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HVV zieht Preise an – Fahrplanwechsel 2021 mit neuen Verbindungen

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Seit Sonntag, 13. Dezember 2020, gilt der neue Fahrplan des HVV. Dazu hat der Hamburger Verkehrsverbund auch Preiserhöhungen beschlossen. Alle Änderungen im Überblick.

Hamburg – Das Maßnahmenpaket 200 neue Wege im HVV“ wurde am Donnerstag, 3. Dezember 2020, zusammen mit Verkehrssenator Anjes Tjarks von Hamburger Verkehrsverbund offiziell vorgestellt. Es umfasst laut HVV-Geschäftsführer Dietrich Hartmann rund 200 Neuerungen, die das Angebot des HVV in Zukunft verbessern sollen, diese schlagen sich auch auf den Preis um. Auch für 2021 sind weitere Neuerungen geplant. Die Änderungen sollen mit dem jährlichen Fahrplanwechsel am 13. Dezember in Kraft treten.

Unternehmen:Hamburger Verkehrsverbund
Gründung:29. November 1965
Hauptsitz:Hamburg
CEO:Dietrich Hartmann (seit 2011)
Geografische Abdeckung:Metropolregion Hamburg
Kundenservice:040 19449

HVV: Dichtere Takte und zusätzliche Fahrten – rund 200 Veränderungen im Verkehrsangebot

„Wir erhöhen die Zahl der Buslinien und ihre Taktung deutlich. Auch für U- und S-Bahnen schaffen wir abermals eine Taktverdichtung und erhöhen beispielsweise die Fahrten der S31 nach Harburg und Neugraben um 20 Prozent“, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, 3. Dezember 2020.

Zu sehen sind die U-Bahn im Bahnhof Jungfernstieg und der Ausschnitt eines Fahrkarten-Automaten.
Die HHV-Preise steigen erneut. (24hamburg.de-Montage) © Axel Heimken/dpa & Georg Wendt/dpa

Außerdem soll das Angebot des Expressbus-Liniennetzes, der zuschlagfreien Fahrten und auch der Nachtverkehr ausgeweitet werden. Zusätzlich soll auch der Ausbau der On-Demand-Verkehre (ioki Hamburg und elbMOBIL) weiter voranschreiten. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg sei laut Anjes Tjarks auch ein notwendiger Schritt beim Thema Mobilitätswende, denn: „Die Klimakrise macht gerade keine Pause und wir müssen weiter entschlossen gegensteuern“, sagte der Verkehrs-Senator.

HVV-Neuerungen: Weniger Wartezeit, mehr Platz – schneller ans Ziel

Die Maßnahmen sollen weniger Wartezeiten, mehr Platz, ein schnelleres ans Ziel kommen und dass Zuschläge wegfallen ermöglichen. In Hamburg werden auf 41 Linien im gesamten Netz die Taktungen verdichtet. Von den Neuerungen profitieren U-, S-, A- und Regionalbahnen, sowie zahlreiche Buslinien.

Bei der Linie U1 wird ab 13. Dezember am Wochenende in der Nacht beispielsweise alle 40 Minuten eine Fahrt stattfinden. Die U3 wird morgens ab sofort eine halbe Stunde länger im 2,5 statt 5-Minuten-Takt fahren. Bei der S-Bahn sollen zusätzlich längere Züge eingesetzt werden. Und: Bei der AKN und der Regionalbahn wird der Fahrplan um zusätzliche Fahrten zu Tag- und Nachtzeiten ergänzt. Auch viele Busfahrpläne werden verdichet.

HVV: Drittes Maßnahmenpaket schafft im kommenden Jahr 240 neue Arbeitsplätze

Die Ausweitungen des Fahrangebots des Hamburger Verkehrsverbundes wird sich laut Aussage des HVV-Geschäftsführers Dietrich Hartmann auch auf das Jobangebot des Unternehmens auswirken. Denn: Mit der Offensive werden im kommenden Jahr 240 neue Stellen entstehen.

Mit dem Maßnahmenpaket „200 Wege im neuen HVV“, stellte der Hamburger Verkehrsverbund übrigens bereits die dritte Angebotsoffensive in drei Jahren vor. Sie soll an die beiden Angebotsoffensiven der vergangenen zwei Jahre anknüpfen. In den Angebotsoffensive 1 und 2 wurden insbesondere schnellere Verbindungen bzw. Anbindungen an wichtigen Umsteigepunkten geschaffen. Und auch für 2021 gibt es schon Pläne. Die HVV-Busse sollen mit modernen Monitoren ausgestattet werden, welche die kommende und die nachfolgenden drei Haltestellen anzeigen.

HVV: Die schlechte Nachricht – mit den Veränderungen steigen auch die Preise

Bis hierhin klingt das doch alles sehr gut. Aber: Natürlich bringt der Ausbau und die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs auch Kosten mit sich. Diese Kosten will der Hamburger Verkehrsverbund teilweise auch auf die Kunden übertragen. Bereits Ende September hatte der HVV angekündigt, dass es ab Januar 2021 eine Preiserhöhung von 1,4 Prozent geben wird. Die gute Nachricht: Der Onlineverkauf von Einzel- und Tageskarten soll günstiger werden.

Wird ein Ticket über die HVV-App oder im Online-Shop gekauft, soll ab Januar 2021 ein Rabatt von sieben Prozent gegenüber dem Fahrkartenpreis am Automaten geschaffen werden. Bisher waren es drei Prozent Rabatt. Und: auch der Preis für das Ticket Hamburg AB bleibt gleich. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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