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Impftote in Hamburg: So viele Todesfälle gibt es durch die Corona-Impfung wirklich

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Die Gerüchte um extreme Nebenwirkungen sind immer wieder Futter für Impfgegner. Doch wie viele Impftote gibt es wirklich? Zahl für Hamburg überrascht.

Hamburg – Die Corona-Impfungen umranken seit ihrer Freigabe zahlreiche skurrile Gerüchte. Auch die Frage nach extremen Nebenwirkungen kommt immer wieder auf, manchmal wird sogar vom Tod durch eine Corona-Impfung gesprochen. Jetzt wurden die Zahlen für Deutschland und Hamburg bestätigt. Das Ergebnis überrascht. Tatsächlich sind es sehr viel weniger Fälle als anhand der vielen Befürchtungen vermutet werden könnte. In Hamburg – wo noch immer die hochansteckende Omikron-Variante grassiert - konnte im Jahr 2021 nur ein Todesfall nachgewiesen werden, der durch eine Impfung herbeigeführt worden sein soll.

Vollständig Geimpfte in Hamburg1.543.507 (Stand 19. Januar 2022)
Bestätigte Corona-Fälle193.423
Corona-Todesfälle2.057
Corona-Patienten im Krankenhaus453
Auf Intensivstation behandelt62

Coronavirus Hamburg: 2.000 Tote wegen Corona, nur ein Mensch stirbt nach Impfung

Laut den Angaben der Sozialbehörde sind in Hamburg mittlerweile knapp 1,5 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft worden. Insgesamt gab es in der Hansestadt bisher 193.423 bestätigte Fälle von Covid-19-Infektionen, davon sind über 2.000 Patienten im Zusammenhang mit der Infektion verstorben (Stand 20. Januar).

Diese Angaben stehen in starkem Kontrast zu der Zahl an bestätigten Fällen, in denen ein Mensch nicht an Corona, sondern an der Impfung dagegen gestorben sein soll. Laut Angaben des Senats soll das in Hamburg im Jahr 2021 nämlich nur ein einziges Mal passiert sein.

Impfung und Grabstein
In Hamburg ist die Zahl der Impftoten gering. Nur ein Fall wurde bestätigt. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Michael Gstettenbauer & IMAGO Images/Bihlmayerfotografie

Laut der Abteilung für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gab es bisher 101 Menschen, die kurz nach einer Corona-Impfung verstorben sind. In 58 Fällen obduzierte man die Leichen, aber nur in einem einzigen Fall konnte sicher nachgewiesen werden, dass die Impfung zum Tod geführt haben soll. Die meisten der Verstorbenen waren außerdem bereits im Rentenalter. Auch die Hamburger Polizei, die aktuell bei Ermittlungen auch prüft, ob ein Verstorbener kürzlich geimpft wurde, konnte auf Anfrage des Norddeutschen Rundfunks keinen weiteren Fall bestätigen.

Lesen Sie auch: Diese Nebenwirkungen sind besonders selten, kommen aber vor.

Nur 80 Impf-Tote in Deutschland: Wenn bei schweren Impf-Nebenwirkungen der Tod eintritt

Der Hamburger Senat, der die Angaben auf Anfrage der Hamburger CDU-Fraktion machte, bezieht sich auf das Institut für Rechtsmedizin. Dieses hat auch festgelegt, was ein zeitlicher Zusammenhang zwischen einer Impfung und einem Todesfall ist. Wenn in den ersten Stunden und Tagen nach einer Impfung immunologisch schwere Impf-Komplikationen auftreten, die dann zum Tod führen, bestehe unter Umständen ein Zusammenhang zu der zuvor verabreichten Corona-Impfung.

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In ganz Deutschland ist die Zahl der an einer Corona-Impfung Verstorbenen gering. Dem Paul-Ehrlich-Institut, dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel vom Bundesministerium für Gesundheit, sind 1.900 Verdachtsfälle bekannt, bei denen ein Mensch kurz nach einer Covid-19-Impfung verstarb. Laut dem Forschungsinstitut soll aber nur in 80 Fällen tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Impfung und Tod bestanden haben, wie der NDR berichtet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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