1. 24hamburg
  2. Hamburg

HVV Fahrplanwechsel: Das ändert sich ab jetzt in Hamburg und dem Norden

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

Viele Neuerungen mit dem Fahrplanwechsel für Reisende im HVV und mit der Deutschen Bahn. Die wichtigsten Hamburg betreffenden Änderungen.

Hamburg – Wie in jedem Jahr tritt auch 2022 im Dezember ein neuer Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft. Im Zuge dessen kommt es nicht nur zu Änderungen im Regional- und Fernverkehr; auch die Nahverkehrsverbünde nutzen ihrerseits die Chance für Neuerungen in ihren jeweiligen Tarifgebieten.

Name:Hamburger Verkehrsverbund (HVV)
Gründungsdatum und Sitz:29. November 1965, Hamburg
Anzahl Linien (Auswahl):rund 600 Bus-, 8 Fähr-, 6 S-Bahn-, 4 U-Bahn-Linien
Anzahl Haltestellen:mehr als 10.000 (inkl. Bus)

HVV: Vier neue Expressbuslinien – X95 verbindet Pinneberg und Hamburger Flughafen

Neben Veränderungen bei Takt und Abfahrtzeiten wird es im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) auch einige neue Linien geben, etwa vier zusätzliche Expressbuslinien. Die Linie X95 verbindet ab dem 11. Dezember 2022 stündlich Pinneberg, Schnelsen und Niendorf mit dem Flughafen Hamburg und dürfte vor allem für Urlauber und Dienstreisende interessant sein. In der Hauptverkehrszeit sollen die Busse sogar alle 30 Minuten verkehren.

Laut einem Bericht, das Hamburger Abendblatt zufolge wird die X86 zwischen Altona und Teufelsbrück erneut in den Fahrplan aufgenommen und ersetzt mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember die X21 und die Linie 215. Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) und Bergedorf wird Montag bis Freitag durch die neue Linie X81 verbunden, die X82 wiederum verehrt künftig zwischen Bergedorf und Geesthacht im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Fahrplanwechsel HVV: Takt Hamburg Lübeck wird verdichtet

Der Takt der Regionalbahnlinie RB81 (Hamburg – Bad Oldesloe) wird an den Wochenenden auf einen stündlichen Takt verdichtet. Gleiches gilt für den Regionalexpress der Linie RE8 zwischen Hamburg und Lübeck: auch die Züge zwischen den beiden Hansestädten verkehren zukünftig in den Nächten am Wochenende stündlich.

S3 Hamburg: Alle 10-Minuten abends von Pinneburg nach Hamburg

Der Takt der Linie S3 der S-Bahn Hamburg wird mit dem Fahrplanwechsel ebenfalls ausgeweitet, und zwar in den werktäglichen Abendstunden zwischen Pinneberg und der Station „Elbgaustraße.“ Statt bis 20 Uhr fahren zukünftig die S-Bahnen in dem Abschnitt Montag bis Freitag bis 23 Uhr im 10-Minuten-Takt., am Sonnabend bis 22 Uhr. Mehr Bahnen werden auch sonntags zwischen 8 und 20 Uhr auf dem Abschnitt eingesetzt werden.

Hochbahn Fahrplanwechsel: Busse in dichterem Takt zu Hauptverkehrszeit

Nicht nur die Regional- und S-Bahnen, auch viele Buslinien verkehren mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 in einem dichteren Takt. Vor allem zur Hauptverkehrszeit. Etwa die Metrobuslinie 8, die das Hamburger Abendblatt exemplarisch erwähnt. Zwischen den Stationen U-Bahnhof Wandsbek Markt und Maisredder in Bramfeld wird die Linie ab 12:30 Uhr zukünftig im 5-Minuten-Takt Reisende befördern. Auch Streckenverlängerungen bringt der Fahrplanwechsel mit sich. Etwa auf der Metrobuslinie 16 der Hochbahn. Diese endet zukünftig erst am Schnenefelder Platz. Der Takt der Linie 230 zwischen Billstedt (U-Bahn) und der S-Bahn Haltestelle „Mittlerer Landweg“ wird hingegen durch Verstärkerlinien ergänzt, auch plant die Hochbahn auf der Linie die Platzkapazitäten durch den Einsatz von Gelenkbussen zu erhöhen.

Alle Änderungen, die voraussichtlich auch eine zusätzliche Fahrt der Nachtbuslinie 609 ab Reeperbahn nach Billstedt umfassen wird, können auf der Internetseite des HVV nachgelesen werden. Die Fahrpläne sind bereits angepasst.

Blick in den Hamburger Hauptbahnhof
Dreh- und Angelpunkt im HVV und im Regional- und Fernverkehr und besonders betroffen vom Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022: der Hamburger Hauptbahnhof © S. Ziese / Imago

Fahrplanwechsel Deutsche Bahn: Mehr Fernzüge nach Hamburg

Die Deutsche Bahn schafft mit dem Fahrplanwechsel unter anderem eine neue Direktverbindung vom Hamburger Hauptbahnhof zum Frankfurter Flughafen. Dafür wird die bestehende Verbindung Basel-Köln-Dortmund über Frankfurt geführt und bis nach Hamburg verlängert. Wie etwa die Online-Ausgabe der Kreiszeitung über die Änderungen in Niedersachsen und Bremen berichtet. In den Genuss einer umstiegsfreien Verbindung zum größten deutschen Flughafen kommen so auch Reisende aus Bremen und Osnabrück. Ersetzt wird eine bestehende IC-Linie, zum Einsatz kommen zukünftig ICE-Züge der Generation 4 mit rund 900 Sitzplätzen.

Ab dem 11. Dezember 2022 sollen außerdem zusätzliche Sprinter- und Verstärker-Züge zwischen Hamburg und Köln verkehren, diese sollen teilweise auch in Bremen und Osnabrück halten.

DB Fahrplanwechsel Hamburg: Änderungen auf Strecken nach Sylt, Nord-, Ostsee und in die Alpen

Täglich in der Früh wird zukünftig ein IC von Köln über Osnabrück, Bremen und Hamburg nach Westerland auf Sylt verkehren. Die Verbindung besteht zwar bereits, allerdings bisher nur saisonal. Mit dem Fahrplanwechsel wird die IC-Verbindung Köln über Hamburg nach Westerland erstmalig ganzjährig angeboten. Bei den später am Tag durchgeführten Verbindungen auf der Strecke sollen allerdings Halte in Bremen und Osnabrück entfallen.

Ebenfalls reduziert wird der Takt zwischen Bremen und Osnabrück nach Binz (Rügen) über Hamburg. Täglich wird es nur eine umstiegsfreie Verbindung über Hamburg an die Ostsee über Rostock und Stralsund geben.

Verlängert und ausgebaut werden zukünftig auch die Nachtzuglinien Hamburg Zürich (CH) und die ICE-Linie Hamburg nach Landeck in Tirol (A), die mit dem Fahrplanwechsel weiter nach St. Anton am Arlberg fahren wird.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Deutsche Bahn: Preise für Fernreisen steigen

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 hebt die Deutsche Bahn die Preise im Fernverkehr um durchschnittlich fünf Prozent an. Die sogenannten FlexTickets werden sogar bis zu sieben Prozent teurer. Weiterhin bestehen bleibt das Angebot an SuperSparpreis- und Sparpreis-Tickets für 17,90 Euro beziehungsweise 21,90. Zu dem Preis hält die Bahn in allen Fernverkehrszügen weiterhin ein gewisses Kontingent bereit.

Auch interessant

Kommentare