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HVV muss Fahrplan umstellen: Busse und Bahnen fahren wegen Krankenstand seltener

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Von: Christian Einfeldt

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Coronabedingt fehlen dem HVV und der Hamburger Hochbahn aktuell viele Fahrer. Ein neuer Fahrplan muss eingerichtet werden – und dieser gilt schon ab Donnerstag.

Hamburg – Die kalte Jahreszeit bricht an, Erkältungsviren greifen um sich und Arbeitgeber erhalten vermehrt Krankmeldungen – auch beim HVV und der Hamburger Hochbahn. In der Konsequenz fahren die Busse und Bahnen in Hamburg fortan seltener als gewohnt. Schon ab Donnerstag, 3. November 2022, gilt ein neuer Fahrplan.

Die Verantwortlichen reagieren damit auf die seit geraumer Zeit steigenden Corona-Zahlen. Sprecher Christoph Kreienbaum gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Auch an der Hochbahn geht die derzeitige Entwicklung nicht vorbei. Die Corona-Pandemie führt zu einer im Vergleich zu den früheren Jahren höheren Krankenquote“.

Unternehmen:Hamburger Verkehrsverbund
CEO:Dietrich Hartmann (2011–)
Hauptsitz:Hamburg
Gründung:29. November 1965

HVV: Hamburger Hochbahn ändert Taktung – die vielen Corona-Erkrankungen treffen den Nahverkehr

Bereits zu Beginn dieses Jahres gab es beim HVV einen hohen Krankenstand – der Fahrplan drohte zusammenzubrechen. Ein Dreivierteljahr später stehen neue alltägliche Coronamaßnahmen zumindest wieder zur Debatte. Auslöser sind die steigenden Corona-Infizierungen. Die Inzidenz in Hamburg stieg zuletzt an – das macht sich jetzt auch beim HVV und der Hamburger Hochbahn bemerkbar. Hinzukommt, dass aktuell nicht nur die Hansestadt Hamburg von einer weiteren Erkältungswelle getroffen wird. In Summe ist die Zahl der Erkrankungen zum aktuellen Zeitpunkt so hoch, dass der Hamburger Nahverkehr die Reißleine ziehen muss. Ab Donnerstag werden die Fahrpläne angepasst.

Hamburger U3.
HVV und Hamburger Hochbahn: Ab Donnerstag, dem 3. November 2022, gilt ein angepasster Fahrplan. (Symbolbild) © Manfred Segerer/Imago

Nichtsdestotrotz verspricht die Hochbahn „einen stabilen Regelbetrieb“. Zahlreiche Änderungen stehen bevor. Dennoch garantieren die Verantwortlichen, dass keine Linie komplett gestrichen wird. Vielmehr glaubt Kreienbaum, dass der Alltag der Fahrgäste durch die vielen Krankmeldungen und die damit verbundenen Änderungen im Fahrplan nicht belastet wird. Ähnliche krankheitsbedingte Probleme im Nahverkehr gibt es übrigens auch in Niedersachsen.

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HVV und Hamburger Hochbahn: Das sind die Fahrplanänderungen im November

Angesichts der vielen Krankmeldungen gehen der HVV und die Hochbahn also lediglich von einer Änderung der Taktung aus. Die Metrobus-Linie 5 zum Beispiel (Nedderfeld-Innenstadt) setzt im Normalbetrieb innerhalb von zehn Minuten drei Busse ein – jetzt nur noch einen alle fünf Minuten. Eine weitere Verbindung, die von der Fahrplanänderungen betroffen ist: die Metrobus-Linie 6. Die Linie, die Fahrgäste zwischen der Speicherstadt und dem U-Bahnhof Borgweg (Winterhude) ans Ziel bringt, verkehrt nicht mehr alle fünf, sondern nur noch alle zehn Minuten.

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Auch im U-Bahn-Betrieb gibt es minimale Anpassungen. Nicht ab dem 3., sondern ab dem 7. November gibt es auf der Linie U1 und U3 erst einmal keine Entlastungsfahrten mehr (Fahrten, die die Taktung verstärken). Im Vergleich zum Bus-Verkehr sollen die U-Bahnen jedoch wie gewohnt fahren. Das gilt übrigens auch für die U2 und U4, die nicht von den Änderungen betroffen sind. Letztendlich sind es nur wenige Neuerungen, die im Hamburger Nahverkehr Einzug erhalten. Allerdings werden diese mehr als einen Monat Bestand haben. Wie der NDR berichtet, ist erst für Mitte Dezember eine Rückkehr zum Normalbetrieb geplant.

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