stadt Hamburg bereitet sich trotzdem auf weitere Impfangebote in Apotheken und Zahnarztpraxen vor. Sobald das Gesetz es zulässt, soll den Hamburgern die Möglichkeit für eine Impfung in der Apotheke offen stehen. Kai-Peter Siemsen, Präsident der Hamburger Apothekerkammer, erklärte laut dem NDR: „Die Motivation ist groß.“ 200 seiner Kollegen haben bereits Interesse angemeldet, sich zum Impfen schulen zu lassen. 50 haben die Schulung schon hinter sich und sind bereit zum Impfen.

Gerade in den kommenden Monaten dürften die zusätzlichen Impfangebote von Nutzen sein - und werden vielleicht auch für Ungeimpfte attraktiv, die nicht in einen 2G-Lockdown wollen. Zwischen April 2021 und Mai 2021 schoss die Zahl der Geimpften in Deutschland in die Höhe, der Prozentanteil in der der Bevölkerung stieg von 12 auf 43 Prozent rapide an. Diese Menschen sind es auch, die in den nächsten Wochen und Monaten ihre Booster-Impfung bekommen sollten.

Nach sechs Monaten ist die dritte Impfung empfohlen, nach neun sollte man sie spätestens bekommen haben. Die Bundesregierung debattiert aktuell, ob Menschen, deren vollständige Impfung bereits länger als neun Monate her ist, weiterhin als geimpft gelten sollten. Es gibt allerdings noch keine Entscheidung zu dieser Überlegung.

Impfzahlen in Hamburg: Im Norden ist nur Bremen stärker

Im Vergleich mit den anderen Ländern im Norden hat nur Bremen eine höhere Impfquote als Hamburg. Hier sind laut dem Robert-Koch-Institut, das täglich neue Zahlen veröffentlicht, bereits 80,3 Prozent der Bevölkerung geimpft. In Hamburg sind es 74,6 Prozent (Stand 2. Dezember 2021). In Zahlen: Von 1.904.444 Hamburgern haben bereits 1.382.819 eine Impfung bekommen (Stand 1. Dezember). Laut dem Sozialamt Hamburg hat die Hansestadt aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 245,0. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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