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HVV: Hoher Krankenstand bei Hochbahn – bricht wegen Corona der Fahrplan zusammen?

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die vierte Corona-Welle hat Hamburg derzeit fest im Griff. Aber auch andere saisonale Krankheiten sorgen bei der Hochbahn für hohe Krankenstände. Ersatzfahrplan droht.

Hamburg – Aktuell wird die Hansestadt Hamburg von der Omikron-Welle geradezu überrollt. Fast täglich schreiben die Corona-Zahlen neue Rekordwerte. Inzwischen ist die Inzidenz auf über 800 gestiegen, täglich kommen über 2000 Neuinfektionen dazu. Was dieser Tage jedoch oft vergessen wird: Auch andere Krankheiten kursieren im Winter besonders stark. Und die machen auch vor dem Personal des HVV und der Hochbahn keinen Halt. Wegen hoher Krankenstände droht dort sogar ein Ersatzfahrplan.

Unternehmen:Hamburger Hochbahn
Gründung:27. Mai 1911, Hamburg
Busse & Bahnen:114 & 4
Mitarbeiter:4.800

Hochbahn droht Ersatzfahrplan: Krankenstand im Januar höher als gewöhnlich

Die Hamburger Hochbahn AG ist das größte Verkehrsunternehmen der Stadt und betreibt im Hamburger Verkehrsverbund HVV die Busse und Bahnen der Stadt. Klar, dass die rund 4800 Mitarbeiter von Corona und anderen saisonale Krankheiten nicht verschont bleiben. Wie die Hamburger Morgenpost unter Berufung auf Hochbahn-Chef Henrik Falk berichtet, liegen die Krankmeldungen derzeit etwa zwei Prozent über dem Normalstand im Januar.

Ein Mann sitzt mit Fieberthermometer auf dem Sofa und meldet sich per Telefon krank, dazu ein Bild von zwei U-Bahnen des HVV.
Hochbahn beim HVV: Hohe Krankenstände gefährden Fahrplan. (24hamburg.de-Montage) © Jürgen Ritter/imago & Westend61/imago

Derzeit könne der HVV-Fahrplan zwar normal bedient werden, allerdings könnte sich das laut NDR bald ändern. „Auf Basis des momentanen Krankenstandes, der sich zwischen 13 und 14 Prozent bewegt, sind wir aber in der Lage, das Angebot zu bringen“, sagte Hochbahn-Falk. Sollte er allerdings die 16 Prozent überschreiten, müsse ein Ersatzfahrplan greifen, heißt es in dem Bericht weiter.

Henrik Falk gab jedoch direkt Entwarnung: Größere Einschränkungen für die Fahrgäste würde auch ein HVV-Ersatzfahrplan nicht bedeuten. Ähnlich wie in den Ferien würde der Fahrplan also lediglich etwas ausgedünnt werden.

FFP2-Maskenpflicht im HVV schon ab nächster Woche? Tschentscher kündigte Regel-Verschärfung an

Bisher handelte es sich nur um eine Empfehlung, schon ab kommender Woche könnte das Tragen einer FFP2-Maske in Bussen und Bahnen des HVV jedoch wieder Pflicht sein. Peter Tschentscher (SPD) kündigte dies bei der Landespressekonferenz am Dienstag, 11. Januar 2022, im Hamburger Rathaus an. Weil es dort sehr eng sei und Untersuchungen gezeigt hätten, dass FFP2-Masken sehr gut schützen, sei dies notwendig, so der Bürgermeister.

Der Hamburger Senat werde diese Regel „in den nächsten Tagen umsetzen“, sagte Tschentscher im Anschluss. Noch ist allerdings nichts passiert. Hamburgerinnen und Hamburger können jedoch davon ausgehen, dass die FFP2-Maskenpflicht im HVV der kommenden Woche eingeführt wird.

3G-Regel in Bussen und Bahnen des HVV: Kein erneuter Einbruch der Fahrgastzahlen erkennbar

Seit geraumer Zeit gilt in den Bussen und Bahnen der Hochbahn im HVV die 3G-Regel. Mitfahren dürfen also nur noch Fahrgäste, die einen tagesaktuellen negativen Coronatest mitführen, geimpft oder genesen sind. Ausgenommen sind Schulkinder (ausgenommen Ferien), weil sie in der Schule regelmäßig getestet werden.

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Befürchtungen, die Fahrgastzahlen können aufgrund der neuen Regelung einbrechen, haben sich indes nicht bewahrheitet. Laut HVV-Chef Henrik Falk liegen die Fahrgastzahlen derzeit bei etwa 70 Prozent des Niveaus vor der Pandemie. Im vergangenen Jahr waren die Zahlen laut NDR um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Grund für das höhere Fahrgastaufkommen dürfte auch die hohe Impfquote unter Erwachsenen in Hamburg sein. Die FFP2-Maskenpflicht könnte noch einmal mehr Menschen zurück in die Busse und Bahnen locken. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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