Tipps und Tricks

Impfpriorisierung aufgehoben: Hier erhalten Sie in Hamburg einen Termin

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
    schließen

Auch wenn Hamburg an der Impfpriorisierung teils festhält: In Praxen darf jeder geimpft werden. So klappt es mit dem Termin für die Corona-Impfung.

Hamburg – Die Impfpriorisierung ist seit Montag, 7. Juni 2021, bundesweit aufgehoben. Hamburg hält an der alten Reihenfolge aber in Teilen fest: Im zentralen Impfzentrum sollen die Impfberechtigten aus den Priorisierungsgruppen eins bis drei wie gehabt eine Spritze bekommen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Gegründet:500 n. Chr.
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Für Hamburgs Arztpraxen aber gilt: Sie dürfen nun jeden ab 12 Jahren impfen, der möchte ... auch gegen den Willen der Eltern. Soweit die Theorie. In der Realität glühen die Telefonhörer in den Praxen der Stadt seit den frühen Montagmorgenstunden. Eine Welle von Impf-Willigen bricht über sie hinein. Durchkommen, auf kurze Sicht einen Impftermin ergattern: nahezu unmöglich.

Impfpriorisierung aufgehoben: So bekommen Sie jetzt einen Impftermin

Was gilt jetzt, wie kann man in der Stadt Hamburg jetzt an einen Impftermin kommen? Die beste Möglichkeit ist, den Hausarzt zu kontaktieren. Kommt man auf dem telefonischen Wege nicht durch, lohnt es sich, eine Mail zu schreiben. Im Regelfall wird einen die Praxis auf die Warteliste setzen und kontaktieren, sobald ein Termin frei wird. Das ist in Niedersachsen * nicht anders.

Menschen, die keinen Hausarzt haben, werden es hingegen schwerer haben: Arztpraxen werden ihre Stamm-Patienten bevorzugen und akribisch in die Patientenakte schauen. Zwar kommen Impfberechtigte auch hier auf die Warteliste, allerdings wird es bis zur Impfung noch länger dauern, als ohnehin schon.

Tipps und Tricks: Impftermin beim Allgemein-Mediziner, Hausarzt, Internist, Frauen- oder HNO-Arzt bekommen

Was helfen kann: Wer jemanden kennt, der einen Hausarzt hat, kann die Person darum bitten, beim Arzt ein gutes Wort einzulegen. Das kann die Chancen auf einen Impftermin erhöhen. Oft ist es ratsam, nach Arztpraxen im näheren Wohnumfeld zu schauen. Denn wenn tatsächlich ein Termin frei wird, dann wird die Praxis diesen schnell und unbürokratisch besetzen wollen. Gut, wer dann schnell zur Stelle sein kann.

Durch die Aufhebung der Impfpriorisierung gibt es einen regelrechten Ansturm auf die Hamburger Arztpraxen. (Symbolbild/24hamburg.de)

Ein anderer Tipp ist, sein Glück auch bei Praxen abseits der Allgemeinmedizin versuchen. Jeder Arzt, der über eine Kassenzulassung verfügt, darf impfen. Allgemeinärzte, Hausärzte, Internisten, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Sie waren in den vergangenen Monaten und Jahren wegen einer Mandelentzündung beim HNO-Arzt? Rufen Sie an. Vielleicht klappt es ja.

Krankenhäuser vergeben Impftermine

Auch in fünf Hamburger Krankenhäusern können sich Willige impfen lassen: den Asklepios Kliniken in Nord Heidberg und in Harburg, dem Albertinen Krankenhaus in Schnelsen, dem Agaplesion Diakonieklinikum in Eimsbüttel und dem Bethesda Krankenhaus Bergedorf. Termine lassen sich unter der Rufnummer 116 117 (ohne Vorwahl) oder online beim Impftermin Service vereinbaren.

Sonst bleibt auch immer noch der Weg zum Impfzentrum: Das zentrale Impfzentrum in Hamburg vergibt weiterhin Termine – dabei gilt dieselbe Rufnummer und Online-Adresse, wie bei den Krankenhäusern.

Impfpriorisierung aufgehoben: Doch der Stoff fehlt

Welchen Weg man nun auch geht, ob über den Hausarzt, eine Arztpraxis, Krankenhaus oder Impfzentrum: Generell gilt, bei der der Jagd nach einem Corona-Impftermin* sollte man fair bleiben.

Und: Seine Erwartung, nun schnell einen Impftermin zu bekommen, sollte man besser drosseln. Das Ende der Priorisierung* bedeutet nicht, dass nun alle geimpft werden können, die es auch wollen.

Noch einige Wochen Geduld.

Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard über die Aussicht, einen Impftermin zu bekommen

„Aber es können noch nicht alle – schlicht, weil Impfstoff fehlt“, bestätigt auch Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard. Sie ärgert sich über die Entscheidung des Bundes: „Wir kommen nun in einige Wochen, in denen wir keine Priorisierung haben und keinen Impfstoff.“ In Hamburg sei kurzfristig fast jede einzelne Dose vergeben, im Impfzentrum wie in Arztpraxen.

Leonhard: „Entweder hätte jetzt schon mehr Impfstoff vorhanden sein müssen oder die Priorisierung müsste noch weiter gelten.“ Aufgabe der Politik sei es auch, verlässliche Ansagen zu machen. „Und in der aktuellen Situation lautet diese Ansage leider, dass die meisten noch einige Wochen Geduld brauchen, bis sie ein Impfangebot bekommen können“, so die Senatorin. * 24hamburg.de, fr.de, merkur.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa & Wolfgang Kumm/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare