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HVV: Ampel-Pläne top für Hamburgs ÖPNV – „Mehr Schiene als Straße“

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Von: Kevin Goonewardena

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Der neue Koalitionsvertrag soll Deutschland modernisieren. Eine große Herausforderung: Die Verkehrswende. Was die geplanten Maßnahmen für den HVV bedeuten.

Hamburg – Rund acht Wochen nach der Bundestagswahl steht er endlich, der Koalitionsvertrag zwischen den Partnern der sogenannten Ampel-Koalition. Die Spitzen der SPD, der Grünen und FDP einigten sich auf ein Papier, dass Deutschland wieder zukunftsfähig machen soll. Das hält neben einigen echten Neuerungen wie der kontrollierten Freigabe von Cannabis oder der Abschaffung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche auch viele klassische Aufgaben bereit, denen sich die Verantwortlichen in den nächsten Jahren stellen werden. Zum Beispiel Verkehrsthemen. Was bedeuten die Pläne der Regierung für den HVV, den Fern-, aber auch den Individualverkehr der Hansestadt?

Unternehmen:Hamburger Verkehrsverbund
Gründung:29. November 1965
Vorstände:Dietrich Hartmann, Anna-Theresa Korbutt
Einzugsgebiet:8.616 Quadratkilometer

Gut für den HVV: Schiene im Fokus – Straße nicht

Es war eines der wichtigsten Themen der Grünen und eines, das regelmäßig Autofahrer-Deutschland auf die sprichwörtlichen Barrikaden trieb: das Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen. Davon ist nun nichts mehr übrig. Mehr noch: Der Verkehrsträger Straße ist im Koalitionspapier weniger gewichtig vertreten als etwa die Schiene. Das zeigt sich auch in der angestrebten Änderung der Straßenverkehrsordnung, die im Koalitionsvertrag festgehalten wurde.

Hamburger U-Bahn in der Station Elbbrücken
Eine U-Bahn der Linie U4 an der Station Elbbrücken. Beklebt ist die Bahn mit dem Logo von HVV Switch. Über diese App wird auch der neue Service HVV any laufen. © Daniel Bockwoldt/dpa

Straßenverkehrsordnung soll geändert werden – mehr Investitionen des HVV möglich

Durch die Änderungen sollen die Kommunen, also auch Hamburg, mehr Gestaltungsspielraum hinsichtlich umwelt-, gesundheits- und städtebaulichen Aspekten erhalten. Der Hamburger Grüne Till Steffen verspricht sich davon unter anderem, wie er der Mopo verriet, dass etwa Tempo 30-Zonen leichter beschlossen werden könnten. Auch anderswo sieht man den gesunkenen Stellenwert der Straße: So sieht der Koalitionsvertrag etwa deutlich mehr Investitionen in die Schiene vor, was den Hamburger Verkehrsverbund freuen dürfte.

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HVV: Hauptbahnhof, S-Bahn-Tunnel, U5 - die Ampel-Pläne für Hamburg

Denn neben dem Ausbau von Bahnstrecken, etwa der Strecke Hamburg-Hannover im Rahmen des Deutschland-Takts, betreffen die Investitionen in die Schiene auch den kommunalen ÖPNV. Von Hamburg ist ausdrücklich vom (Verkehrs)knoten in dem Papier die Rede, konkret etwa von der besseren Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs aus dem Süden der Stadt und dem Bau des neuen S-Bahn-Tunnels nach Altona.

Steffen erhofft sich laut MOPO auch, dass die Gelder nun schneller fließen. Etwa für den Bau der neuen U-Bahnlinie U5.

Neben HVV – auch mehr Elektroautos sollen Umwelt schonen

Bis ins Jahr 2030 sollen mindestens 15 Millionen Elektroautos in Deutschland fahren, so sieht es die Koalition vor. Gegenwärtig sind es gerade einmal eine knappe Million. Mit 31.000 Batterie- oder Hybridautos gilt Hamburg als Vorreiter bei der E-Mobilität hierzulande. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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