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FFP2-Maskenpflicht: HVV greift durch – aber Kontrolleure dürfen OP-Maske tragen

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Von: Jan Knötzsch

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Seit dem 14. Januar herrscht die Pflicht, in HVV-Fahrzeugen FFP2-Masken zu tragen. Nicht alle halten sich dran. Das soll jetzt noch konsequenter bestraft werden.

Hamburg – Großartig viel unterwegs sein kann und will eigentlich kaum noch einer. Denn draußen oder unterwegs lauert die Gefahr. Das Coronavirus breitet sich in Hamburg mehr und mehr aus. Vor allem in Form der aktuellen Omikron-Variante, die den Inzidenzwert in der Hansestadt Hamburg immer weiter anwachsen lässt und ihn quasi von Tag zu Tag auf einen neuen Höchstwert hebt – keine guten Aussichten, auch wenn ein Hamburger Virologe der Meinung ist, dass in ein bis zwei Monaten mit Omikron alles vorbei ist.

Bis dahin aber gelten vorerst einmal die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Unter anderem auch beim HVV, bei dem jetzt nach der U3 die U1 in Sachen Baustelle dran ist. In Fahrzeugen des HVV gilt seit dem 14. Januar 2022 die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Das wird kontrolliert. Bislang noch nicht so hart, wie man es vielleicht hätte erwarten können. Doch das soll sich nun ändern – nur eine Gruppe bleibt von dieser Pflicht verschont.

Verkehrs- und Tarifverbund:Hamburger Verkehrsverbund
Gegründet:29. November 1965
Rechtsform:GmbH
CEO:Dietrich Hartmann (seit 2011)

FFP2-Maskenpflicht und 3G-Regel: Das gilt momentan in Hamburg bei Fahrten mit dem HVV

In Zeiten der Coronavirus-Pandemie wird selbst die Nutzung des HVV zur Herausforderung. Schon seit geraumer Zeit gilt im HVV die 3G-Regel, sodass man bei einer Fahrt mit Bus oder U-Bahn im HVV diese Dokumente dabei haben sollte – auch am Arbeitsplatz übrigens sind Dokumente dabei zu haben, schließlich gilt auch dort 3G. Anders als es derzeit in der Gastronomie der Fall ist: Dort gilt die 2G-Plus-Regel, was die Gastronomen – nett formuliert – immens stört und dazu veranlasst, auf den Hamburger Senat loszugehen. Apropos 2G-Plus: Mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpfte Personen brauchen jetzt doch eine Dritt-Impfung für den 2G-Plus-Status.

Im Hintergrund die U3 des HVV. Im Vordergrund eine Frau mit einer FFP2-Maske. Im roten Kreis: Zwei Kontrolleure der DB-Sicherheit mit OP-Masken.
In Hamburg müssen Fahrgäste im HVV zwingend FFP2-Masken tragen, die S-Bahn Hamburg erlaubt ihren Kontrolleuren allerdings, dass sie weiter OP-Masken nutzen. (24hamburg.de-Montage, Symbolbild) © Die Videomanufaktur/Hanno Bode/Bernd Günther/imago

Doch zurück zum HVV, der seinerseits bereits bei den Kontrollen zur Einhaltung der 3G-Regel in den HVV-Fahrzeugen freimütig konstatiert hat, man könne nicht alle HVV-Fahrgäste kontrollieren, ob sie sich auch an die Einhaltung der im HVV geltenden Regeln halten. Angeblich, so berichtete nicht nur 24hamburg.de zwischenzeitlich, wurden bei rund 200.000 Kontrollen im HVV nur verschwendend geringe 16 Bußgelder verhängt – ein Umstand, zu dem sich der HVV seinerzeit nicht in der Öffentlichkeit äußern wollte.

Verstöße gegen die FFP2-Maskenpflicht: So will der HVV sie verhindern – so hart greift der HVV bei Verstößen jetzt durch

Nun geht es um die Kontrolle der Corona-Regel, die eben vorsieht, dass Bürgerinnen und Bürger in Hamburg zwingend eine FFP2-Maske tragen müssen, wenn sie sich an einer Haltestelle oder in einem Fahrzeug des HVV befinden. Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) unter Berufung auf den HVV berichtet, halten sich aktuell in Hamburg etwa 80 bis 90 Prozent der Fahrgäste des HVV an diese Vorgabe. Das ist zwar eine nicht unerhebliche Zahl, doch den HVV stellt sie in dieser Form so noch nicht zufrieden. „Die Beteiligung schwankt je nach Tageszeit und Ort“, hat HVV-Sprecher Christoph Kreienbaum bei NDR 90,3 erklärt.

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„Wir werden die Quote konsequent auf 95 Prozent bringen müssen“, sagt der HVV-Sprecher weiter. Wie dieses Ziel des HVV erreicht werden soll, ist klar: Der HVV will die Gangart bei den Kontrollen zur Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht noch einmal verschärfen. Wo bislang ein Auge zugedrückt wurde, wenn jemand statt einer FFP2- nur eine medizinische Maske trug, wird jetzt ab Samstag, 22. Januar 2022, konsequent eine Strafe in Höhe von 40 Euro verhängt. Zudem werden die Durchsagen zur Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht erhöht. Sie sollen jetzt in U-Bahnen und Bussen alle 15 Minuten erfolgen.

Absurd: In Sachen FFP2-Maskenpflicht gibt es eine große Ausnahme. Denn Kontrolleurinnen und Kontrolleure der S-Bahn Hamburg dürfen die hellblauen OP-Masken tragen. Die S-Bahn möchte ihnen die FFP2-Masken nicht zumuten und begründet das laut des NDR mit dem Arbeitsschutzrecht * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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