Preisexplosion

Immobilien-Albtraum Hamburg: Elbmetropole jetzt zweitteuerste Stadt Deutschlands

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
    schließen

Die Immobilienpreise in Hamburg steigen weiter und erreichen ein fast schon surreales Ausmaß. Die Hansestadt ist nun die zweitteuerste Stadt Deutschlands.

Hamburg – Das Wohnen in Hamburg wie auch in den meisten anderen Städten in Deutschland wird immer teurer, Immobilienpreise sowie Mieten steigen weiter und die inflations-geschädigten Einwohner schauen in die Röhre. In Hamburg spitzt sich die Lage aktuell zu, einige Stadtviertel an der Elbmetropole sind mittlerweile auch für Durchschnittsverdiener zu teuer. Ein beunruhigender Trend, der auch in der dritten Ausgabe des „Immowelt Preiskompass“ 2021 dokumentiert wird.

Stadt:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millionen
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Immobilienpreise in Hamburg, der zweitteuersten Stadt Deutschlands

Innerhalb von drei Monaten stiegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Hamburg um fünf Prozent auf 5.668 Euro pro Quadratmeter, ist dem Bericht zu entnehmen. Damit stiegen die Preise das vierte Quartal in Folge um mindestens fünf Prozent.

Hamburg ist nun die zweitteuerste Stadt Deutschlands, die Immobilienpreise steigen in der Hansestadt konstant.

Dieser konstant hohe Preiszuwachs der Immobilien in Hamburg hat dazu geführt, dass die Hansestadt nun Frankfurt am Main als zweitteuerste Stadt in Deutschland abgelöst hat. Dabei verzeichnet auch die Finanzstadt in Hessen eine Preissteigerung um zwei Prozent vom zweiten Quartal auf das dritte Quartal 2021. Ein Blick auf das Vorjahr verdeutlicht noch einmal die Immobilien-Preisexplosion, unter der Hamburg leidet: Vor genau einem Jahr lag der Quadratmeterpreis in Frankfurt rund 800 Euro über dem in Hamburg.

Preisexplosion in Hamburg nicht die höchste: Die teuersten Immobilien Deutschlands

Doch es geht noch schlimmer und das sogar gewissermaßen vor des Hamburgers Tür. Bremen verzeichnet den prozentual höchsten Anstieg der Immobilienpreise aller deutschen Großstädte. Die Angebotspreise in Bremen sind im dritten Quartal um sieben Prozent gestiegen. Auch wenn das Preisniveau in Bremen vergleichsweise niedrig ist – für einen Quadratmeter zahlt man hier 2.908 Euro – so ist der Anstieg beunruhigend.

Noch mehr News aus Hamburg und Umgebung und zum HSV erhalten Sie mit unserem Newsletter – jetzt kostenlos anmelden!

Die mit Abstand teuersten Immobilien gibt es weiterhin in München. Der Kaufpreis stieg im dritten Quartal um drei Prozent auf 8.786 Euro pro Quadratmeter.

Immobilien in Hamburg: Kaufen oder mieten? Ein kleiner Lichtblick

Doch der „Immowelt Preiskompass“ offenbart auch Positives, wenn man das so nennen darf. In Berlin stagnieren die Kaufpreise und bleiben unverändert bei 4.049 Euro pro Quadratmeter. Auch in Köln beruhigt sich die Lage etwas, hier bleiben die Preise zum vorherigen Quartal ebenfalls unverändert bei 4.113 Euro. Die günstigsten Immobilien in deutschen Großstädten finden sich in Essen (2.384 Euro pro Quadratmeter) und Dortmund (2.428 Euro).

Wer sich kein Haus kaufen möchte, sondern lieber zu Miete wohnt, auch für den gibt es eine positive Nachricht. Denn während die Kaufpreise in den meisten Städten weiter steigen, bleiben die Mieten insbesondere in den hochpreisigen Städten wie Hamburg konstant, wie dem „Preiskompass“ zu entnehmen ist. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare