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Impfpflicht und 1G! Das fordern Politik und Virologen in Hamburg

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Corona-Zahlen schießen landesweit wieder in die Höhe. Deshalb fordern Politik und Virologen in Hamburg jetzt nicht nur eine Impfpflicht, sondern auch 1G!

Hamburg – Die Corona-Inzidenz rast deutschlandweit in die Höhe. Auch in der Hansestadt Hamburg schnellt der Wert immer weiter nach oben. 292 Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldete die Gesundheitsbehörde am 9. November 2021. Die Inzidenz kratzt wieder an der 150er-Marke. Derzeit liegt sie bei 149,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Um die Infektionswelle zu brechen, fordern Virologen, statt auf 2G künftig auf 1G zu setzen – nur noch Getestete, egal ob geimpft oder genesen, sollten Zutritt zu Veranstaltungen bekommen. Hamburgs CDU fordert sogar eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche.

Virologe:Jonas Schmidt-Chanasit
Geboren:25. März 1979, Berlin-Pankow, Berlin
Derzeit beschäftigt:Universität Hamburg
Ausbildung:Charité – Universitätsmedizin Berlin (2002–2006), Goethe-Universität Frankfurt am Main

Inzidenz in Hamburg schnellt in die Höhe: Virologe Schmidt-Chanasit fordert 1G – getestet

Mitte Oktober wurden die kostenlosen Tests, die sogenannten Bürgertests abgeschafft. Seither können sich die Menschen in Hamburg oder dem Rest von Deutschland nicht mehr kostenfrei auf das Coronavirus testen lassen. Ein Fehler – findet zumindest der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit. Wenn es nach ihm gehen würde, wären die Tests wieder kostenfrei, zumindest für Menschen, die durch das Virus besonders bedroht sind. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sprach sich der Virologe für eine Testpflicht für alle – also die sogenannte 1G-Regel – aus.

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit und ein Schild mit der Aufschrift „Zutritt nur mit negativem Test“
1G und Impfpflicht – fordern Politiker und Experten, wie etwa der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit. (24hamburg.de-Montage) © imago

Denn die derzeit in Hamburg angewandte 2G-Regel, die Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher für ganz Deutschland fordert, gebe den Geimpften nur eine „Scheinsicherheit“, meint Schmidt-Chanasit. Immerhin könnten sich auch Geimpfte weiterhin anstecken, auch wenn die Wahrscheinlichkeit natürlich deutlich verringert ist. Für absolute Sicherheit empfiehlt der Hamburger Virologe daher auf 1G zurückzugreifen. Und damit meint Schmidt-Chanasit keinesfalls „Geimpfte“, sondern „Getestete“.

Wenn es nach ihm gehe, würden nur noch Getestete Zutritt zu Veranstaltungen, Restaurants und Stadien bekommen – egal ob sie bereits geimpft oder genesen sind. Ähnlich sieht es auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Die Geimpften haben das Gefühl, sie sind nicht mehr Teil der Pandemie und verhalten sich auch entsprechend risikoreich. Das zweite Problem sind die Ungeimpften, die ausgeschlossen werden und sich noch weniger testen lassen“.

1G oder 2G? Hamburger CDU fordert sogar eine Impfpflicht!

Die Hamburger CDU fordert in der Hansestadt Hamburg das 2G-Modell weiter auszurollen. Wenn es nach Dennis Thering, CDU-Fraktionschef, geht, würde 2G sogar zum Regelmodell werden. „Das bisherige 2G-Optionsmodell sollte angesichts der hohen Inzidenzzahlen unter den Ungeimpften und gleichzeitig niedrigen unter den Geimpften grundsätzlich in Hamburg zum Regelmodell werden – ausgenommen notwendige Grundbedürfnisse des täglichen Lebens“, zitiert die Mopo den CDU-Mann.

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Doch das reicht der Hamburger CDU noch nicht. Darüber hinaus fordert sie nämlich eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche des Lebens. „Außerdem sollte eine Pflicht zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus für Personen gelten, die in medizinischen Einrichtungen, Alten- und Pflegeheimen sowie Schulen und Kindertagesstätten tätig sind“, sagte Thering der Mopo. Zudem solle auch die Boosterimpfung zur dritten Regelimpfung werden, so Thering. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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