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HVV sperrt beliebte U3-Strecke für sechs Monate: Sierichstraße wird barrierefrei

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Von: Christian Einfeldt

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Rund sechs Monate sperrt der HVV einen U3-Abschnitt, um die Haltestelle Sierichstraße barrierefrei zu machen. Was das für Fahrgäste bedeutet.

Hamburg – Eine langandauernde Sperrung hatte in der Hamburger Innenstadt bereits für enorme Einschränkungen gesorgt. Streckenabschnitte und Stationen mussten modernisiert werden, was zur Folge hatte, dass lange Zeit unter anderem die Mönckebergstraße nicht mehr erreichbar war. Mittlerweile fährt die U3 des HVV nach der Sperrung wieder komplett durch. 14 Monate hatte es gedauert, doch die nächsten Maßnahmen könnten schon bald folgen. 2024 soll die Haltestelle Sierichstraße barrierefrei gemacht werden. Es ist die Rede vom komplexen Bauarbeiten, die wohl ein halbes Jahr lang andauern werden.

U-Bahn-Linien in Hamburg:U1, U2, U3, U4 und U5
Streckenlänge (in Kilometer):106.373
Anzahl Haltestellen:93
Jahr der Eröffnung:1912

HVV: U3-Strecke sechs Monate gesperrt – zwischen Barmbek und Kellinghusenstraße nur Schienenersatzverkehr

2024 soll die im Jahre 1912 errichtete Haltestelle Sierichstraße modernisiert werden. Wie Projektleiter Volker Schmidt dem Hamburger Abendblatt sagt, seien mittlerweile rund 95 Prozent aller HVV-Haltestellen barrierefrei. Das heißt, sie sind „mit einem Fahrstuhl, erhöhten Bahnsteigen und taktilen Leitsystemen ausgestattet“. Zu den fünf Prozent, die nicht modernen Ansprüchen genügen, gehört Stand jetzt nach wie vor die Haltestelle Sierichstraße, gelegen im Hamburger Stadtteil Winterhude.

Die Planungsunterlagen liegen bereits vor und sollen nach Angaben des Abendblattes im August zunächst der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation übermittelt werden. Nachdem aktuell bereits die U1 für drei Monate gesperrt ist, müssen sich Pendlerinnen und Pendler also noch nicht auf weitere Maßnahmen einstellen, die schon bald beginnen könnten. Die Bauarbeiten zur Station Sierichstraße sollen erst Anfang 2024 beginnen „Dann warten einige Herausforderungen auf uns“, sagt Schmidt schon jetzt.

Hamburger U-Bahn-Station Sierichstraße.
HVV: 2024 soll die Haltestelle Sierichstraße barrierefrei gemacht werden. © IMAGO / Hanno Bode

Pendlerinnen und Pendler des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) müssen sich nämlich auf eine Teilsperrung zwischen Barmbek und der Kellinghusenstraße einstellen. Demzufolge sind auch die folgenden Haltestellen Saarlandstraße und Borgweg (Stadtpark) von den Bauarbeiten betroffen. Hierzu sagte Volker Schmidt dem Abendblatt: „Wir werden auch die Saarlandstraße barrierefrei im Zuge der Bauarbeiten ausbauen. Zudem werden wir Weichen neu einbauen und Brücken und Tunnel sanieren“.

HVV: Nächste Baustelle an der Sierichstraße – warum die Maßnahmen komplex sind

Bereits im Hamburger Straßenverkehr gibt es aktuell viele Baustellen, die Pendlerinnen und Pendler wie Einheimische vor Probleme stellen können. Zum einen wäre da die Baustelle der Fuhlsbüttler Straße, die bis September gesperrt sein wird. Des Weiteren starten schon bald die Sanierungsmaßnahmen in der Bramfelder Chaussee und in der Kieler Straße – dann wird die nächste Hauptverkehrsader Hamburgs dicht sein. Die zukünftige Baustelle an der Haltestelle Sierichstraße wird den Hamburger Nahverkehr, der bald die „größte Überarbeitung seit Jahrzehnten“ bekommen soll, nicht weniger vor Herausforderungen stellen.

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Die HVV-Station der Sierichstraße ist nämlich denkmalgeschützt. Alle Maßnahmen müssen daher mit den Verantwortlichen ausgemacht werden. Geklärt werden muss dann unter anderem die Errichtung von zwei neuen Zugängen. Sie sollen laut des Hamburger Abendblattes in Richtung der Dorotheenstraße entstehen. Eine weitere Maßnahme zeigt, wie komplex das Vorhaben der Sanierung ist: Um mehr Platz für einen Lift und Fahrgäste zu schaffen, muss der Bahnsteig entsprechend breiter gemacht werden.

Für diesen Einsatz müssten die Schienen zufolge des Abendblattes auseinandergezogen werden. Weil die Schienen allerdings auf einer Brücke über der Dorotheenstraße liegen, müsse man auch die Brücke abbauen. In Summe soll die Sanierung rund 16 Millionen Euro kosten. Rund 16 Millionen Euro soll der Ausbau kosten. Der Busersatzverkehr soll an der Dorotheenstraße bereitstehen.

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