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Aus St. Pauli wird São Pauli – HVV benennt seine Haltestellen um

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Von: Kevin Goonewardena

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Derzeit heißen zahlreiche Haltestellen in Hamburg nicht mehr wie vorher. Mit Aktion will sich der HVV an der aktuellen Klima-Debatte beteiligen.

Hamburg – Am Sonntag startete die 27. Weltklimakonferenz im ägyptischen Sharm el Sheikh. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) macht nun mit einer ganz besonderen Aktion auf den Klimawandel und dessen konkrete Bedrohung auch für Hamburg aufmerksam, wie der Verband in einer Pressemitteilung schreibt. Insgesamt 14 U-Bahn-, S-Bahn- und Bushaltestellen werden für drei Tage umbenannt. So wird etwa aus der U-Bahnhaltestelle St. Pauli (U3) die Station „São Pauli“, die S-Bahn Hamburg Station „Blankenese“ wird wiederum zu „S Casablankenese“.

Name:Hamburger Verkehrsverbund (HVV)
Gründungsdatum und ort:29. November 1965 in Hamburg
Anzahl Linien (Auswahl):rund 600 Bus-, 8 Fähr, 6 S-Bahn-, 4 U-Bahn-Linien
Anzahl Stationen:etwa 10.000 (inkl. Bus)

Eppendorfer Baum in Eppendorf wird Steppendorfer Baum, Rothenburgsort heißt Tropenburgsort und statt in Kirchwerder steigt man in Kap Verder aus dem Bus – zumindest bis zum 08. November 2022. Die Aktion soll den Hamburgerinnen und Hamburgern bewusst machen, dass der Klimawandel mit anhaltenden Phasen extremer Trockenheizt, Hitze und steigendem Meerespiegel auch tiefgreifende Folgen für Hamburg und den Norden haben wird.

Von Sao Pauli bis Havannerbrook: 14 U-Bahn-, S-Bahn- und Bushaltestellen im HVV wurden umbenannt.
Von Sao Pauli bis Havannerbrook: 14 U-Bahn-, S-Bahn- und Bushaltestellen im HVV wurden umbenannt. © HVV (2)

HVV: Diese Stationen werden umbenannt

Folgende fünf S-Bahn-Stationen, vier Bahnhöfe der U-Bahn und fünf Bushaltestellen tragen in den kommenden Tagen einen neuen Namen:

Das temporäre Stationsschild „Casablankanese“ der Bushaltestelle am S-Bahnhof-Blankenese
Fahr noch einmal, Sam: Blankenese liegt für drei Tage in Marokko. © Hamburger Verkehrsverbund

HVV: Mobilitätssektor wichtig für Reduzierung von CO₂ -Fußabdruck

Der Mobilitätssektor sei ein wichtiger Hebel, um den CO₂ -Fußabdruck signifikant zu reduzieren, so der Verband. Alle U- und S-Bahnen fahren deswegen bereits heute zu 100 Prozent mit Ökostrom; außerdem seien 200 batterieelektrisch betriebene Busse auf den Straßen Hamburgs unterwegs, wie der HVV in der Pressemitteilung weiter ausführt.  Bis zum Jahr 2030 soll die Umstellung der Busflotte der Hochbahn auf emissionsfreie Fahrzeuge abgeschlossen sein. Allein dadurch würden dann jedes Jahr etwa 113.000 Tonnen CO₂  eingespart werden.

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